Ölfrüchte

Winterraps

Winterraps

Die Anbaufläche von Winterraps liegt in Deutschland bei ca. 1,3 Millionen Hektar, wobei im Durchschnitt 30-45 Dezitonnen 30-45 Dezitonnen pro Hektar geerntete werden. Verwendung findet Winterraps vor allem in der Pflanzenöl- und Biodieselproduktion.

Winterraps bindet über seinen Pflanzenbestand große Nährstoffmengen. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung der Rapspflanzen sichert hohe Erträge. Als Intensivkultur ist der Raps auf eine hohe Nährstoffverfügbarkeit angewiesen. Alle Düngungsmaßnahmen sind an den vorhandenen Bodenverhältnissen auszurichten und alle Nährstoffquellen sind anzurechnen (organisch und mineralisch). Kalkung und Grunddüngung in der Fruchtfolge sollte zum Raps ausgebracht werden.

Einordnung-der-Naehrstoffversorgung-in-Entwicklungsstadien-von-Winterraps
Schema-Duengungsplan-Winterraps
Stickstoff-Düngung

Die Stickstoff-Aufnahme liegt beim Winterraps bei circa 6 Kilogramm Stickstoff je Dezitonne Zielertrag pro Hektar. Bei einem Ertrag von 40 Dezitonnen pro Hektar nimmt der Winterraps circa 240 Kilogramm Stickstoff pro Hektar auf. Je vier bis fünf Kilogramm Stickstoffaufnahme pro Hektar wird ungefähr ein Kilogramm Schwefel pro Hektar vom Rapsbestand für eine Stickstoffausnutzung benötigt.

Ertragsniveau (dt/ha) im 3-Jahres-SchnittStickstoffbedarfswert
[kg/ha]
Winterraps40200

Folgende Zu- oder Abschläge auf den  Stickstoffbedarfswert bei Ertragsdifferenzen zu machen:

  • Je 5 dt/ha Mehrertrag über Tabellenwert + 10 kg N/ha
  • Je 5 dt/ha Minderertrag unter Tabellenwert – 15 kg N/ha
  • Maximalzuschlag sind 40 kg N /ha

Stickstoff- Herbst-Gabe

  • Ziel:  ein  Wurzelhalsdurchmesser von 8-10 Millimetern und 8-10 Blätter beim Winterraps vor der Winterruhe
  • Raps kann bereits im Herbst große, ertragsrelevante Nährstoffmengen aufnehmen (Abhängig von Faktoren wie beispielsweise Bodenstruktur und Aussaatbedingungen)
  • Stickstoff-Aufwand im Herbst: 30-50 Kilogramm Stickstoff pro Hektar (Laut DüV maximal 60 Kilogramm Stickstoff pro Hektar , davon maximal 30 Kilogramm Ammonium-Stickstoff)
  • Schwefel-Ausgleich im Herbst: 0-10 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • Höhe der Stickstoff-Aufnahme bis Spätherbst ist bei der Frühjahrsdüngung (französisches Modell) anzurechnen, hier können Sie auch die App ImageIT nutzen.

Tab. 1: Unterstützende Herbst-Düngemaßnahmen bei Wachstumsproblemen

Problem Unterstützende Düngungsmaßnahme
Hoher Strohanfall
Mulchsaat mit hohem Strohanteil im Saatbereich

Stickstoff: organische oder mineralische N-Dünger
vor der Aussaat einarbeiten
Spätsaat NPK-NPK-Volldünger mit Mg+S im 2-Blattstadium
Verzögerte Herbstentwicklung NPK-Volldünger mit Mg+S bis Ende September
Aufhellung der Bestände
N+S-Dünger

Spätsaat muss vor dem 15. September erfolgen, dass eine Düngung im Herbst per DüV noch erlaubt ist, Keine Düngung nach dem ersten Oktober

  • Herbstdüngungsmaßnahmen zum Ausgleich ungünstiger Anbaubedingungen müssen so früh wie möglich (nach Erkennen des Problems) durchgeführt werden
  • Je ungünstiger die Wachstumsbedingungen sind, umso wichtiger ist es, im Herbst nitrathaltige Stickstoff-Dünger unterstützend für Wachstum und Winterhärte auszubringen
Verlauf-der-Stickstoff--und-Schwefelaufnahme-von-Winterraps

Stickstoff-Frühjahrsgabe

  • Ziel ist die Maximierung des Stickstoff-bereinigten Ölertrages im Rahmen des erlaubten Stickstoff-Bilanz-Überschusses
  • Methoden zur Ermittlung des Stickstoff-Bedarfs beim Raps:

Das Prinzip bei allen Modellen beruht auf der Berücksichtigung folgender Planungsgrößen beziehungsweise  werden direkt im Bestand gemessen beziehungsweise per Analyse festgestellt:

Tab. 2: Schema Berechnung N-Düngungsbedarf Frühjahr im Winterraps

Sollwert N-Aufnahme
bei Ertragsziel von 40 dt/ha (6 kg N/dt Ertrag)
240 kg N/ha
Nmin kg N/ha in 0-60 cm Bodentiefe N- Abzugca. 20 – 50 kg N/ha
N-Aufnahme Herbst über Sollwert (80 kg N/ha)N- Abzugmax. 70 kg N/ha
N-Nachlieferung Frühjahr ( Nmob)N- Abzug0 – 30 kg N/ha
Negative Ertragserwartung

