Pflanzen im Stress

Nährstoffe für vitale Bestände

Nährstoffe für vitale Bestände

Zu kalt, zu trocken und dann noch Pflanzenschutzmittel auf dem Blatt? Das ist purer Stress für die Pflanzen. Mit der richtigen Nährstoffkombi können Sie Ihre Kulturen unterstützen.

Die Kälte und die fehlende Bodenfeuchte erschweren erheblich die Aufnahme von Mikronährstoffen und Phosphat. Aber genau diese spielen eine wichtige Rolle bei der Entgiftung von aufgenommenen Wirkstoffen. Ohne genügend Mangan, Kupfer und Zink bildet die Pflanze nur unzureichend Hormone, Kohlenhydrate, Eiweiße, Cellulose und Lignin. Das Wurzelwachstum stockt, die Energieübertragung aus der Photosynthese in den Stoffwechsel läuft nur mühselig.

Mikronährstoffe helfen bei Stress
Das Pflanzenhormon Superoxid-Dismutase (SOD) ist besonders betroffen. Die SOD spielt eine wichtige Rolle bei dem Abfangen von Sauerstoffradikalen, die oxidativen Stress in der Pflanze verursachen. Die freien Radikale entstehen durch Umweltstress und durch verschiedene Pilzinfektionen. Wichtige Bestandteile der SOD sind Kupfer, Zink und Mangan. Ohne diese Mikronährstoffe arbeitet die SOD nicht richtig. Daher: Achten Sie aktuell besonders bei Getreide auf eine optimale Versorgung mit diesen drei Nährstoffen.

Sommerungen brauchen zusätzlich Phosphat
Bei den Sommerungen stockt zurzeit auch die Phosphat-Aufnahme. Einen schnellen Effekt erzielen Sie mit einer Phosphat-Düngung über das Blatt. Diese sollten Sie mit kulturspezifischen Mikronährstoffen ergänzen. Zum Beispiel brauchen alle Leguminosen zusätzlich über das Blatt Bor. Mangan und Zink sind bei Trockenheit oder bei pH-Werten von mehr als 6,2 sinnvoll. Für Sommergetreide bieten sich Blattdünger mit Phosphat, Mangan, Kupfer und Zink an.

FAZIT:
Bei Stress ist es wichtig, die Pflanzen gezielt zu unterstützen. Je nach Kultur und Situation empfehlen sich die Mikronährstoffe Mangan, Kupfer, Zink und Bor sowie der Hauptnährstoff Phosphor.

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