Getreide

Weizen

Winterweizen

Winterweizen ist mit einer Anbaufläche von ca. 3 Millionen Hektar die Getreideart mit dem größten Anbauumfang in Deutschland. Dabei stellt Weizen im Vergleich zu anderen Getreidearten besonders hohe Ansprüche an Klima, Boden und Wasserversorgung. Die jährlich geernteten ca. 24 Millionen Tonnen Winterweizen kommen hauptsächlich als Mehl in der die Brot- und Backwarenherstellung oder bei der Herstellung von Tiernahrung zum Einsatz.

Durchschnittlich werden in Deutschland 75 Dezitonnen pro Hektar Ertrag erzielt. Im norddeutschen Raum könne sogar Erträge von bis zu 125 Dezitonnen pro Hektar erreicht werden. Vom Potenzial aktuellen Weizensorten zeugen aber auch die Weltrekorderträge von bis zu 165 Dezitonnen pro Hektar in England und Neuseeland.

Nach neuer Düngeverordnung wird der Düngebedarf nach dem Stickstoffbedarfswert ermittelt. Der Bedarfswert hängt vom Ertragsniveau und dem Qualitätsziel ab und variiert dementsprechend. Dies zeigt die untenstehenden Tabelle. Der Düngebedarf wird dann mit betriebsindividuellen Zu- und Abschlägen korrigiert, was im Schema „Ermittlung des Düngebedarfes“ deutlich wird.

⇒ Beispiel einer Düngebedarfs-Berechnung

Dabei kann es sein, dass der Düngebedarf laut Düngeverordnung durchaus vom tatsächlichen Düngebedarf abweicht. Es ist daher zu empfehlen, den tatsächlichen Düngebedarf unterstützend mittels N-Tester zu ermitteln.

Stickstoff-Düngung

Düngebedarfstabelle DüV:

Weizen QualitätsstufeErtragsniveau [dt/ha] im 3-Jahres-SchnittStickstoffbedarfswert [kg/ha]
A und B80230
C80210
E80260
Hartweizen55200

Folgende Zu- oder Abschläge sind auf den Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 10 dt/ha Mehrertrag über Tabellenwert + 10 kg N/ha
  • Je 10 dt/ha Minderertrag unter Tabellenwert – 15 kg N/ha
  • Maximalzuschlag sind 40 kg N /ha

Die Proteinbildung im Getreide benötigt eine erhebliche Stickstoff-Menge. Dies wird in der Düngeverordnung im Gegensatz zur Grünland-Düngebedarfsberechnung nur über die Qualitätsstufen dargestellt. Dieser Umstand erklärt, warum für E-Weizen der Stickstoffbedarfswert bei 260 Kilogramm Stickstoff pro Hektar liegt, während einem Masseweizen ( C ) nur 210 Kilogramm Stickstoff pro Hektar zugestanden werden.

  • Eine N-Gabe im Herbst ist bei Winterweizen in der Regel nicht notwendig und ist per DüV auch nicht zulässig
  • Hier ist es sinnvoll, bei Bedarf eine Mikronährstoffgabe mit einem Getreidespezifischen Nährstoffmix durchzuführen (zum Beispiel YaraVita Getreide).

Wie Sie den Proteingehalt beim Winterweizen steigern können, erfahren Sie in unserem Video.

Schwefel-Düngung
  • Der Schwefel-Bedarf liegt beim Winterweizen bei 15-25 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • Die Schwefel-Aufnahme läuft parallel zur Stickstoff-Aufnahme ab, daher sollte die Schwefel-Gabe möglichst mit der ersten oder zweiten Stickstoff-Gabe erfolgen
  • Zur Verbesserung des Proteingehaltes beim Qualitätsweizenanbau sollte eine zusätzliche Schwefel-Düngung von 10-15 Kilogramm Schwefel pro Hektar zur Spätgabe erfolgen

  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da nur Sulfat direkt pflanzenverfügbar ist
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium
  • Ziel: Optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgte Winterweizenbestände sind zum Beispiel bei extremen Witterungsbedingungen (Trockenheit) robuster als unterversorgte Bestände
  • Düngemittel:
    • Einsatz von beispielsweise NPK Dünger im Frühjahr: Nährstoffe werden wurzelnah zur Verfügung gestellt, alle Nährstoffe in einem Düngerkorn (bessere Verteilung als Einzelkomponenten),
    • generell gilt, dass Nährstoffe am besten bei einer Ausbringung im Frühjahr von den Pflanzen ausgenutzt werden
    • in Kalkammonsalpeter von einigen Herstellern ist bis zu 4% MgO enthalten
  • Wichtig: Unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (zum Beispiel: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 Kilogramm pro Hektar Phosphat oder Kali benötigt.
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen
  • Entzüge: Yara Entzugsrechner

Nährstoffgehalte von Winterweizen

Weizen QualitätsstufeErnteproduktNährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

N

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

P2O5

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

K2O

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

MgO

HNV 1:x2)
Winterweizen
12% RP
Korn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,81
0,5
2,21
0,8
0,3
1,04
0,6
1,4
1,72
0,2
0,2
0,36

aa
0,8
Winterweizen
14% RP
Korn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
2,11
0,5
2,51
0,8
0,3
1,04
0,6
1,4
1,72
0,2
0,2
0,36
a
a
0,8
Winterweizen
16% RP
Korn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
2,41
0,5
2,81
0,8
0,3
1,04
0,6
1,4
1,72
0,2
0,2
0,36
a
a
0,8
1) Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt
2) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis (z.B. Korn-Stroh-Verhältnis)
Mikronährstoffe
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 Gramm pro Hektar
    • Kupfer: 90 Gramm pro Hektar
    • Zink: 600 Gramm pro Hektar
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Früh gesäter Winterweizen kann auch im Herbst ab BBCH 12 gedüngt werden
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen:
    • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
    • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