N- Abzug20 – 60 kg N/ha
Positive Ertragserwartung
N-Aufschlag
20 – 60 kg N/ha
Schwach entwickelter Bestand Frühjahr N-Aufschlag 20 – 40 kg N/ha
Hohe Blattverluste über Winter N-Aufschlag20 kg N/ha
Gesamt-Bedarf Frühjahr 140 – 240 kg N/ha

Grundsätze zur Stickstoff-Düngung im Frühjahr:

  • Aufteilung des Stickstoff-Bedarfes in zwei Gaben:
    Termin erste Stickstoff-Gabe: Vegetationsbeginn bei Düngung mit nitrathaltigen Produkten, ansonsten ein- bis zwei Wochen früher
    Termin zweite Stickstoff-Gabe: Mitte bis spätestens Ende Schossen
  • Bei kühler Frühjahrswitterung und spätem Vegetationsbeginn (häufig im Nordosten Deutschlands) hat sich eine Gesamt-Stickstoff-Gabe von bis zu180 Kilogramm Stickstoff pro Hektar (je nach Nmin) bewährt.
  • Im allgemeinen richtet sich die Stickstoff-Aufteilung auf die erste und zweite  Stickstoff-Gabe nach der Bestandessituation im Frühjahr:
    • Kräftige blattreiche Bestände: 40/60 Prozent
    • Kräftige Bestände mit Blattverlust zum Frühjahr: 60/40 Prozent
    • Schwacher biomassearmer Bestand: 50/50 Prozent

Bei großer Ertragsunsicherheit können circa 10-20 Prozent der Frühjahrs-Stickstoff-Gabe als dritte Stickstoff-Gabe bis BBCH 57 bei optimaler Bestandesentwicklung und Aufhellungen im Bestand nachgedüngt werden.

  • Im Regelfall nimmt der Raps im Herbst 10-40 Prozent, bis zur Blüte im Frühjahr insgesamt 80-90 Prozent und während Blüte und Schotenansatz nochmal 10-20 Prozent des Gesamtstickstoffs auf.
  • Geringe Stickstoff-Aufnahmen im Herbst  können bei ausreichender Bestandesdichte durch höhere Stickstoff-Aufnahmen im späten Frühjahr aufgrund der Düngeverordnung nicht mehr ausgeglichen werden.
  • Düngungssysteme mit einer verzögerten Stickstoff-Freisetzung (Cultan, stabilisierte reine Ammoniumdünger beziehungsweise Harnstoff mit Nitrifikationshemmern) führen nicht zu positiven Ertragseffekten gegenüber der guten fachlichen Praxis mit Normaldüngungssystemen.
  • Organische Düngung:  vor der Aussaat einarbeiten oder möglichst verlustarme Ausbringung im Bestand (Stickstoff-Verluste und starke Bedeckung der Pflanzen vermeiden)
Düngung mit Schwefel und Magnesium

Winterraps hat einen hohen Schwefel- und Magnesiumbedarf:

  • 30-50 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • 20-40 Kilogramm Magnesiumoxid pro Hektar
  • Schwefel mit der ersten Stickstoff-Gabe oder zeitnah zur ersten Stickstoff-Gabe zu Vegetationsbeginn ausbringen
  • Stickstoff-Schwefel-Dünger mit einem N:S-Verhältnis von 4-5:1 sind hervorragend für die erste und zweite Stickstoff-Gabe im Winterraps geeignet
  • ausreichend hohe Verfügbarkeit von Magnesium in wasserlöslicher Form ist in den ersten Wochen nach Vegetationsbeginn wichtig für Wachstum und Energiehaushalt
  • Tipp: Achten Sie auf kombinierte Stickstoff-Dünger mit hohem Schwefel und Magnesiumgehalt!
  • Ist im Herbst eine Stickstoff-Düngung zur Förderung nur zögerlich wachsender Bestände notwendig, verbessern kombinierte Stickstoff-Schwefel oder Stickstoff-Dünger mit Magnesium und Schwefel die Stickstoff-Effizienz!
Düngung mit Phosphor und Kalium

Durch den überwiegenden Verbleib des Rapsstrohs auf dem Feld, sind Kalium und Phosphat an den Standort angepasst auszubringen:

  • 60-90 Kilogramm P2O5 pro Hektar
  • 50 Kilogramm K2O pro Hektar
  • Bei schlechter Kalium-Nachlieferung beispielsweise durch starke Fixierung oder schlechter Grundversorgung sind Aufschläge bis in Höhe der Kali-Gesamtaufnahme notwendig; Zuschläge für Kaliverlagerung oder –Auswaschung sind an die Witterungsverhältnisse anzupassen
  • Hoher Kali-Bedarf ist vor der Aussaat einzuarbeiten oder besser gesplittet als Herbst- und Frühjahrsgabe geteilt auszubringen
  • Tipp: Winterraps zeigt durch eine NPK-Frühjahrsdüngung in Dauerversuchen sicher Mehrerträge:  so können mit einer Überfahrt alle Hauptnährstoffe (N, P, K, Mg, S) ausgebracht werden
  • Gülle, Gärreste oder andere organische Dünger mit einem höheren Phosphor- und Kalium-Gehalt werden durch Raps sowohl in Kombination mit der Strohdüngung, als auch beim Einsatz im zeitigen Frühjahr hervorragend ausgenutzt

