14-Tage-Agrarwetter
Frühlingsanfang mit Schönheitsfehlern…
Jetzt, Mitte März, kommt uns das Wetter fast wie im April vor. Mal Sonne, dann wieder Wolken, Schauer, teils mit Graupel, örtlich auch kurze Gewitter… von allem ist etwas dabei. Schuld daran ist die Kombination aus dem noch kalten Wasser an Meer und Seen und der milden Frühlingsluft.
An diesem Wochenende geht die Achterbahnfahrt weiter. Von Westen nähern sich immer neue Schauer, die bis ins höhere Flachland mit Schnee oder Graupel vermischt sein können. Dazwischen scheint auch mal kurz die Sonne. Die Temperaturen liegen nur noch bei 4 bis 8 Grad, am Samstag im Osten noch bei 12 Grad. Dann wird es aber auch hier spürbar kälter. Nachts ist bei Aufklaren geringer Frost möglich.
In der neuen Woche beruhigt sich das Wetter so langsam. Zum Start in die Woche gibt es im Südosten und im östlichen Bergland noch ein paar Schauer, die durchaus mit Schnee vermischt sein können. Tagsüber haben 5 bis 9 Grad, nachts oft leichten bis mäßigen Frost. Ab Wochenmitte wird es dann immer sonniger und auch leicht wärmer. Nach kalten, teils eisigen Nächten scheint die Sonne und die Werte klettern auf 9 bis 14 Grad.
Am darauf folgenden Wochenende bildet sich erneut eine Luftmassengrenze aus: Im Nordosten ist es kühl und bewölkt, hier liegen die Temperaturen meist bei 2 bis 7 Grad. Im restlichen Deutschland haben wir immerhin 8 bis 14 Grad. Dazu scheint hier meist die Sonne durch lockere Wolken. Entlang der Luftmassengrenze kann es immer wieder etwas Regen oder auch Schneeregen geben, sonst bleibt es meist trocken.
Der Trend Richtung Monatsende verspricht typisches Frühlingswetter: Zunächst ist es im Süden noch wechselhaft mit Schauern, im Bergland mit Schnee, dann setzt sich immer besser die Sonne durch. Die Temperaturen bleiben allerdings etwas gemäßigt mit 7 bis 13 Grad – auch mit viel Sonne wird es kaum wärmer. Nachts herrscht verbreitet geringer Frost um minus 2 Grad.
So viel zum Wetter für dieses Mal. Am 20.3. ist ja Tag-und-Nacht-Gleiche, also kalendarischer Frühlingsanfang. Im Südwesten ist das Wetter tatsächlich frühlingshaft, während im Nordosten ein winterlich kalter Ostwind weht. In jedem Fall müssen wir unsere empfindlichen Saaten noch vor dem Nachtfrost schützen, der uns fast überall in Deutschland treffen kann…
Ihr Agrarmeteorologe
Andreas Fincke