Fachinformationen zur Blattdüngung finden Sie hier!

pH-Wert
  • pH-Wert von 6,0 bis 7,5 ist optimal
  • regelmäßige Kalkung der Böden notwendig, um
    • pH-Wert zu halten
    • Bodenstruktur aufrecht zu erhalten
  • Wichtig: Der pH-Wert allein sagt nichts über den Kalkzustand des Bodens aus

Winterroggen

Winterroggen

Winterrogen ist eine verhältnismäßig anspruchslose und robuste Kultur. Dabei ist er besonders gut an kühle und trockene Bedingungen angepasst. Angebaut wird Winterrogen in Deutschland auf einer Fläche von 538.000 Hektar. Bei einem Hektarertrag von durchschnittlich 50 Dezitonnen werden jährlich ca. 2,7 Millionen Tonnen Winterroggen geerntet.

Stickstoff-Düngung
Ertragsniveau [dt/ha] im 3-Jahres-DurchschnittStickstoffbedarfswert [kg/ha]
Winterroggen70170

Folgende Zu- oder Abschläge sind auf den Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 10 Dezitonnen pro Hektar Mehrertrag über Tabellenwert + 10 Kilogramm Stickstoff pro Hektar
  • Je 10 Dezitonnen pro Hektar Minderertrag unter Tabellenwert – 15 Kilogramm Stickstoff pro Hektar
  • Maximalzuschlag sind 40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar
  • Winterroggen ist eine relativ anspruchslose Kultur und stellt nur geringe Anforderungen an den Standort
  • Eine Stickstoff-Gabe im Herbst ist bei Winterroggen in der Regel nicht notwendig und ist per DüV auch nicht zulässig
Schwefel-Düngung
  • Der Schwefel-Bedarf liegt bei Winterroggen bei 10-20 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • Schwefel-Aufnahme läuft parallel zur Stickstoff-Aufnahme ab, daher sollte die Schwefel-Gabe möglichst mit der ersten Stickstoff-Gabe erfolgen
  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da direkt pflanzenverfügbar
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium

Grundsätzlich muss man sich im Klaren sein, dass im Zuge der neuen Dünge-Verordnung der Stickstoff der begrenzende Faktor sein wird und auch sein muss. In der Praxis sind die Grundnährstoffe leider sehr oft unterversorgt und begrenzen daher das Wachstum und den Ertrag bevor es der angebotene Stickstoff tut.

  • Ziel: Optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgte Winterroggenbestände sind zum Beispiel bei extremen Witterungsbedingungen (Trockenheit) robuster als unterversorgte Bestände
  • Düngemittel:
  • Einsatz von beispielsweise NPK Dünger im Frühjahr: Nährstoffe werden wurzelnah zur Verfügung gestellt, alle Nährstoffe in einem Düngerkorn (bessere Verteilung als Einzelkomponenten),
  • generell gilt, dass Nährstoffe am besten bei einer Ausbringung im Frühjahr von den Pflanzen ausgenutzt werden
  • in Kalkammonsalpeter von einigen Herstellern ist bis zu vier Prozent MgO enthalten
  • Entzüge: Yara Entzugsrechner
  • Wichtig: Unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (zum Beispiel: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 Kilogramm Phosphat oder Kali pro Hektar benötigt.
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen

Nährstoffgehalte von Haupt- und Zwischenfrüchten

HauptfruchtErnteproduktNährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

N

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

P2O5

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

K2O

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

MgO

HNV 1:x2)
Roggen 12% RPKorn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,51
0,5
1,96
0,8
0,3
1,07
0,6
2,0
2,5
0,1
0,2
0,28
a
a
0,9
Roggen 12% RPKorn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,65
0,5
2,1
0,8
0,3
1,07
0,6
2,0
2,4
0,1
0,2
0,28
a
a
0,9
1) Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt
2) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis (z.B. Korn-Stroh-Verhältnis)
Mikronährstoffe
  • Ziel: Stickstoff-Effizienz verbessern durch Ertragsabsicherung beziehungsweise -erhöhung, Vorbeugen von Stresssituationen
  • Düngemittel: Kombinationsprodukte wie zum Beispiel. 2-3 Liter pro Hektar YaraVita GETREIDE PLUS einsetzen
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 Gramm pro Hektar
    • Kupfer: 90 Gramm pro Hektar
    • Zink: 600 Gramm pro Hektar
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen:
    • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
    • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

Fachinformationen zur Blattdüngung finden Sie hier!

pH-Wert
  • pH-Wert von 5,0 bis 6,5 ist optimal
  • regelmäßige Kalkung der Böden notwendig, um
    • pH-Wert zu halten
    • Bodenstruktur aufrecht zu erhalten
  • Wichtig: Der pH-Wert allein sagt nichts über den Kalkzustand des Bodens aus

Wintergerste

Wintergerste

Mit 73,6 Dezitonnen pro Hektar erzielt Wintergerste im Vergleich zu anderen Getreidearten besonders hohe Erträge. Die Erntemenge liegt insgesamt bei jährlich etwa 9 Millionen Tonnen. Angebaut wird Wintergerste in Deutschland von über 90.000 Betrieben auf einer Fläche von ca. 1,2 Millionen Hektar. Verwendung findet Wintergerste vor allem als Futter- und Braugerste.

