14-Tage-Agrarwetter
Unbeständiger Monatsstart
Der Monatswechsel in den September ist gleichzeitig der meteorologische Herbstanfang. Und herbstlich mutet das Wetter bereits in weiten Teilen Deutschlands an – auch wenn es immer wieder mit Sonne einen Hauch Altweibersommer hat. Und auch die ersten Blätter an den Bäumen verfärben sich bereits.
An den letzten beiden August-Tagen haben wir einen Wechsel aus Schauern und Sonne. Am Samstag ziehen die letzten Schauer aus dem Süden und dem Osten ab, es wird zum Abend deutlich sonniger. Dabei ist es vor allem im Süden und Westen recht frisch mit nur 17 bis 20 Grad, im Osten werden es bis zu 24 Grad. Am Sonntag starten wir mit etwas Frühnebel ansonsten viel Sonne in den Tag. Nachmittags ziehen im Westen aber schon wieder erste Schauer und Gewitter auf. Immerhin verabschiedet sich der August mit 22 bis 27 Grad warmer Luft.
Die erste Septemberwoche wird sehr unbeständig. Immer wieder ziehen Regenfronten von West nach Ost über uns hinweg. Nahezu jeden Tag fällt irgendwann mal Regen, am ehesten verläuft der Donnerstag in der Südosthälfte trocken. Die Temperaturen erreichen im Regen nur 14 bis 18 Grad. Sobald die Sonne länger raus kommt, sind es immerhin 20 bis 24 Grad, im Osten können es auch 27 Grad werden.
Am ersten Septemberwochenende dominieren der Sonnenschein und spätsommerliche Wärme. Am Samstag ziehen letzte Schauer ab, dann scheint nach Frühnebel meist die Sonne. Dabei klettern die Temperaturen auf 22 bis 27 Grad. Wolkiger mit einem geringen Schauerrisiko ist es nur ganz im Nordwesten.
Danach – in der zweiten Septemberwoche – überquert uns zunächst eine Kaltfront, die uns viel Regen und herbstliche Werte um 15 Grad beschert. Ab Wochenmitte – so der Langzeit Trend – sollten mit einem Hoch aber Sonnenschein und bis zu 24 Grad zurückkehren.
So viel zum Wetter für dieses Mal. Wie Sie sehen ist die nächste Zeit doch sehr unbeständig. Aber immerhin nicht allzu kalt, vor allem sind wir weit vom nächtlichen Bodenfrost weg. So haben die frisch ausgebrachten Saaten für das Wintergetreide ideale Bedingungen zum Keimen und Wurzeln.
Ihr Agrarmeteorologe
Andreas Fincke