Tab.3: Nährstoffaufnahme einer Raps-Getreide-Fruchtfolge und Fruchtfolge-Bilanzierung der Nährstoffabfuhr bei Verbleib des Strohs auf dem Feld (in.KTBL Faustzahlen für die Landwirtschaft)

Kultur / Ertrag

Nährstoffe

Nährstoffaufnahme (kg/ha)

P2O5

Nährstoffaufnahme (kg/ha)

K2O

Nährstoffaufnahme (kg/ha)

MgO

Raps 40 dt9720035
Getreide 80 dt
8816035
Getreide 70 dt
7714028
Summe26250098
Ernterückstände6937043
Entzug vom Feld19313055
  • Der Kalium-Bedarf einer Raps-Getreide-Fruchtfolge sollte vorrangig zu Winterraps gedeckt werden; Phosphatdüngermengen sind aufgrund der schnellen Festlegung immer zeitnah zum jährlichen Bedarf der Kulturen in den Phasen des höchsten Bedarfes auszubringen
Mikronährstoffe:
  • Schwerpunkt der Mikronährstoffversorgung ist die Bor-Blattdüngung
  • bei Erträgen ab vier Tonnen pro Hektar wird eine auf vier Gaben gesplittete Bormenge von 600 Gramm pro Hektar empfohlen
  • da Bor in der Pflanze nur über das Xylem transportiert, also mit dem Transpirationsstrom, ist eine Umverteilung aus behandelten Blättern in neu zuwachsende Blatt- und Verzweigungsetagen nicht möglich

Tab.4: Mikronährstoffbedarf von Winterraps (g/ha Gesamtpflanze, n. Finck 1998)

Ertrag
BorManganZinkKupferMolybdän
Mittel (35dt/ha) 4506006008025
Hoch (50 dt/ha)
60080070010030
  • eine ausreichende Manganversorgung wird für hohe Leistungen aus der Photosynthese und besseren Bewältigung von Trockenstress benötigt
  • Molybdän spielt in der Stickstoffverwertung (Nitratreduktase) bei hohen Stickstoff-Aufnahmeraten eine wichtige Rolle

Unter folgenden Bedingungen ist auf eine ergänzende Mikronährstoffversorgung über Blattdüngung  zu achten:

  • Hohe Erträge auf leichten und mittleren Standorten
  • pH-Werte > 6,2 (B, Mn, Zn, Cu); Molybdänmangel tritt dagegen eher auf zu sauren Standorten auf
  • Trockenheit
  • Mulchsaaten und sehr lockere  Standorte
  • Einsatz hoher Mengen organischer Dünger
  • Häufiger Wechsel von Trockenheit und Durchfeuchtung
  • Versorgungsstufe A+C bei Mikronährstoffen

Tab. 5: Zeitplan für Blattdüngungsmaßnahmen

Maßnahme/Zeitraum Mikronährstoffabgabe
Herbstbehandlung
(Fungizidmaßnahme)
Bor (100-150 g/ha),
Mangan(150-250 g/ha)
März/April
(in der Regel Insektizidbehandlung)
Bor (150 g/ha)
Mitte/ Ende AprilBor (150 g/ha),
Mangan (150-250 g/ha),
ev. 10-15 g Molybdän/ha

Blütenbehandlung (Knospenstadium) Bor (150 g/ha),
(Mangan + Mo,wenn noch nicht erfolgt)
pH-Wert:
  • optimaler Bereich pH 6-7 je nach Standort

Sommerraps

Sommerraps

Sommerraps hat ähnliche Nährstoffansprüche wie Winterraps. Allerdings schwanken die Erträge zwischen 20 und 40 Dezitonnen pro Hektar erheblich. Sie hängen stark von der Wasserversorgung im April und Mai ab. Daher ist eine Düngeplanung schwierig. Häufig wird Sommerraps als Ersatzfrucht nach Umbruch einer Winterung angebaut.