Stickstoff-Düngung
Ertragsniveau [dt/ha] im 3-Jahres-DurchschnittStickstoffbedarfswert [kg/ha]
Wintergerste70180

Folgende Zu- oder Abschläge sind auf den Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 10 Dezitonnen pro Hektar Mehrertrag über Tabellenwert + 10 Kilogramm Stickstoff pro Hektar
  • Je 10 Dezitonnen pro Hektar Minderertrag unter Tabellenwert – 15 Kilogramm Stickstoff pro Hektar
  • Maximalzuschlag sind 40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar
  • Eine Stickstoff-Gabe im Herbst ist bei Wintergerste in der Regel nicht notwendig, da die Herbstmineralisation oftmals ausreicht
  • Wenn sich Wintergerste im Herbst gut bestockt, kann es sein, dass zur Förderung der Winterhärte ein Mikronährstoffdünger notwendig wird
  • Auf sehr leichten, extrem schweren, untätigen Böden, auf Standorten mit hohem N-Entzug durch die Vorfrucht, nach der Einarbeitung hoher Strohmengen kann in Einzelfällen eine Herbstdüngung notwendig sein (circa 30 Kilogramm Stickstoff pro Hektar)
  • Die DüV begrenzt die Herbstgabe auf 60 Kilogramm Stickstoff gesamt, wobei  bei organischen Düngern maximal 30 Kilogramm  Ammonium je Hektar gedüngt werden dürfen. Ferner ist die Herbstgabe nur bis einschließlich dem 01.10. des Jahres ermöglich, wobei  die Aussaat auch bis zu diesem Datum erfolgt sein muss
Schwefel-Düngung
  • Der Schwefel-Bedarf liegt bei der Wintergerste bei 10-20 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • Schwefel-Aufnahme läuft parallel zur Stickstoff-Aufnahme ab, daher sollte die Schwefel-Gabe möglichst schon mit der ersten erfolgen. Um eine  dauerhafte Schwefelversorgung zu gewährleisten, ist es sinnvoll, zu jeder Gabe etwas Schwefel zu düngen.
  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da direkt pflanzenverfügbar
Wintergerste
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium
  • Ziel: Optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgte Wintergerstenbestände sind zum Beispiel bei extremen Witterungsbedingungen (Trockenheit) robuster als unterversorgte Bestände
  • Düngemittel:
    • Einsatz von beispielsweise NPK Dünger im Frühjahr: Nährstoffe werden wurzelnah zur Verfügung gestellt, alle Nährstoffe in einem Düngerkorn (bessere Verteilung als Einzelkomponenten),
    • generell gilt, dass Nährstoffe am besten bei einer Ausbringung im Frühjahr von den Pflanzen ausgenutzt werden
    • in Kalkammonsalpeter von einigen Herstellern ist bis zu 4% MgO enthalten
  • Entzüge: Yara Entzugsrechner
  • Wichtig: unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (zum Beispiel: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 Kilogramm pro Hektar Phosphat oder Kali benötigt
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen

Nährstoffgehalte von Haupt- und Zwischenfrüchten

HauptfruchtErnteproduktNährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

N

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

P2O5

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

K2O

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

MgO

HNV 1:x2)
Wintergerste 12%Korn(86% )
Stroh(86% TS)
Korn+Stroh 1)
1,65
0,5
2,0
0,8
0,3
1,01
0,6
1,7
1,79
0,2
0,1
0,27
a
a
0,7
Wintergerste 13%Korn(86% )
Stroh(86% TS)
Korn+Stroh 1)
1,79
0,5
2,14
0,8
0,3
1,01
0,6
1,7
1,79
0,2
0,1
0,27
a
a
0,7
1) Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt
2) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis (z.B. Korn-Stroh-Verhältnis)
Mikronährstoffe
  • Ziel: Ertragsabsicherung, Vorbeugen von Stresssituationen, Stickstoff-Effizienz verbessern
  • Düngemittel: Kombinationsprodukte wie zum Beispiel YaraVita GETREIDE PLUS
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 Gramm pro Hektar
    • Kupfer: 90 Gramm pro Hektar
    • Zink: 600 Gramm pro Hektar
  • Düngung: im Herbst: ab BBCH 12; im Frühjahr: BBCH 25-37
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen:
    • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
    • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

Fachinformationen zur Blattdüngung finden Sie hier!

pH-Wert
  • pH-Wert von 6,0 bis 7,5 ist optimal

Wintertriticale

Wintertriticale

Triticale ist eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen. Sie verbindet die positiven Eigenschaften beider Kulturen. Dazu zählen die Ertragsfähigkeit, Backfähigkeit und Kornqualität des Weizens sowie die Robustheit und Anspruchslosigkeit des Roggens. Ursprünglich gezüchtet, um auf schlechteren Standorten Brotgetreide effizient anbauen zu können, wird Triticale heutzutage hauptsächlich als Futtergetreide angebaut. Triticale wächst in Deutschland auf einer Fläche von 390.000 Hektar. Bei einem Hektarertrag von ca. 60 Dezitonnen werden jährlich ca. 230.000 Tonnen Wintertriticale geerntet.

