14-Tage-Agrarwetter
Herbst in allen Schattierungen!
Atlantische Herbststürme legen jetzt, zum Oktoberfinale richtig los. Eine Woche ist also wettermäßig richtig Action angesagt, bevor wir in die Novemberruhe einziehen. Schauen wir uns das Ganze etwas genauer an:
An diesem Wochenende wird besonders der Nordwesten und Westen vom Sturm getroffen. Auf den Ostfriesischen Inseln sind sogar Orkanböen möglich. Mit jedem Kilometer Richtung Südosten flaut der Wind ab, so dass Sie Samstagmorgen an der unteren Donau nur noch ein laues Lüftchen trifft. Im Laufe des Wochenendes dehnt sich Regen und Starkwind bis an die Alpen aus, überall bekommen wir die ungemütliche Seite des Herbstes zu spüren. Bei Werten zwischen 7 und 12 Grad kann es auch länger und intensiv schütten, die Schneefallgrenze in den Bergen steigt von 1200 wieder über 2000 Meter.
Die letzte Oktoberwoche wird sehr unterschiedlich: Im Norddeutschen Tiefland spüren Sie weiterhin den starken Wind des Sturmtiefs, der immer wieder Regenwolken in die Küstenregion bringt. Hier bleibt es bei Werten von gut 10 Grad. Im Rest Deutschlands erleben wir in der ersten Wochenhälfte eine kurze Stippvisite des Goldenen Oktober mit Sonnenschein und Temperaturen bis an die 20 Grad. Zur Wochenmitte überziehen Schauer die ganze Republik, die auch die Temperaturen wieder drücken. In der zweiten Wochenhälfte breitet sich ein Hoch aus, das auch an der See den Wind abflauen lässt. So haben wir den typisch herbstlichen Sonne-Hochnebel-Mix mit Höchstwerten um 12 Grad.
Das Halloween-Wochenende gibt sich eher ruhig. Am Samstag kann es noch gelegentlich etwas regnen, besonders in der Mitte. Sonntag bleibt es meist trocken. Dennoch ist der Himmel oft grau, nur örtlich setzt sich mal die Sonne durch. Die Höchstwerte liegen im Dauergrau eher um 6 Grad, sonst sind auch 10 Grad möglich.
Die erste Novemberwoche könnte sich nach aktuellen Modellen recht kalt geben. Von Osten sickert eisige Luft nach Deutschland, so dass es östlich der Elbe und in Niederbayern kaum noch über 5 Grad wird. Nachts droht Frost bis minus 3 Grad. Im Westen dagegen bleibts noch bei zweistelligen Höchstwerten – zumindest wenn sich die Sonne durchsetzt. Meist ist der Himmel aber grau mit Nebel und Hochnebel, gelegentlich nieselt es. An der polnischen Grenze ist auch Schneegriesel möglich. Diese Langfristprognose ist aber noch sehr unsicher.
So viel zum Wetter für dieses Mal. Mit einem Blick in die Natur sieht man, dass die Bäume für die Jahreszeit noch viele Blätter haben. Das wird sich mit den ersten Frostnächten ganz schnell ändern. Und noch ein letzter Tipp: Vergessen Sie dieses Wochenende nicht die Zeitumstellung auf Winterzeit!
Ihr Agrarmeteorologe
Andreas Fincke