Wichtige Hinweise für den Sommerrapsanbau:

  • Höhe der ersten Stickstoff-Gabe auf Minimalertragsniveau (100 Kilogramm Stickstoff pro Hektar) begrenzen und ergänzende Stickstoff-Gaben während Schossen oder Blüte an Ertragserwartung anpassen, um hohen Ölgehalt zu sichern
  • Sommerraps hat ein schlechtes Nährstoffaneignungsvermögen und benötigt deshalb nach der Saat alle Nährstoffe gut verfügbar im oberen Wurzelraum
  • Sommerraps muss im Frühjahr in kurzer Zeit erhebliche Wurzel-, Spross- und Blattmassen bilden. Deshalb ist bei der Grunddüngung und vor allem bei der Magnesiumversorgung ein Nährstoffaufwand ähnlich wie bei Winterraps notwendig.
  • Gerade bei Trockenheit ist auf eine ausreichende Mikronährstoffversorgung mit Schwerpunkt Bor und Mangan zu achten

Düngungsplan Hauptnährstoffe Sommerraps

ZeitraumNährstoff
CaO
Nährstoff
N
Nährstoff
Mg/S
Nährstoff
P/K
Hinweise zur Maßnahme
Herbst/WinterXKalkung auf Standortoptimum
 
 
 Vor Aussaat
X40-60 kg P2O5 /ha (in Entzugshöhe)
 
60 -80 kg K2O / ha (in Entzugshöhe)

  
Zur Ausaat
X 
 
X
N1: 70-120 kg N/ha
 
40-50 kg MgO/ha und 30 kg S/ha
 
 
Schossen
X 
 
 
X
N2: 0-40 kg N/ha (Ertraganpassung)
 
Mit der N-Düngung S-Ergänzung
KnospenstandXN3: bei Bedarf 10-20 kg N/ha
Stickstoff-Düngung

Aufgrund der geringeren Wurzelleistung und der kürzeren zur Verfügung stehenden Vegetationszeit ist bei Sommerraps ein Stickstoff-Bedarf von fünf bis sechs Kilogramm Stickstoff pro Dezitonne Samenertrag einzuplanen. Die Teilung der Stickstoff-Gaben dient vor allem einer Anpassung an das Ertragspotential.

  • Wird von einem Ertrag von 30 Dezitonnen pro Hektar ausgegangen, liegt der Gesamt-Stickstoff-Bedarf inklusive Nmin von 0-60 Zentimetern Bodentiefe bei 150-180 Kilogramm Stickstoff pro Hektar
  • Für eine zügige Jugendentwicklung werden 50 Prozent  des Basis-Stickstoff-Bedarfes von 100 Kilogramm Stickstoff pro Hektar als nitrathaltiger, schnellverfügbarer Stickstoff-Dünger empfohlen.
  • Ähnlich wie Winterraps kann auch der Sommerraps sehr gut Nährstoffe aus einer Güllegabe verwerten. Prinzipiell ist die Gabe des gesamten Stickstoff-Bedarfs über eine Güllegabe möglich.
  • Idealerweise sollte die Güllegabe (circa zwanzig Kubikmeter pro Hektar) vor der Saat sofort eingearbeitet werden.


Frühjahrsgabe

Andüngung erfolgt in Höhe des Basisertrags in Dezitonnen pro Hektar mal sechs Kilogramm Stickstoff pro Dezitonne  minus Nmin (0-60 Zentimeter Bodentiefe)

  • Zum Beispiel:  20 Dezitonnen pro Hektar mal sechs Kilogramm Stickstoff pro Hektar minus 50 Kilogramm Stickstoff pro Hektar (Nmin) ergeben 70 Kilogramm Stickstoff pro Hektar zur Andüngung
  • Bei niedrigerem Nmin und beziehungsweise oder höherem Basisertrag wird die Andüngung auf maximal 100 Kilogramm Stickstoff pro Hektar begrenzt.


Schossergabe

Mit Beginn Schossen erfolgt die Anpassung der Stickstoff-Düngung an das vorhandene Ertragspotential