Stickstoff-Düngung
Ertragsniveau [dt/ha] im 3-Jahres-DurchschnittStickstoffbedarfswert [kg/ha]
Wintertriticale70190

Folgende Zu- oder Abschläge sind auf den Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 10 Dezitonnen pro Hektar Mehrertrag über Tabellenwert + 10 Kilogramm Stickstoff pro Hektar
  • Je 10 Dezitonnen pro Hektar Minderertrag unter Tabellenwert – 15 Kilogramm Stickstoff pro Hektar
  • Maximalzuschlag sind 40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar

Nährstoffgehalte von Haupt- und Zwischenfrüchten

Triticale QualitätsstufeErnteproduktNährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

N

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

P2O5

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

K2O

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

MgO

HNV 1:x2)
Wintertriticale
12% RP
Korn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,65
0,5
2,1
0,8
0,3
1,07
0,6
1,7
2,13
0,2
0,2
0,38
a
a
0,9
Wintertriticale
13% RP
Korn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,79
0,5
2,24
0,8
0,3
1,07
0,6
1,7
2,13
0,2
0,2
0,38
a
a
0,9
1) Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt
2) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis (z.B. Korn-Stroh-Verhältnis)
  • Eine Stickstoff-Gabe im Herbst ist bei Wintertriticale in der Regel nicht notwendig und von der DüV nicht vorgesehen
Schwefel-Düngung
  • Der Schwefel-Bedarf liegt bei der Wintertriticale bei 10-20 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • Schwefel-Aufnahme läuft parallel zur Stickstoff-Aufnahme ab, daher sollte die Schwefel-Gabe möglichst mit der ersten Stickstoff-Gabe erfolgen
  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da direkt pflanzenverfügbar
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium
  • Ziel: Optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgte Wintertriticale-Bestände sind zum Beispiel bei extremen Witterungsbedingungen (Trockenheit) robuster als unterversorgte Bestände
  • Düngemittel:
    • Einsatz von beispielsweise NPK Dünger im Frühjahr: Nährstoffe werden wurzelnah zur Verfügung gestellt, alle Nährstoffe in einem Düngerkorn (bessere Verteilung als Einzelkomponenten),
    • generell gilt, dass Nährstoffe am besten bei einer Ausbringung im Frühjahr von den Pflanzen ausgenutzt werden
    • in Kalkammonsalpeter von einigen Herstellern ist bis zu 4% MgO enthalten
  • Entzüge: Yara Entzugsrechner
  • Wichtig: unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (zum Beispiel: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 Kilogramm pro Hektar Phosphat oder Kali benötigt
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen
Mikronährstoffe
  • Ziel: Ertragsabsicherung, Vorbeugen von Stresssituationen, Stickstoff-Effizienz verbessern
  • Düngemittel: Kombinationsprodukte wie zum Beispiel YaraVita GETREIDE PLUS
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 Gramm pro Hektar
    • Kupfer: 90 Gramm pro Hektar
    • Zink: 600 Gramm pro Hektar
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen:
    • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
    • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

Fachinformationen zur Blattdüngung finden Sie hier!

pH-Wert
  • pH-Wert von 5,5 bis 6,5 ist optimal

Sommergerste

Sommergerste

Unter den Sommerungen stellt die Sommergerste die wichtigste Getreidekultur dar. Sie verträgt im Unterschied zu Sommerweizen und Sommerhafer am ehesten eine kürzere Vegetationszeiten durch eine verspätete Aussaat. Die Erntemenge von Sommergerste liegt bei jährlich 1,84 Millionen Tonnen. Angebaut wird Sommergerste in Deutschland auf eine Fläche von ca. 340.000 Hektar mit einem Durchschnittsertrag von 52 Dezitonnen pro Hektar. Wie auch die Winterform wird Sommergerste hauptsächlich als Futter- und Braugerste verwendet.

Stickstoff-Düngung
Ertragsniveau [dt/ha] im 3-Jahres-DurchschnittStickstoffbedarfswert [kg/ha]
Sommerfuttergerste50140
Sommerbraugerste50140

Folgende Zu- oder Abschläge sind auf den Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 10 dt/ha Mehrertrag über Tabellenwert + 10 kg N/ha
  • Je 10 dt/ha Minderertrag unter Tabellenwert – 15 kg N/ha
  • Maximalzuschlag sind 40 kg N /ha
  • Beeinflusst: Kornzahl pro Ähre, Anzahl ährentragender Halme
  • Ziel: ausreichend kräftige Triebe erzeugen
  • Futtergerste: 140 kg N/ha – Nmin (LWK Niedersachsen), hohe N-Mengen können in 1a (zur Saat) und 1b (3-Blattstadium) aufgeteilt werden
  • Braugerste: 120 kg N/ha – Nmin (LWK Niedersachsen), Startgabe möglichst zur oder kurz nach der Saat ausbringen (bis 3-Blatt-Stadium)
  • Düngemittel: N-Dünger mit Nitratanteil bieten den Vorteil, dass das Nitrat unabhängig von der Witterung und den Bodentemperaturen direkt von den Pflanzen aufgenommen wird, daher ist eine schnelle Wirkung gewährleistet
  • Tipp: Zur Andüngung NPK+S einsetzen, Dünger kann direkt zur Saat oder kurz danach ausgebracht werden
  • Zuschläge: schlechte Bodenstruktur, schwere Böden
  • Abschläge: regelmäßige org. Düngung
  • Auf den Einsatz organischer Düngemittel sollte beim Anbau von Braugerste verzichtet werden, da die N-Nachlieferung schnell zu hoch sein kann
  • Stabilisierte Dünger können hier ebenfalls nachteilig wirken, da. Evtl. ein Teil des Stickstoffs zu spät zur Wirkung kommt und in das Protein geht
Schwefel-Düngung
  • Der S-Bedarf liegt beim Sommergerste bei 10-20 kg S/ha
  • S-Aufnahme läuft parallel zur N-Aufnahme ab, daher sollte die S-Gabe möglichst schon mit der ersten erfolgen. Um eine  dauerhafte Schwefelversorgung zu gewährleisten, ist es sinnvoll, zu jeder Gabe etwas Schwefel zu platzieren.
  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da direkt pflanzenverfügbar
Sommergerste Ähre
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium
  • Aufgrund des gering ausgeprägten Wurzelsystems sollten die Grundnährstoffe direkt mit der Startgabe ausgebracht werden (z.B. NPK+Mg+S) (siehe Abb.)
  • Sommerbraugerste: Entzüge: Yara Entzugsrechner
  • Für Braugerste ist der Vollgerstenanteil ein wichtiges Qualitätsparameter. Hier wirkt sich eine Phosphatdüngung zur Aussaat sehr positiv aus, denn es wird für die Kornfüllung benötigt
  • Sommerfuttergerste: Entzüge: Yara Entzugsrechner
  • Wichtig: Unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (z.B: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 kg/ha Phosphat oder Kali benötigt
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen

