Welche Mikronährstoffe braucht der Mais?

Welche Mikronaehrstoffe braucht der Mais

Gerade bei Trockenheit kann es sein, das die Maispflanzen nicht ausreichend Mikronährstoffe aus dem Boden aufnehmen können. In diesem Fall sollten Sie die fehlenden Nährstoffe über das Blatt düngen. Doch von welchen Mikronährstoffen braucht der Mais wie viel? 

Die Nährstoffabfuhr einer Maisernte hängt einerseits vom Ertrag, aber auch von der Nährstoffverfügbarkeit im Boden ab. 

Mikronährstoffgehalte Mais

Mikronährstoffbedarf Silomais

Wird Mais gedroschen, bleiben bei ManganKupfer und Bor 75 bis 85 % dieser Mengen im Stroh und damit auf dem Feld. Nur Zink findet sich mit mehr als 60 % der Gesamt-Aufnahme im Maiskorn wieder. 

Mangan und Bor nehmen die Pflanzen während der vegetativen Phase zügig auf. IZehn-Blattstadium haben sie bereits ein Viertel des Bedarfs aufgenommen, kurz vor Rispenschieben etwa 60 %.  

Die Kupfer- und Zink-Aufnahme kommt hingegen erst langsam in Gang. Sie steigt von rund 15 % im Zehn-Blattstadium auf etwa 40 % mit Schieben der Maisrispe. Den höchsten Zink-Bedarf hat der Mais zu Beginn der Kornbildung. Allerdings wirkt sich auch schon ein früher Zinkmangel stark auf den Ertrag aus. Zink wird bei hoher Phosphatverfügbarkeit an der Wurzel schlechter aufgenommen.  

Zusätzlich beeinträchtigen Trockenheit, hohe pH-Werte im Boden und hohe Gehalte an organischer Substanz die Aufnahme von Mikronährstoffen. Achten Sie frühzeitig im Mais auf Blattverfärbungen und überprüfen Sie auch das Wurzelwachstum. 

Zinkmangel im Mais:

Zinkmangel im Mais

Das sind die Folgen eines Mikronährstoffmangels im Mais

Zinkmangel sorgt dafür, dass die Zellstreckung eingeschränkt ist und mindert den Ertrag. 

Ein Bormangel zeigt sich durch eine reduzierte Wurzelbildung, die Wurzeln sind seitlich kaum verzweigt. Später wirkt sich Bormangel auf die Bekörnung am Kolben aus. 

Bei Manganmangel ist die Photosynthese eingeschränkt und damit die Biomassebildung. 

 Kupfer ist ein Gegenspieler von Stickstoff. Bei einer hohen Stickstoff-Verfügbarkeit, wie zum Beispiel nach einer regelmäßig hohen organischen Düngungsollten Sie auf eine ausreichende Kupferversorgung achten. Kupfer spielt eine große Rolle bei der Ligninbildung und später bei der Befruchtung.  

Fazit zu Welche Mikronährstoffe braucht der Mais

Am häufigsten lässt sich im Mais ein Mangel an Bor und Zink feststellen. Mit einer frühzeitigen Pflanzenanalyse im Vier- bis Sechs-Blattstadium finden Sie die tatsächlichen Lücken in der Mikronährstoffversorgung ihres Maises heraus. So können Sie noch rechtzeitig mit betriebsüblicher Spritztechnik die fehlenden Mikronährstoffe über das Blatt düngen. Bei der Wahl der Blattdünger sollten Sie auf formulierte Produkte achten. So stellen Sie eine langanhaltende Nährstoffnachlieferung aus dem regenfesten Spritzfilm auf dem Blatt sicher.

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