Wann ist die Düngung erlaubt?

Stickstoffdüngung im Herbst zu Winterraps

Stickstoffdüngung im Herbst zu Winterraps

Die Stickstoffdüngung im Herbst ist durch die gültige Düngeverordnung erheblich eingeschränkt. Aber: in manchen Fällen ist eine Düngung erlaubt. So zum Beispiel zu Winterraps bis zum ersten Oktober, wenn die Aussaat bis zum 15. September erfolgt.

Raps benötigt im Herbst einen guten Start. Langjährig organisch gedüngte Standorte liefern in der Regel gut nach und stellen dem Raps ausreichend Stickstoff zur Verfügung. Auch die Entwicklung der Vorfrucht und verbliebene Erntereste auf dem Feld sind zu berücksichtigen. Wie man sich auch entscheidet, es darf nicht mehr als 60 Kilogramm Gesamt-Stickstoff oder 30 Kilogramm Ammonium-Stickstoff gedüngt werden. Ausgenommen von diesen Obergrenzen sind Mist und Kompost. Begrenzend ist, was zuerst erreicht ist. Bei allen Düngemitteln ist der Gesamt-Stickstoffgehalt zu berücksichtigen. Das heißt, auch bei Gülle und Gärrest dürfen im Herbst keine gasförmigen Verluste abgezogen werden.

Zusätzlich darf nur gedüngt werden, wenn ein Stickstoff-Bedarf besteht. Die Vorgaben zur Ermittlung des N-Bedarfs sind regional unterschiedlich. Beachten Sie unbedingt die Bestimmungen der Bundesländer. Mit der Software Yara Plan können Sie die Herbstdüngung einfach planen und dokumentieren.

Soll mineralisch gedüngt werden, ist eine Kombination mit weiteren Nährstoffen sinnvoll. Es bieten sich dafür schwefelhaltige NPK-Dünger an. Bei reinem Stickstoffbedarf sollte trotzdem Schwefel ergänzt werden, denn Schwefel erhöht die Stickstoffausnutzung. Um den Raps gezielt zu fördern ist ein Nitratanteil auf alle Fälle sinnvoll. Die Kaliumaufnahme der Pflanze wird dadurch erhöht und die Winterhärte verbessert. Zusätzlich kann die Winterhärte durch eine Blattdüngung mit den Mikronährstoffen Bor und Mangan gesteigert werden.

FAZIT

Bei Bedarf kann auch im Herbst eine Düngung zum Winterraps erfolgen, um eine ausreichende Winterhärte zu erlangen und ein ungestörtes Wachstum nach Vegetationsbeginn sicherzustellen. Beachten Sie auf jeden Fall die Grenzwerte und Sperrfristen.

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