Nährstoffgehalte von Haupt- und Zwischenfrüchten

HauptfruchtErnteproduktNährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

N

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

P2O5

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

K2O

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

MgO

HNV 1:x2)
Sommerfuttergerste 12% RPKorn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,65
0,5
2,05
0,8
0,3
1,04
0,6
1,7
1,96
0,2
0,1
0,28
a
a
0,8
Sommerfuttergerste 13% RPKorn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,79
0,5
2,05
0,8
0,3
1,04
0,6
1,7
1,96
0,2
0,1
0,28
a
a
0,8
Braugerste 10% RPKorn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,38
0,5
2,05
0,8
0,3
1,04
0,6
1,7
1,96
0,2
0,1
0,28
a
a
0,7
Braugerste 11% RPKorn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,51
0,5
1,86
0,8
0,3
1,04
0,6
1,7
1,96
0,2
0,1
0,28
a
a
0,7
1) Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt
2) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis (z.B. Korn-Stroh-Verhältnis)
Mikronährstoffe
  • Ziel: Ertragsabsicherung, Vorbeugen von Stresssituationen
  • Düngemittel: Kombinationsprodukte wie zum Beispiel YaraVita GETREIDE PLUS einsetzen
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 Gramm pro Hektar
    • Kupfer: 90 Gramm pro Hektar
    • Zink: 600 Gramm pro Hektar
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen:
    • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
    • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

Fachinformationen zur Blattdüngung finden Sie hier!

pH-Wert
  • pH-Wert von 5,5 – 6,0 (leichte Böden) und 6,5 – 7,0 (bessere Standorte) optimal

Sommerweizen

Sommerweizen

Unter den Sommergetreidearten hat Sommerweizen das höchste Ertragspotenzial. Gleichzeitig werden verlässliche Qualitätszuschläge erzielt. Dennoch spielt der Anbau in Deutschland mit einer Anbaufläche von ca. 42.000 Hektar momentan eine untergeordnete Rolle. Auch die Erträge liegen mit 55-85 Dezitonnen pro Hektar unter dem Niveau der Winterform.

Stickstoff-Düngung
Ertragsniveau [dt/ha] im 3-Jahres-DurchschnittStickstoffbedarfswert [kg/ha]
Sommerweizen60200

Folgende Zu- oder Abschläge sind auf den Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 10 dt/ha Mehrertrag über Tabellenwert + 10 kg N/ha
  • Je 10 dt/ha Minderertrag unter Tabellenwert – 15 kg N/ha
  • Maximalzuschlag sind 40 kg N /ha
  • Beeinflusst: Kornzahl pro Ähre, Anzahl ährentragender Halme
  • Ziel: ausreichend kräftige Triebe erzeugen
  • Andüngung mit circa 50 – 60 Kilogramm Stickstoff pro Hektar.  Düngemittel: N-Dünger mit Nitratanteil bieten den Vorteil, dass das Nitrat unabhängig von der Witterung und den Bodentemperaturen direkt von den Pflanzen aufgenommen wird, daher ist eine schnelle Wirkung gewährleistet
  • Tipp: Direkt mit der Startgabe den Schwefelbedarf abdecken (circa 10-20 Kilogramm Schwefel pro Hektar)
  • Zuschläge: schlechte Bodenstruktur, schwere Böden
  • Abschläge: regelmäßige organische Düngung
Schwefel-Düngung
  • Der S-Bedarf liegt beim Sommerweizen bei 10-20 kg S/ha
  • S-Aufnahme läuft parallel zur N-Aufnahme ab, daher sollte die S-Gabe möglichst schon mit der ersten erfolgen. Um eine  dauerhafte Schwefelversorgung zu gewährleisten, ist es sinnvoll, zu jeder Gabe etwas Schwefel zu platzieren.
  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da direkt pflanzenverfügbar
  • YaraVita Thiotrac kann die Schwefelversorgung über das Blatt ergänzen. Es ersetzt aber keine Schwefelgabe zur ersten N-Gabe!
Sommerweizen Ähre
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium
  • Ziel: Optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgte Weizenbestände sind z.B. bei extremen Witterungsbedingungen (Trockenheit) robuster als unterversorgte Bestände
  • Sommerweizen hat den gleichen Bedarf an Grundnährstoffen wie der Winterweizen
  • Düngemittel: Einsatz von z.B. NPK Dünger im Frühjahr zur Aussaat: Nährstoffe werden wurzelnah zur Verfügung gestellt, alle Nährstoffe in einem Düngerkorn (bessere Verteilung als Einzelkomponenten),
  • generell gilt, dass Nährstoffe am besten bei einer Ausbringung im Frühjahr von den Pflanzen ausgenutzt werden
  • in Kalkammonsalpeter von einigen Herstellern ist bis zu 4% MgO enthalten
  • Entzüge: Yara Entzugsrechner
  • Wichtig: Unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (z.B: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 kg/ha Phosphat oder Kali benötigt
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen, dazu bieten sich kulturspezifische YaraMila-Dünger an

