14-Tage-Agrarwetter
Etwas milder
Allmählich neigt sich der Januar seinem Ende zu, sicherlich merken Sie es auch schon, dass es abends bereits spürbar länger hell ist. Morgens bleibt es noch lange dunkel, ein Zeichen für die wenig symmetrische Bewegung unserer Erde. Jedenfalls haben wir gerade erst mal Halbzeit im Winter, klimatologisch gesehen sind sogar die tiefsten Temperaturen erst im Februar zu erwarten.
Und winterlich bleibt es auch vorerst: An diesem Wochenende dominieren die Wolken, am Samstag kann es im Nordwesten örtlich tückischen Glatteis-Regen geben. Ansonsten bleibt es meist trocken. Die Temperaturen erreichen meist minus 3 bis plus 4 Grad, wobei die höchsten Werte ganz im Westen erreicht werden. Am Sonntag fängt es von den Alpen her an zu schneien, der Schneefall breitet sich im Tagesverlauf über die ganze Südhälfte aus. Im Norden bleibts dagegen meist trocken, wenn auch bei grauem Himmel. An den Temperaturen ändert sich nur wenig, es bleibt bei Werten um den Gefrierpunkt.
Die neue Woche wird relativ unbeständig, meist dominieren Wolken am Himmel. Am Montag und Dienstag ist es abgesehen von kurzen Schneeschauern meist trocken, aber ab Mittwoch zieht von Westen her neuer Schnee auf. Der Schnee kann in der Westhälfte und in tiefen Lagen auch in Regen übergehen. Vorsicht, dann müssen wir erneut mit Glatteis rechnen! Der kräftige Nachtfrost mildert sich ab, nachts liegen die Werte nur noch bei 0 bis minus 5 Grad. Tagsüber schwanken die Höchsttemperaturen zwischen minus 1 und plus 4 Grad.
Das Wochenende zum Monatswechsel bringt uns deutlich milderes Wetter. Von Westen her geht der Schnee in Regen über, der Regen kann vor allem im Osten gefrieren. Dazu weht zeitweise ein böiger Südwestwind. Die Temperaturen steigen knapp an 10 Grad am Rhein, im Osten sind es 2 bis 5 Grad. Nachts ist es meist frostfrei, nur im Nordosten kann sich minus 2 Grad kalte Luft noch etwas länger halten.
Auch die ersten Februartage zeigen sich eher grau als blau, die Sonne zeigt sich allenfalls zwischendurch mal. Besonders ungemütlich ist es ganz im Norden, hier treibt böiger Wind immer wieder Regen oder Schneeregen vor sich her. Die Temperaturen liegen hier nur bei 0 bis 3 Grad, fühlen sich im Wind aber deutlich kälter an. Im Westen haben wir 5 bis 10 Grad mildes Wetter, hier regnet es nur zwischendurch mal. Richtung Südosten kann es bei Werten um den Gefrierpunkt zwischendurch leicht schneien.
So viel zum Wetter jetzt zur Winter-Halbzeit. Wie Sie sehen, haben wir es diesmal mit einem echten Winter zu tun, viel kälter als die Jahre zuvor. Von daher ist alles, was an Feldarbeiten erinnert noch weit weg. Arbeiten im Wald sind dagegen meist möglich, meist sind die Böden hier gut befahrbar…
Ihr Agrarmeteorologe
Andreas Fincke