  • Zum Beispiel: Ertragserwartung von 30 Dezitonnen pro Hektar: 60 Kilogramm Stickstoff pro Hektar  für die zweite Stickstoff-Gabe (bei 50 Kilogramm Stickstoff pro Hektar Nmin und erste Stickstoff-Gabe in Höhe von 70 Kilogramm Stickstoff pro Hektar)
  • Tipp: Bei guter Bestandesdichte und absehbarer langsamer Abreife mit Potential für ein hohes Tausendkorngewicht verbessert eine Zugabe von circa zehn Kilogramm Stickstoff pro Hektar (AHL) zur Blütenspritzung den Ertrag
Düngung mit Phosphor und Kalium
  • Phosphor-Düngung (bei Versorgungsstufe C): 40-60 Kilogramm  P2O5  pro Hektar
  • Kalium-Düngung: Der Sommerraps benötigt je nach Ertrag 100-160 Kilogramm K2O pro Hektar. Ein Großteil verbleibt davon nach dem Drusch auf dem Feld. Eine ausreichende Kaliumversorgung ist besonders in Trockengebieten für hohe Erträge  wichtig:
    • Anbau auf Standorten mit Kalium-Versorgungsstufe C: 60-80 Kilogramm K2O pro Hektar
    • Anbau nach späträumenden „Blattfrüchten“ (Zuckerrüben, Körnermais): 40 Kilogramm K2O pro Hektar
    • Anbau nach Silomais: 120-150 Kilogramm K2O pro Hektar
  • Kalium-Bedarf einer Raps-Getreide-Fruchtfolge zu Sommerraps (2/3) und Stoppelgetreide ausbringen
  • Tipp: Phosphat und Kalium aufgrund des anfangs flachen Wurzelsystems im Frühjahr streuen. Zuschläge auf Standorten mit Phosphat- und Kalium-Versorgungstufen A/B auf  Höhe des Entzuges vornehmen.
Düngung mit Schwefel und Magnesium
  • 30-40 Kilogramm Schwefel pro Hektar
  • 30-50 Kilogramm  MgO pro Hektar
  • Magnesium  und Schwefel mit der ersten Stickstoff-Gabe oder zeitnah nach der ersten Stickstoff-Gabe ausbringen
  • Kombinierte Stickstoff-Schwefel-Dünger mit Magnesium  in  einem N:S-Verhältnis von 4-5:1 sind hervorragend für die erste und zweite Stickstoff-Gabe geeignet
  • ausreichend  hohe Verfügbarkeit von Magnesium  in wasserlöslicher Form ist ab Blattbildung bis Ende Schossen  wichtig für Wachstum und Energiehaushalt. Das ist bei Frühjahrstrockenheit nur über Magnesiumsulfat-Produkte realisierbar.
  • Tipp: Achten Sie auf kombinierte Stickstoff-Dünger mit hohem Schwefel und Magnesiumgehalt, zum Beispiel YaraBela Optimag 24
Mikronährstoffe:
  • Bor-Gaben auf Pflanzenschutzmaßnahmen aufsplitten, da Bor in der Pflanze nur über das Xylem,  also mit dem Transpirationsstrom, transportiert wird. Damit  ist eine Umverteilung aus behandelten Blättern in neu zuwachsende Blatt- und Verzweigungsetagen nicht möglich.
  • Mangan: wichtig für hohe Photosyntheseleistungen und zur besseren Bewältigung von Trockenstress
  • Molybdän: wichtig für die Stickstoffverwertung (Nitratreduktase) bei hohen Stickstoff-Aufnahmeraten

Mikronährstoffentzug von Sommmerraps bei 30 dt/ha Samenertrag (g/ha Gesamtpflanze ,angepasst n. Finck 1998)

Bor
ManganZinkKupferMolybdän
3505005007020

Unter folgenden Bedingungen ist auf eine ergänzende Mikronährstoffversorgung über Blattdüngung  zu achten:

  • auf leichten und mittleren Standorten
  • pH-Werte > 6,2 (Bor, Mangan, Zink, Kupfer); Molybdänmangel tritt dagegen eher auf zu sauren Standorten auf
  • Trockenheit
  • Mulchsaaten und sehr lockere  Standorte
  • Einsatz hoher Mengen organischer Dünger
  • Häufiger Wechsel von Trockenheit und Durchfeuchtung
  • Versorgungsstufe A+B bei Mikronährstoffen

Zeitplan für Blattdüngungs-Maßnahmen

Nutzungsart/ Ertrag
Boden
4-8 – Blattstadium (in der Regel Insektizidbehandlung)
Bor (100-150 g/ha)
Mitte Schossen (Fungizid-/Insektizidbehandlung)
Bor (100-150 g/ha) Mangan (150-250 g/ha) ev. 10-20 g Molybdän/ha
Knospenstadium
Bor (100-150 g/ha) (Mangan+Molybdän wenn noch nicht erfolgt)
pH-Wert:
  • optimaler Bereich pH 6-7 je nach Standort

Sonnenblumen

Sonnenblume

Düngungsplan Sonnenblumen

ZeitraumNährstoff
CaO
Nährstoff
N
Nährstoff
Mg/S
Nährstoff
P/K
Nährstoff
B/Mn
Hinweise zur Maßnahme
 
 
 
 
 
Herbst
 
X
 
 
 
 
  
 
 X

Kalken auf optimalen pH-Wert von 6-7
 
Chloridhaltige Kali-Dünger im Herbst ausbringen;
auf leichten Böden max. 50% des Kalibedarfes streuen, Auswaschung beachten.

 
 
 
 
  
Vor Aussaat
 
X
 
 
 
  
X
 
 
 
 
 
 
 
X

N-Sollwert ist 100 kg N/ha incl. Nmin
 
40-50 kg MgO/ha und 20-30 kg S/ha
 
50-80 kg P2O5/ha120-200 kg K2O /ha in sulfatischer Form (abzüglich Herbst-Kaligabe)

 
 
Schossen
 
 
X

200-400 g/ha Bor in 2-3 Spritzmaßnahmen
Mangan, Kupfer, Zink nach Bedarf

Die Sonnenblume ist durch eine hohe Nährstoffnachlieferung aus ihren Ernte-Wurzel-Rückständen (EWR) sowie durch ihre sehr gute Bodenerschliessung eine optimale Vorfrucht. Die hohe Grunddüngung zu Sonnenblumen ist eine gute Investition für die gesamte Fruchtfolge.

Stickstoff-Düngung

Die  Gesamtstickstoffaufnahme liegt bei 130 bis 200 kg N/ha, je nach Ertragsniveau. Dabei reagieren Sonnenblumen sehr empfindlich auf ein zu hohes N-Angebot mit erhöhtem Infektionsdruck, Lagerneigung und niedrigem Ölgehalt. Deswegen kommt der Anrechnung von Nmin und der genauen Abschätzung der Stickstoff-Nachlieferung bis zur Blüte eine große Bedeutung zu.

