Düngung im Frühjahr- Getreide: Auf einen guten Start kommt es an

Winterweizen Andüngen im Frühjahr

Wer hohe Erträge erzielen will, der sollte an der Startgabe nicht sparen. Denn sie legt den Grundstein für hohe Erträge. Entscheidend hierbei ist aber nicht nur die Stickstoffmenge, sondern auch die Stickstoff-Form.

Bestandesdichte, Anzahl Körner pro Ähre, Korngewicht – viele Faktoren bestimmen beim Getreide den Ertrag. Doch die Basis all dessen wird schon im Frühjahr gelegt – und zwar mit der Startgabe. Sie hat das Ziel, die Pflanzen in ihrem Wachstum zu fördern, sodass sie viele ährentragende Halme bilden. Sie sollte deshalb nicht zu knapp ausfallen. Berücksichtigen Sie bei der ersten Gabe den Zustand Ihres Pflanzenbestandes. Wichtige Fragen hierbei: Wie ist der Bestand aus dem Winter gekommen? Wie hoch ist die Bestandesdichte?

Startgabe: Folgende Stickstoffmengen haben sich in der Praxis bewährt

Die mineralische Startgabe sollte zwischen 60 und 80 kg Stickstoff je Hektar liegen. Je nach Boden, darf es gerne auch etwas mehr oder weniger sein:
• Auf leichten und aktiven Böden in wärmeren Lagen können Sie die Düngermenge zum
Start etwas reduzieren.
• Auf schweren, kalten und untätigen Böden oder in Regionen mit spätem
Wachstumsbeginn sollten Sie die Stickstoffmenge zur ersten Gabe erhöhen.

Wichtig: Die Düngeverordnung sieht begrenzte Stickstoffmengen vor. Wer Wert auf hohe Erträge legt, und dafür bereit ist, einen etwas niedrigeren Eiweißwert in Kauf zu nehmen, sollte nicht bei den ersten beiden Gaben, sondern besser bei der Qualitätsdüngung sparen. Die ersten Gaben legen schließlich den Grundstein für hohe Erträge.

Welche Stickstoff-Form empfiehlt sich zum Start?

Nitrat-Stickstoff ist ein wichtiger Treibstoff für das Pflanzenwachstum. Zu Vegetationsbeginn können ihn die Pflanzen trotz niedriger Temperaturen direkt aufnehmen – im Gegensatz zu dem organisch gebundenen Stickstoff aus dem Boden und der Gülle. Deshalb empfiehlt sich, zum Start Nitrat-Stickstoff einzusetzen.

Schwefel früh düngen ist wichtig!

Schwefel darf zum Vegetationsbeginn ebenfalls nicht fehlen. Der Nährstoff ist ein wesentlicher Bestandteil von Aminosäuren, Coenzymen und Vitaminen. Zudem beeinflusst er entscheidend den Ertrag und den Eiweißgehalt des Ernteguts. Aufgrund der Rauchgas-Entschwefelung in der Industrie sind die Schwefeleinträge aus der Atmosphäre deutlich zurückgegangen. Sie sind mittlerweile zu niedrig, um einen nennenswerten Beitrag zur Versorgung der Kulturpflanzen zu leisten. Gleichzeitig sind die Erwartungen an Ertrag und Qualität gestiegen. Gülle und andere Wirtschaftsdünger enthalten Schwefel hauptsächlich in organischen Verbindungen, die die Pflanzen erst nach Umwandlung zu Sulfat aufnehmen können. Frühestens ab April bzw. Mai werden nennenswerte Mengen an Schwefel aus organischen Quellen freigesetzt. Zu spät für Raps, Grünland und Getreide.

Fazit

Daher empfiehlt sich: Wählen Sie einen Dünger, der Ammoniumnitrat und sofort verfügbaren Sulfat-Schwefel enthält. So gehen Sie sicher, dass die Nährstoffe den Pflanzen sofort zur Verfügung stehen. Wichtig ist auch ein ausgeglichenes Nährstoff-Verhältnis. Bewährt hat sich ein Stickstoff-Schwefel-Verhältnis von 4:1, wie es zum Beispiel der Dünger YaraBela Sulfan enthält. So werden die Pflanzen effizient und ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Außerdem sparen Sie mit einem kombinierten Stickstoff-Schwefel-Dünger zusätzliche Überfahrten.

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