Nährstoffgehalte von Haupt- und Zwischenfrüchten

HauptfruchtErnteproduktNährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

N

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

P2O5

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

K2O

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

MgO

HNV 1:x2)
Sommerweizen 12% RPKorn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,81
0,5
2,21
0,8
0,3
1,04
0,6
1,4
1,72
0,2
0,2
0,36
a
a
0,8
1) Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt
2) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis (z.B. Korn-Stroh-Verhältnis)
Mikronährstoffe
  • Ziel: Ertragsabsicherung, Vorbeugen von Stresssituationen, Stickstoff-Effizienz verbessern
  • Düngemittel: Kombinationsprodukte wie zum Beispiel YaraVita GETREIDE PLUS
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 Gramm pro Hektar
    • Kupfer: 90 Gramm pro Hektar
    • Zink: 600 Gramm pro Hektar
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen:
    • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
    • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

Fachinformationen zur Blattdüngung finden Sie hier!

pH-Wert
  • pH-Wert von 6,0 – 7,5 ist optimal

Hafer

Hafer

Hafer kommt vor allem in der Pferdefütterung, aber auch in der menschlichen Ernährung zum Einsatz. Es gilt als eines der gesündesten Getreide. Geerntet werden in Deutschland ca. 535.000 Tonnen Hafer, die auf einer Fläche von ca. 130.000 Hektar angebaut werden. Das Ertragspotenzial liegt bei ca. 46 Dezitonnen pro Hektar. An den Standort stellt Hafer grundsätzlich relativ geringe Ansprüche.

Stickstoff-Düngung
Ertragsniveau [dt/ha] im 3-Jahres-DurchschnittStickstoffbedarfswert [kg/ha]
Hafer55130

Folgende Zu- oder Abschläge sind auf den Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 10 dt/ha Mehrertrag über Tabellenwert + 10 kg N/ha
  • Je 10 dt/ha Minderertrag unter Tabellenwert – 15 kg N/ha
  • Maximalzuschlag sind 40 kg N /ha
  • Beeinflusst: Kornzahl pro Rispe, Anzahl rispentragender Halme
  • Ziel: ausreichend kräftige Triebe erzeugen

In der Regel fällt der gesamte Stickstoff für Hafer zur ersten Gabe, wobei hohe Startgaben von  >60 Kilogramm Stickstoff pro Hektar die Gaben in eine1a und 1b erfolgen sollte: zur Saat und nach Aufgang/Beginn der Bestockung. Spätester Zeitpunkt für die 1b-Gabe: Ende Bestockung

  • Startgabe kann direkt zur Saat ausgebracht werden/Vorsaat
  • Düngemittel: Stickstoff-Dünger mit Nitratanteil bieten den Vorteil, dass das Nitrat unabhängig von der Witterung und den Bodentemperaturen direkt von den Pflanzen aufgenommen wird, daher ist eine schnelle Wirkung gewährleistet
  • Zuschläge: schlechte Bodenstruktur, schwere Böden
  • Abschläge: regelmäßige org. Düngung
Schwefel-Düngung
  • Der Schwefel-Bedarf liegt beim Hafer bei 10-20 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • Schwefel-Aufnahme läuft parallel zur Stickstoff-Aufnahme ab, daher sollte die Schwefel-Gabe möglichst schon mit der ersten Stickstoff-Gabe erfolgen. Um eine  dauerhafte Schwefelversorgung zu gewährleisten, ist es sinnvoll, zu jeder Gabe etwas Schwefel zu platzieren.
  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da direkt pflanzenverfügbar
  • YaraVita Thiotrac kann die Schwefelversorgung über das Blatt ergänzen. Es ersetzt aber keine Schwefelgabe zur ersten Stickstoff-Gabe!
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium
  • Grundnährstoffe direkt mit der Startgabe ausbringen
  • Entzüge: Yara Entzugsrechner App
  • Wichtig: Unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (beispielsweise von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 Kilogramm Phosphat oder Kali pro Hektar benötigt
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen, dazu bieten sich kulturspezifische YaraMila-Dünger an

Nährstoffgehalte von Haupt- und Zwischenfrüchten

HauptfruchtErnteproduktNährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

N

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

P2O5

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

K2O

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

MgO

HNV 1:x2)
Hafer 12% RPKorn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,65
0,5
2,25
0,8
0,3
1,16
0,6
1,7
2,64
0,2
0,12
0,33
a
a
1,1
1) Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt
2) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis (z.B. Korn-Stroh-Verhältnis)
Mikronährstoffe
  • Ziel: Ertragsabsicherung, Vorbeugen von Stresssituationen, Stickstoff-Effizienz verbessern
  • Düngemittel: Kombinationsprodukte wie zum Beispiel YaraVita GETREIDE PLUS
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 Gramm pro Hektar
    • Kupfer: 90 Gramm pro Hektar
    • Zink: 600 Gramm pro Hektar
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen:
    • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
    • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

Fachinformationen zur Blattdüngung finden Sie hier!

pH-Wert
  • pH-Wert von 5,0 bis 6,0 ist optimal

Dinkel

Dinkel

Dinkel, auch Spelzweizen genannt, ist mit dem Winterweizen sehr nah verwandt. Hauptanbaugebiete in Deutschland sind Baden-Württemberg und Bayern, wo zwei Drittel des in Deutschland angebauten Dinkel produziert wird. Im Jahr 2015 wurden circa 70.000 Hektra Dinkel in Deutschland angebaut. der Dinkelanbau findet hauptsächlich auf schwächeren Standorten und in höheren Lagen statt, da er wesentlich anspruchsloser an den Standort ist als Weichweizen.