  • N-Sollwert bei niedrigen bis mittleren Erträgen: 100 kg N/ha minus Nmin
  • N-Sollwert bei mittleren bis hohen Erträgen: 120 kg N/ha minus  Nmin
  • Keine organischen Dünger einsetzen (schlecht kalkulierbare N-Nachlieferung)
  • Nitrathaltige N-Dünger  für die Unterstützung der Jugendentwicklung und ein zügigen Start beim Wurzelwachstum einsetzen
  • Chloridhaltige NPK können nur eingeschränkt genutzt werden
Düngung mit Phosphor und Kalium

– P-Düngung (Versorgungsstufe C):     50-80 kg P2O5/ha vor der Aussaat
– K-Düngung (Versorgungsstufe C):     150-200 kg K2O/ha

  • Sonnenblumen benötigen während ihres Wachstums je nach Ertrag 250-400 kg K2O/ha.
  • Ein Großteil verbleibt als EWR auf dem Schlag
  • In Fruchtfolgen mit Sonnenblumen sollte der gesamte Kalium-Bedarf zur Sonnenblume gegeben werden
  • Eine ausreichende Kaliumversorgung ist besonders in Trockengebieten für Ertragsstabilität  und N-Effizienz wichtig.
  • Zuschläge auf Standorten mit P- und K-Versorgungstufen A/B unbedingt berücksichtigen!
  • Wichtig: Sonnenblumen sind chloridempfindlich
Düngung mit Schwefel und Magnesium
  • S-Düngung: 20-30 kg/ha
  • Mit der N-Nachlieferung ist meist eine ausreichendende sulfatischen S-Freisetzung aus der Mineralisation verbunden. Deshalb kann man sich beim Schwefeldüngungsbedarf mit einem NS-Verhältnis von 4:1 an der mineralische N-Düngung orientieren
  • Schwefelmengen aus der sulfatischen Kalium- und Magnesiumdüngung mit anrechnen!

Während des Schossens eines Sonnenblumenbestandes werden in kurzer Zeit sehr hohe Magnesiummengen für die Chlorophyll- und Kohlenhydratbildung benötigt. Auch zur Ölbildung während der Assimilatverlagerung in die Achänen ist eine ausreichende Magnesiumaufnahme notwendig

  • Mg-Düngung: 40-50 kg MgO/ha
  • Die notwendige Magnesiumverfügbarkeit sollte über einen hohen Anteil wasserlöslicher Magnesiumverbindungen wie Magnesiumsulfat gedeckt werden
  • Magnesiumhaltige Kalium- und Schwefelverbindungen nutzen
  • Tipp: nach Kali-Herbstgabe im Frühjahr mit einer kombinierte N-S-MgO-Düngung (z.B.: YARA Optimag 24) andüngen und so Überfahrten sparen!
Mikronährstoffe:

Bor

  • Sonnenblumen haben einen höheren optimalen Borgehalt als Raps: auf ausreichende Borzufuhr achten!
  • Empfohlene Blattdüngung: 200-400 g Bor/ha
  • Borgaben auf alle Pflanzenschutzmaßnahmen aufsplitten, da Bor in der Pflanze nur über das Xylem,  also mit dem Transpirationsstrom  transportiert wird. Damit  ist eine Umverteilung aus behandelten Blättern in neu zuwachsende Blatt- und Verzweigungsetagen nicht möglich.
  • Ideal ist eine 3-malige Spritzung mit jeweils 100-150 g Bor/ha

Mikronährstoffentzug von Sonnenblumen bie 40 dt/ha Samenertrag (g/ha Gesamtpflanze, angepasst n. Finck 1998)

BorMangan ZinkKupferMolybdän
45070070012010

Zink, Kupfer

  •  bei Zink und Kupfer liegen die Pflanzengehalte höher als bei Raps und Getreide
  • aufgrund der sehr intensiven Durchwurzelung können Mikronährstoffe bei ausreichender Verfügbarkeit (Versorgungsstufe E) gut erschlossen werden. Bei Versorgungsstufe A/C wird eine ergänzende Blattdüngung empfohlen.
  • Empfohlene Blattdüngung:
    Kupfer: 100-150 g Cu/ha
    Zink: 150-250 g Zn/ha

Mangan

  • eine ausreichende Manganversorgung wird für hohe Leistungen aus der Photosynthese und besseren Bewältigung von Trockenstress benötigt
  • Empfohlene Blattdüngung: 150-250 g Mn/ha

Mangan, Kupfer und Zink können nach Pflanzenanalyse gezielt gespritzt oder mit kombinierten Produkten vorsorglich ergänzt werden (z. B. 2 l/ha YaraVita Getreide)
Unter folgenden Bedingungen ist neben Bor auf eine ergänzende Mikronährstoffversorgung über Blattdüngung  zu achten:

  • auf leichten und mittleren Standorten
  • pH-Werte > 6,2 (B, Mn, Zn, Cu)
  • Trockenheit  bzw. Wechselfeuchte
  • Mulchsaaten und sehr lockere  Standorte
pH-Wert:
  • optimaler Bereich pH 6-7 je nach Standort

