14-Tage-Agrarwetter
Frühwinterliches Schmuddelwetter!
Der November ist jetzt dann zu Ende – und damit auch der Herbst im meteorologischen Sinne. Und damit haben wir ab dem 1.Dezember offiziell Winter. Einen Vorgeschmack auf die kalte Jahreszeit hatten wir ja bereits, in der nächsten Zeit ist ein echter Wintereinbruch mit Schnee und Dauerfrost aber nicht absehbar. Viel mehr zieht ein Tief nach dem anderen über uns hinweg.
An diesem ersten Adventswochenende wird’s in ganz Deutschland relativ mild. Der Samstag startet im Südosten noch bei leichtem Frost mit gefrierendem Regen und Glatteisgefahr. Sonst starten wir frostfrei ins Wochenende. Meist dominieren Wolken am Himmel, die Sonne kann sich allenfalls gelegentlich mal zeigen. Dabei kann es zwischendurch leicht nieseln, im Nordwesten regnet es auch mal stärker. Hier macht sich ein Nordsee—Sturmtief vor allem am Sonntag mit stürmischen Böen bemerkbar.
In der neuen Woche, die gleichzeitig den Start in den Dezember markiert, haben wir typisch frühwinterliches Schmuddelwetter. Dabei liegen die Temperaturen im Südosten nur wenig über null Grad, während es im Nordwesten bis auf 8 Grad rauf geht. Nachts müssen wir nur im etwas kühleren Südosten mit leichtem Frost rechnen, sonst bleibt es frostfrei. Dabei haben wir es erneut mit einem meist grauen Himmel zu tun, der nur wenig Sonne durchlässt. Zwischendurch fällt etwas Regen, im Süden und Osten kann es auch leicht schneien.
Das zweite Adventswochenende steht ganz im Zeichen eines Sturmtiefs, das über den Norden hinwegzieht. So haben wir es vor allem in der Nordhälfte mit kräftigen Böen und starkem Regen zu tun. Nach Südosten hin regnet es zwar auch, aber bei weitem nicht so viel wie im Nordwesten. Das Tief bringt und recht milde Luft, so dass Schnee nur in höheren Berglagen fällt. Die Höchstwerte erreichen 4 bis 10 Grad, wobei der Samstag der wärmere Tag ist.
Der Trend bis Mitte Dezember verspricht nur wenig Änderung: Zunächst ist es oft trocken, teils sogar sonnig, besonders im Osten. Die Temperaturen liegen bei 1 bis 6 Grad tagsüber. Nachts geht’s nur in der Südosthälfte unter den Gefrierpunkt. Später kündigt sich von Westen das nächsten Tief mit Regen und auflebendem Wind an.
So viel zum Wetter für dieses Mal. Gut, dass die Agrarsaison beendet ist, die Felder wären vielerorts kaum befahrbar. Ansonsten beginnt für viele Landwirte jetzt die etwas ruhigere Zeit für nötige Reparaturen, oder – noch lästiger – die staatlich geforderte Bürokratie mit den entsprechenden Anträgen und Formularen zu befriedigen.
Ihr Agrarmeteorologe
Andreas Fincke