Der Dinkelanbau wird seit einigen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Hauptanbaugebiete für Dinkel sind Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Leider werden die Anbauflächen von Dinkel seit 2009 nicht mehr separat erfasst, so dass die stetig wachsende Anbaufläche in der Weizenanbaufläche verschwindet. Züchter schätzen die Anbaufläche auf ca. 50.000 Hektar und mehr in Deutschland. Im Vergleich zum Winterweichweizen mit 3,2 Millionen Hektar in 2017 ein echtes Nischenprodukt. 40 Prozent des in Deutschland angebauten Dinkels kommt aus dem ökologischen Landbau, der Rest wird ähnlich intensiv geführt wie Winterweizen. Um besser und vor allem sicherere Erträge zu erhalten wurde schon vor 100 Jahren Weizen eingekreuzt. Vor allem französische Dinkelsorten sind stark weizenlastig, da hier für die Verwendungsrichtung Futterdinkel der Ertrag im Vordergrund steht.

Gängige Dinkelsorten in Deutschland sind

• Zollernspelz
• Franckenkorn
• Oberkulmer Rotkorn
• Divimar
• Filderstolz
• Badenstern
• Badenkrone

Stickstoff-Düngung

Nach neuer DüV wird für die Ermittlung des Düngebedarfes ein Stickstoffbedarfswert zu Grunde gelegt, der anhand der untenstehenden Tabelle in Abhängigkeit vom Ertragsniveau variiert. Der Düngebedarf wird dann mit betriebsindividuellen Zu- und Abschlägen korrigiert, was im Schema „Ermittlung des Düngebedarfes“ deutlich wird.

Ertragsniveau [dt/ha] im 3-Jahres-DurchschnittStickstoffbedarfswert [kg/ha]
Dinkel70180

Folgende Zu- oder Abschläge sind auf den Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 10 dt/ha Mehrertrag über Tabellenwert + 10 kg N/ha
  • Je 10 dt/ha Minderertrag unter Tabellenwert – 15 kg N/ha
  • Maximalzuschlag sind 40 kg N /ha

Zu Vegetationsbeginn wird Dinkel ähnlich dem Weizen mit einer Bestandes regulierenden Startgabe angedüngt. Diese sollte bei einem früh gesätem und ausreichend bestocktem Dinkel bei circa 50 Kilogramm Stickstoff pro Hektar liegen. Auf schweren Böden sind Zuschläge von bis zu 30 Kilogramm Stickstoff pro Hektar notwendig. Da Dinkel weniger stark bestockt als Weizen (Sortenunterschiede beachten), muss dieser Tatsache ebenfalls mehr Rechnung getragen werden. Dies geschieht zum Einen mit der Höhe der ersten Gabe und dem Timing der zweiten Gabe zum Schossen.
Um Schwefelmangel vorzubeugen, sollte die erste Gabe mit einem schwefelhaltigen Dünger gemacht werden. In Summe benötigt Dinkel wir andere Getreidearten 20 bis 30 Kilogramm Schwefel je Hektar.

Schwefel-Düngung
  • Der Schwefel-Bedarf liegt beim Dinkel bei 20 – 30 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • Schwefel-Aufnahme läuft parallel zur Stickstoff-Aufnahme ab, daher sollte die Schwefel-Gabe möglichst mit der ersten oder zweiten Stickstoff-Gabe erfolgen
  • Zur Verbesserung der Stickstoff-Effizienz sollte ein zusätzliche Schwefel-Düngung von 10-15 Kilogramm Schwefel pro Hektar zur Spätgabe erfolgen

  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da nur Sulfat direkt pflanzenverfügbar ist
Dinkel
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium

Grundsätzlich muss man sich im Klaren sein, dass im Zuge der neuen Düngeverordnung der Stickstoff der begrenzende Faktor sein wird und auch sein muss. In der Praxis sind die Grundnährstoffe leider sehr oft unterversorgt und begrenzen daher das Wachstum und den Ertrag bevor es der angebotene Stickstoff tut.

