Agrarwetter

Agrarwetter

14-Tage-Agrarwetter

Temperatur leicht steigend

(aktualisiert am 29.05.2020)

Schafskälte kommt!

Zweigeteiltes Wetter in Deutschland hatten wir die letzten paar Tage. Während es im Westen sonnig und fast sommerlich warm war, haben wir im Osten und Südosten bei Wolken, etwas Regen und kühler Luft gefroren.

So geht’s auch über das Pfingstwochenende weiter. Im Westen und Nordwesten scheint oft die Sonne und entlang des Rheins bekommen wir gut 25 Grad. An der Nordsee bleibt es mit der kühlen See meist unter 20 Grad. In Ostbayern und Sachsen schwappen immer wieder Schauerwolken von Osten her zu uns rein. Hier scheint nur zwischendurch mal die Sonne, und mit 14 bis 18 Grad ist es hier auch deutlich kühler.

In der neuen Woche ändert sich die Wetterlage. Dann wird’s auch im Osten endlich wärmer – deutschlandweit generell 22 bis 28 Grad. Allerdings ist das eine recht schwüle Wärme, so dass sich am Nachmittag immer wieder Schauer und lokal unwetterartige Gewitter entwickeln können.

Ab Ende der Woche klopft von Nordwesten her die Schafskälte an. Der recht böige Wind dreht auf Nordwest und versorgt uns mit eisiger Polarluft. So sinken die Temperaturen von Nordwest nach Südost auf nur noch 12 bis 15 Grad, und dazu haben wir es immer wieder mit Schauern zu tun. Nachts wird es bei Aufklaren empfindlich kalt, vereinzelt bekommen wir es sogar mit Bodenfrost zu tun.

In der zweiten Juniwoche wird es dann ganz langsam wieder wärmer. Wir bekommen einen Mix aus Sonnenschein und Schauern, immer wieder kann sich auch ein Gewitter dazwischen mogeln. Dabei steigen die Werte wieder über 20 Gard, im Regen sind es allerdings nur um die 14 Grad.

So viel zum Wetter für dieses Mal. Auch wenn wir immer wieder mit Schauern rechnen müssen, reicht das nicht aus, um die Trockenheit nachhaltig zu mindern. Das Wasser der kurzen starken Regengüsse fließt oberflächlich ab und dringt nicht in die tieferen Schichten. Eigentlich bräuchten wir einen mehrere dauernden Landregen, der aber derzeit nicht in Sicht ist.

Ihr Agrarmeteorologe
Andreas Fincke