Höhere Rapserträge erzielen – mit der richtigen Stickstoff-Form

Welchen Dünger zu Gülle und Gärresten kombinieren?

Welchen Dünger zu Gülle und Gärresten kombinieren?

Seit dem 1. Februar darf lauf Düngeverordnung Gülle ausgebracht werden. Da es noch recht kalt ist, wirken die Nährstoffe in der Gülle nicht sofort. Daher ist es sinnvoll, einen mineralischen Stickstoff-Schwefel-Dünger zu ergänzen, der sofort pflanzenverfügbare Nährstoffe enthält. Dies kann den Rapsbestand fördern.

Der Stickstoff in Gülle und Gärresten liegt überwiegend in zwei Formen vor – als Ammonium und in organisch gebundener Form.

  • Ammonium-Stickstoff ist zwar direkt verfügbar, er muss aber von den Pflanzen aktiv aufgenommen werden. Außerdem wirkt er relativ langsam.
  • Organisch gebundener Stickstoff muss erst von den Mikroorganismen mineralisiert werden, bevor er für die Pflanzen verfügbar wird. Deshalb wirkt er noch langsamer als Ammonium.

Damit der Pflanzenbestand zu Wachstumsbeginn möglichst schnell mit pflanzenverfügbaren Stickstoff versorgt wird, sollten Sie nitrathaltige Dünger ergänzen. Dies gilt ganz besonders für Kulturen, die schon früh einen hohen Nährstoffbedarf haben, wie zum Beispiel Raps und Grünland.

Auch der Schwefel in der Gülle liegt überwiegend nicht in direkt verfügbarer Form vor. Eine mineralische Schwefeldüngung mit der Startgabe ist deshalb besonders wichtig.

Dies zeigt auch ein Versuch in Winterraps, der im vergangenen Jahr auf sechs Standorten in Deutschland durchgeführt wurde: Durch die Gabe eines nitrathaltigen Düngers konnten gegenüber einer Düngung von Harnstoff und Ammonium im Mittel über alle Standorte 8,5 Prozent mehr Raps geerntet werden.

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