  • Ziel: Optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgte Dinkelbestände sind zum Beispiel bei extremen Witterungsbedingungen (Trockenheit) robuster als unterversorgte Bestände
  • Düngemittel:
    • Einsatz von beispielsweise NPK Dünger im Frühjahr: Nährstoffe werden wurzelnah zur Verfügung gestellt, alle Nährstoffe in einem Düngerkorn (bessere Verteilung als Einzelkomponenten),
    • generell gilt, dass Nährstoffe am besten bei einer Ausbringung im Frühjahr von den Pflanzen ausgenutzt werden
    • in Kalkammonsalpeter von einigen Herstellern ist bis zu 4% MgO enthalten
  • Wichtig: unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (zum Beispiel: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 Kilogramm pro Hektar Phosphat oder Kali benötigt
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen
Mikronährstoffe
  • Entzüge:
    • Mangan: 700 Gramm pro Hektar
    • Kupfer: 90 Gramm pro Hektar
    • Zink: 500 Gramm pro Hektar
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Früh gesäter Dinkel kann auch im Herbst ab BBCH 12 gedüngt werden
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen:
  • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
  • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

Fachinformationen zur Blattdüngung finden Sie hier!

pH-Wert
  • Sehr tolerant bzgl. des pH-Wertes, von 5,5 bis 7,5 ist optimal
  • Anbau daher als abtragende Frucht mit anschließender Kalkung für die Folgefrucht
  • regelmäßige Kalkung der Böden notwendig, um
    • pH-Wert zu halten
    • Bodenstruktur aufrecht zu erhalten
  • Wichtig: Der pH-Wert allein sagt nichts über den Kalkzustand des Bodens aus

Durumweizen

Durumweizen wird vor allem in den sommertrockene Regionen Deutschlands auf einer Fläche von ca. 30.000 Hektar angebaut. Verwendet wird Durumweizen hauptsächlich in der Herstellung von Pasta.
Die jährlich in Deutschland geerntet ca. 90.500 Tonnen Durumweizen reichen jedoch nicht aus, um den Bedarf der Verarbeitung von 400.000 Tonnen zu decken.

Stickstoff-Düngung
Ertragsniveau [dt/ha] im 3-Jahres-DurchschnittStickstoffbedarfswert [kg/ha]
Durumweizen55200

Folgende Zu- oder Abschläge sind auf den Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 10 dt/ha Mehrertrag über Tabellenwert + 10 kg N/ha
  • Je 10 dt/ha Minderertrag unter Tabellenwert – 15 kg N/ha
  • Maximalzuschlag sind 40 kg N /ha
  • Beeinflusst Kornzahl pro Ähre, Anzahl ährentragender Halme
  • Ziel: ausreichend kräftige Triebe erzeugen beziehungweise. erhalten.
  • Andüngung mit 120 kg – Nmin Stickstoff pro Hektar
  • Düngemittel: Stickstoff-Dünger mit Nitratanteil bieten den Vorteil, dass das Nitrat unabhängig von der Witterung und den Bodentemperaturen direkt von den Pflanzen aufgenommen wird, daher ist eine schnelle Wirkung gewährleistet
  • Tipp: Direkt mit der Startgabe den Schwefelbedarf abdecken (circa 10-20 Kilogramm Schwefel pro Hektar)
  • Zuschläge: schlechte Bodenstruktur, schwere Böden
  • Abschläge: regelmäßige organische Düngung
Schwefel-Düngung
  • Der Schwefel-Bedarf liegt beim Durumweizen bei 10-20 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • Schwefel-Aufnahme läuft parallel zur Stickstoff-Aufnahme ab, daher sollte die Schwefel-Gabe möglichst schon mit der ersten erfolgen. Um eine dauerhafte Schwefelversorgung zu gewährleisten, ist es sinnvoll, zu jeder Gabe etwas Schwefel zu platzieren.
  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da direkt pflanzenverfügbar
  • YaraVita Thiotrac kann die Schwefelversorgung über das Blatt ergänzen. Es ersetzt aber keine Schwefelgabe zur ersten Stickstoff-Gabe!
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium
  • Ziel: Optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgte Weizenbestände sind zum Beispiel bei extremen Witterungsbedingungen (Trockenheit) robuster als unterversorgte Bestände
  • Düngemittel:
    • Einsatz von beispielsweise NPK-Dünger im Frühjahr zur Aussaat: Nährstoffe werden wurzelnah zur Verfügung gestellt, alle Nährstoffe in einem Düngerkorn (bessere Verteilung als Einzelkomponenten),
    • generell gilt, dass Nährstoffe am besten bei einer Ausbringung im Frühjahr von den Pflanzen ausgenutzt werden
    • in Kalkammonsalpeter von einigen Herstellern ist bis zu vier Prozent Magnesium-Oxid enthalten

Nährstoffgehalte von Haupt- und Zwischenfrüchten

HauptfruchtErnteproduktNährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

N

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

P2O5

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

K2O

Nährstoffgehalt kg/dt Frischmasse

MgO

HNV 1:x2)
Durumweizen 12% RPKorn (86%)
Stroh (86% TS)
Korn + Stroh1)
1,81
0,5
2,21
0,8
0,3
1,04
0,6
1,4
1,72
0,2
0,2
0,36
a
a
0,8
1) Nährstoffgehalt Haupternte- und Nebenernteprodukt bezogen auf das Haupternteprodukt
2) Haupternteprodukt-Nebenernteprodukt-Verhältnis (z.B. Korn-Stroh-Verhältnis)
  • Wichtig: Unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (zum Beispiel: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 Kilogramm pro Hektar Phosphat oder Kali benötigt
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen
Mikronährstoffe
  • Ziel: Ertragsabsicherung, Vorbeugen von Stresssituationen, Stickstoff-Effizienz verbessern
  • Düngemittel: Kombinationsprodukte wie zum Beispiel YaraVita GETREIDE PLUS
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 Gramm pro Hektar
    • Kupfer: 90 Gramm pro Hektar
    • Zink: 600 Gramm pro Hektar
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen:
    • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
    • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

Fachinformationen zur Blattdüngung finden Sie hier!

pH-Wert
  • pH-Wert von 6,0 bis 7,5 ist optimal