Öllein

Öllein

Düngungsplan Öllein

ZeitraumNährstoff
CaO
Nährstoff
N
Nährstoff
Mg/S
Nährstoff
P/K
Nährstoff
B/Zn
Hinweise zur Maßnahme
 
Herbst
 
X

Kalken auf Standortoptimum im Rahmen der Fruchtfolge oder zur Vorfrucht

 
 
 
 
Vor Aussaat
 
X
 
 
 
  
X
 
 
 
 
 
 
 
X

N-Sollwert ist 100 kg N/ha incl. Nmin
 
20-30 kg MgO/ha und 10-15 kg S/ha
 
40-50 kg P2O5/ha
80-120 kg K2O /ha

 
Schossen
 
X

100-150g/ha Bor
Zink nach Bedarf

Stickstoff-Düngung

Die Stickstoffaufnahme beim Öllein erfolgt im wesentlichen in den 2 Monaten nach dem Auflaufen. Dabei reagiert Öllein sehr empfindlich auf ein zu hohes N-Angebot mit Lagerneigung und niedrigen Samen- und Ölerträgen. Deswegen kommt der Anrechnung von Nmin eine große Bedeutung zu. Standorten mit einer hohen oder unkalkulierbaren N-Nachlieferung sind weniger geeignet.

  • N-Sollwert bei niedrigen bis mittleren Erträgen:     80 kg N/ha      minus Nmin
  • N-Sollwert bei mittleren bis hohen Erträgen:        100 kg N/ha      minus Nmin
  • In der Regel erfolgt eine N-Gabe von 20-60 kg N/ha
  • Keine organischen Dünger einsetzen wegen der langen und schlecht kalkulierbaren N-Nachlieferung
  • Nitrathaltige N-Dünger verwenden für eine zügige N-Aufnahme mit frühzeitiger N-Ausnutzung
  • geringer N-Bedarf, Nmin-Gehalt berücksichtigen!
Düngung mit Phosphor und Kalium

– P-Düngung (Versorgungsstufe C):     40-50 kg P2O5/ha vor der Aussaat
– K-Düngung (Versorgungsstufe C):     80-100 kg K2O/ha

  • Auf leichten Standorten mit einer ausreichenden Wasserversorgung ist die Phosphat- und Kaliversorgung im Frühjahr vor der Aussaat vorzunehmen
  • Auf besseren Standorten und P/K-Versorgungstufen von mindestens C kann der Nährstoffentzug oder ein Teil davon im Rahmen der Fruchtfolge gedeckt werden
  • Tipp: Die kombinierte Düngung mit einem schwefelhaltigen NPK-Volldünger erlaubt in einer Überfahrt eine ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen für ein zügiges Wachstum.
Düngung mit Schwefel und Magnesium
  • Schwefeldüngungsbedarf: 10-15 kg/ha
  • Ideal sind schwefelhaltige N-Dünger
  • Magnesiumdüngungsbedarf: 20-30 kg MgO/ha
  • S und Mg sind wichtig für hohe Ölerträge
  • Tipp: Mit der Stickstoff-Gabe Magnesium und Schwefel versorgen, z.B.  mit YARA Optimag 24!
Mikronährstoffe:

Empfohlene Blattdüngung:
Bor: 100-150 g Bor/ha
Zink: 150-250 g Zn/ha (Bedarf über Pflanzenanalyse kontrollieren)

Mikronährstoffentzug von Öllein bei 20 dt/ha Samenertrag (g/ha Gesamtpflanze)

BorMangan ZinkKupferMolybdän
250350350806

Unter folgenden Bedingungen ist neben Bor auf eine ergänzende Mikronährstoffversorgung über Blattdüngung  zu achten:

  • auf leichten und mittleren Standorten
  • pH-Werte > 6,2 (B, Mn, Zn, Cu)
  • Trockenheit  bzw. Wechselfeuchte
  • Mulchsaaten und sehr lockere  Standorte
pH-Wert:
  • Optimal sind dem Standort angepasste pH-Werte

Leindotter

Düngungsplan Leindotter

ZeitraumNährstoff
CaO
Nährstoff
N
Nährstoff
Mg/S
Nährstoff
P/K
Nährstoff
B/Zn
Hinweise zur Maßnahme
HerbstX

Moderate Kalkung

 
 
 
 
Vor Aussaat
 
X
 
 
 
  
X
 
 
 
 
 
 
 
X

N-Sollwert ist 150 kg N/ha incl. Nmin
 
20-30 kg MgO/ha und 10-15 kg S/ha
 
30-40 kg P2O5/ha
80-120 kg K2O /ha

 
Schossen
 
X

100-150g/ha Bor
Zink nach Bedarf

Stickstoff-Düngung
  • N-Sollwert: 150 kg N/ha, davon Nmin abziehen!
  • In der Regel erfolgt eine 1. N-Gabe von 60-80 kg N/ha
  • 2. N-Gabe (20-60 kg N/ha) erfolgt zu Schossbeginn: N-Sollwert minus Nmin minus 1. N-Gabe
  • Nitrathaltige N-Dünger für eine zügige N-Aufnahme mit hoher N-Ausnutzung verwenden
  • Auf organische Dünger verzichten
Düngung mit Phosphor und Kalium

