14-Tage-Agrarwetter
Im Nordosten Bodenfrostgefahr!
Die so genannte kalte Seite des Hochs hat es im Frühling wahrlich in sich. Das bedeutet, dass das Hoch die meisten Wolken fernhält. Dennoch, trotz der starken Frühlingssonne will es nicht so richtig warm werden. Schuld daran ist ein starker Nordwind, der uns mit Kaltluft aus der Polregion versorgt.
So scheint an diesem letzten Aprilwochenende meist die Sonne, nur gelegentlich ziehen dichtere Wolkenfelder hauptsächlich durch den Norden und den Osten. Es bleibt aber überall trocken. Die Temperaturen bleiben deutlich hinter unseren Erwartungen zurück, mehr als 12 bis 16 Grad werden es nicht. An der See und im Nordosten frieren wir teilweise sogar bei einstelligen Werten. Nachts sinken die Temperaturen auf 6 bis 2 Grad, nordöstlich der Elbe ist sogar geringer Frost möglich.
Die ganze Woche bleibt es relativ unterkühlt, es wird allenfalls im Südwesten wärmer als 15 Grad sonst bleibts bei 9 bis 13 Grad. Dazu ist es leicht wechselhaft, immer wieder ziehen dichtere Wolkenfelder durch. Regen fällt vor allem in der Osthälfte, aber auch im Nordwesten kann es mal nass werden. In den Hochlagen der Berge kann es sogar schneien. Nachts wird es weiterhin empfindlich kalt. Meist liegen die Tiefstwerte bei 5 bis null Grad. Frost droht vor allem in den östlichen Mittelgebirgen. Der Start in den Mai verläuft also denkbar unterkühlt.
Zum Wochenende wird die Luft so langsam wieder wärmer. Dabei wechseln sich Sonnenschein und Wolken ab, nass wird es am ehesten im Bergland. Die Temperaturen steigen auf 13 bis 18 Grad, nachts geht die Frostgefahr auch in den Bergtälern zurück.
Die erste Maiwoche wird dann deutlich sonniger und wärmer – so die Langfrist-Prognose. Die Temperaturen steigen auf 17 bis 22 Grad, ab Wochenmitte sind im Westen auch sommerliche Werte um die 25 Grad möglich. Nachmittags und abends können sich aus den Alpen heraus und in den Mittelgebirgen ein paar Wärmegewitter bilden, die aber nicht allzu dramatisch sein dürften.
So viel zum Wetter für dieses Mal. Hoffen wir mal dass die Kaltluft nicht zu gefährlichen Luftfrost führt sondern bei geringem Bodenfrost im Osten bleibt. Im Mai gibt es in jedem Fall viel Sonne und trockene Luft für die erste Heuernte der Saison. Allerdings kann die Trockenheit in der Mitte und im Westen auch wieder zum Problem werden….
Ihr Agrarmeteorologe
Andreas Fincke

