Mais: Stickstoffversorgung sichern

Den Mais mit Stickstoff und Schwefel nachdüngen

Nachdüngung von Mais mit Nitrat und Sulfat

Mit dem Unterfußdünger haben die Maispflanzen die ersten wichtigen Nährstoffe erhalten, die sie für den Wachstumsstart benötigen. Jetzt gilt es, die noch fehlenden Nährstoffe nachzudüngen. Empfehlenswert hierfür ist ein Mineraldünger, der Stickstoff und Schwefel enthält.

Damit der Mais die Jugendentwicklung zügig durchläuft, braucht er kontinuierlich Nährstoffe in pflanzenverfügbarer Form. Die ersten Nährstoffe für den Mais liefert die in der Praxis bewährte Unterfußdüngung. Weitere Nährstoffe kommen in der Regel aus der organischen Düngern. Doch wie kann die darüber hinausgehende menge an Stickstoff und Schwefel gedüngt werden?

Aus diesen Gründen entsteht ein Nährstoffdefizit

Über den Unterfußdünger sollten Sie höchstens 40 kg Stickstoff pro Hektar ausbringen. Andernfalls bilden die Maispflanzen nur innerhalb des Düngerbandes Wurzeln und können später in Trockenphasen das Bodenwasser nicht richtig nutzen. Aus organischen Düngern dürfen die Pflanzen höchstens 170 kg Stickstoff pro Hektar erhalten.

Die Tabelle zeigt wie viel Stickstoff Sie noch nachdüngen dürfen. In dem Beispiel ergibt sich ein mineralischer Stickstoff-Bedarf von 80 bzw. 61 kg Stickstoff. Zieht man 40 kg Stickstoff ab, die höchstens aus der UFD kommen sollten, fehlen noch mindestens 40 bzw. 21 kg Stickstoff, die Sie mineralisch nachdüngen müssen.

Berechnungsbeispiele für die Stickstoffdüngung bei Mais

Welcher Dünger eignet sich zum Nachdüngen von Mais?

Harnstoff muss laut Düngeverordnung mit einem Ureaseinhibitor behandelt sein, um die Ammoniakverluste zu verkleinern. Dennoch sind diese immer noch entschieden höher als bei einem Ammoniumnitratdünger wie Kalkammonsalpeter. Durch eine ausgewogene Stickstoffdüngung können die Pflanzen aufgrund von Nährstoffsynenergismen und -antagonismen insgesamt mehr Nährstoffe aufnehmen. Daher können Sie in Ihren Mais auch KAS verwenden. Wurde noch nicht ausreichend Sulfat-Schwefel gedüngt ist es empfehlenswert einen KAS + S (z. B. YaraBela SULFAN) zu verwenden.

Warum zusätzlich Schwefel düngen?

Aufgrund der strengeren Vorgaben der neuen Düngeverordnung sind die Stickstoffmengen, die eingesetzt werden dürfen, begrenzt. Daher gilt es mehr denn je dafür zu sorgen, dass die Pflanzen den gedüngten Stickstoff gut nutzen können. Und das können Sie ganz einfach erreichen, indem Sie sofort pflanzenverfügbaren Sulfat-Schwefel düngen. Denn nur, wenn die Pflanzen ausreichend mit Schwefel versorgt sind, können sie den Stickstoff auch effizient ver- werten.

Mais hat insgesamt einen hohen Gesamtschwefelbedarf. Dieser wird zwar größtenteils mit der Gülle abgedeckt, allerdings muss der organisch gebundene Schwefel erst mineralisiert werden, bevor ihn die Pflanze aufnehmen kann. Das geschieht abhängig von der Bodentemperatur. Daher wirkt der Schwefel im Boden und aus der Gülle in der entscheidenden Jugendphase zu spät. Elementarer Schwefel hat nur eine sehr geringe Düngewirkung, da dieser erst im Boden zu pflanzenverfügbarem Sulfat umgebaut werden muss und deshalb für die Jugendentwicklung nicht verfügbar ist.

Schwefel verbessert Ertrag und Qualität von Silomais

Ein Versuch der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zeigt den Effekt einer Schwefel-Düngung im Mais (Abbildung 1). Bereits mit einer Menge von 10 kg wasserlöslichem Sulfat-Schwefel können Sie bessere Erträge erzielen. Dabei ist weniger die Schwefelmenge als vielmehr die Sulfat-Form und der Zeitpunkt der Düngung entscheidend – nämlich früh.

Wann sollten Sie die Stickstoff-Nachdüngung am besten vornehmen?

Düngerkorn ist in junge Maispflanze gefallenAm besten streuen Sie einen Stickstoff-Schwefel-Dünger, wie zum Beispiel YaraBela Sulfan, nach der Saat oder nach dem Auflaufen im Keimblattstadium. Wenn Sie Ihren Mais später nachdüngen, besteht die Gefahr, dass Düngerkörner in die „Blatttüte“ fallen (Abbildung 2). Dies führt zu sichtbaren „Verbrennungen“ an den Blättern, die nach Untersuchungen der Firma Yara nicht ertragsrelevant sind und nach einiger Zeit herauswachsen. Dies kann bei allen Düngersorten vorkommen, wobei manche Dünger mehr, manche weniger „brennen“.

Abb.2: Düngerkörner können die Blätter verbrennen. Deswegen ist es empfehlenswert, Mineraldünger im Keimblattstadium zu düngen.

Auswaschungsgefahr von Mineraldünger bei Mais gering

Auf mittleren und schweren Böden ist kein Auswaschen der mobilen Nährstoffe zu befürchten. Während der Vegetationsperiode ist die Wasserbilanz negativ. Das bedeutet, es verdunstet mehr Wasser über die Pflanze und die Bodenoberfläche. Somit ist der Wasserstrom im Boden von April bis September von unten nach oben gerichtet. Auch nach größeren Niederschlagsmengen ist verfügbarer Stickstoff nicht verloren, dieser kommt vielmehr mit dem aufsteigenden Bodenwasser wieder zurück.

Fazit zu den Mais mit Nitrat und Sulfat nachdüngen

Neben der Unterfuß- und Gülledüngung besteht bei Mais ein Düngebedarf, der mit zusätzlichem mineralischen Stickstoff gedeckt werden muss. Dies lässt sich ganz einfach nach dem Auflaufen mit nitrathaltigen Düngemitteln bewerkstelligen. Zusätzlich enthaltener Schwefel erhöht dabei die Stickstoffeffizienz und verbessert den Ertrag und die Qualität von Silomais.

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