– P-Versorgung:     30-40 kg P2O5/ha vor der Aussaat
– K-Versorgung:     80-100 kg K2O/ha

  • Auf den leichten Standorten ist die Phosphat- und Kaliversorgung im Frühjahr vor der Aussaat vorzunehmen
  • Tipp: Die kombinierte Düngung mit einem schwefelhaltigen NPK-Volldünger erlaubt in einer Überfahrt eine ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen für ein zügiges Wachstum. Die Differenz zum Gesamt-Entzug bei P,K kann dann über die Fruchtfolge gedeckt werden.
Düngung mit Schwefel und Magnesium
  • Schwefeldüngungsbedarf: 10-15 kg/ha
  • Ideal sind schwefelhaltige N-Dünger
  • Magnesiumdüngungsbedarf: 20-30 kg MgO/ha
  • S und Mg sind wichtig für hohe Ölerträge
  • Tipp: Mit der Stickstoff-Gabe Magnesium und Schwefel versorgen, z.B.  mit YARA Optimag 24!
Mikronährstoffe:

Empfohlene Blattdüngung:
Bor: 100-150 g Bor/ha
Zink: 150-250 g Zn/ha (Bedarf über Pflanzenanalyse kontrollieren)

Mikronährstoffentzug von Leindotter bei 20 dt/ha Samenertrag (g/ha Gesamtpflanze)

BorMangan ZinkKupferMolybdän
250350350808

Unter folgenden Bedingungen ist neben Bor auf eine ergänzende Mikronährstoffversorgung über Blattdüngung  zu achten:

  • auf leichten und mittleren Standorten
  • pH-Werte > 6,2 (B, Mn, Zn, Cu)
  • Trockenheit
  • Mulchsaaten und sehr lockere  Standorte
pH-Wert:
  • Leindotter bevorzugt leicht saure Standorte bzw. für den Standort optimalen pH-Wert

Krambe

Düngungsplan Krambe

ZeitraumNährstoff
CaO
Nährstoff
N
Nährstoff
Mg/S
Nährstoff
P/K
Nährstoff
B/Zn
Hinweise zur Maßnahme

Herbst

X

Moderate Kalkung im Rahmen der Fruchtfolge

 
 
 
 
Vor Aussaat
 
X
 
 
 
  
X
 
 
 
 
 
 
 
X

N-Sollwert ist 150 kg N/ha incl. Nmin
 
20-30 kg MgO/ha und 10-15 kg S/ha
 
20 kg P2O5/ha
80-100 kg K2O /ha

SchossenX

100-150g/ha Bor

Stickstoff-Düngung
  • N-Sollwert (Ertrag ≥ 25 dt/ha): 150 kg N/ha minus Nmin
  • In der Regel erfolgt eine 1. N-Gabe von 60-80 kg N/ha
  • 2. N-Gabe (20-60 kg N/ha) erfolgt zu Schossbeginn: N-Sollwert minus Nmin abzüglich 1. N-Gabe
  • Bei geringeren Erträgen N-Sollwert reduzieren und N-Bedarf in einer Gabe streuen
  • Nitrathaltige N-Dünger verwenden für eine zügige N-Aufnahme mit hoher N-Ausnutzung
  • Keine organische Düngung
Düngung mit Phosphor und Kalium
  • P-Düngung (Versorgungsstufe C): 20 kg P2O5/ha
  • K-Düngung (Versorgungsstufe C): 80-100 kg K2O/ha
  • Die P- und K-Düngung kann im Rahmen der Fruchtfolge erfolgen
  • Ideal ist die Andüngung mit einem schwefelhaltigen NPK-Volldünger: In einer Überfahrt erfolgt eine Versorgung mit allen Nährstoffen für ein zügiges Wachstum. Die Differenz zum Gesamt-Entzug bei P,K kann dann über die Fruchtfolge gedeckt werden.
Düngung mit Schwefel und Magnesium
  • Schwefeldüngungsbedarf: 10-15 kg/ha
  • Magnesiumdüngungsbedarf: 20-30 kg MgO/ha
  • Ideal sind schwefelhaltige N-Dünger
Mikronährstoffe:
  • Für Krambe ist eine gute Borversorgung wichtig
  • Empfohlene Blattdüngung: 200-300 g Bor/ha

Mikronährstoffentzug von Krambe bei 25 dt/ha Samenertrag (g/ha Gesamtpflanze)

BorMangan ZinkKupferMolybdän
3004504501008

Unter folgenden Bedingungen ist neben Bor auf eine ergänzende Mikronährstoffversorgung über Blattdüngung  zu achten:

  • auf leichten und mittleren Standorten
  • pH-Werte > 6,2 (B, Mn, Zn, Cu)
  • Trockenheit
  • Mulchsaaten und sehr lockere  Standorte
pH-Wert:
  • Krambe bevorzugt Standorte mit optimalen pH-Werten.