Gemüsekulturen düngen

Kohlgemüse richtig düngen: Diese Mikronährstoffe braucht Kohl

Kohlgemuese: Diese Mikronaehrstoffe braucht Kohl

Beim Anbau von Kohl dürfen bestimmte Mikronährstoffe nicht fehlen – unter anderem Bor, Mangan und Molybdän. Warum sind diese Mikronährstoffe so wichtig für die Pflanzen?

Der Freilandgemüsebau ist in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. 2008 wurden auf etwa 116.000 ha Gemüse angebaut, zehn Jahre später waren es bereits mehr als 126.000 ha. Die Kohlkulturen nehmen dabei etwa 15 % der Freilandgemüsekulturen ein. Damit der Anbau gelingt, sollten Sie auf eine ausreichende Mikronährstoff-Versorgung achten. Besonders Bor, Mangan und Molybdän spielen eine bedeutende Rolle.

Bor beugt Hohlherzigkeit und Spitzenbrand vor

Fast alle Kohlsorten haben einen hohen Borbedarf. Bor (B) ist wie Calcium ein Bestandteil der Zellwand. Es sorgt für Stabilität und hält die Membran-Funktionen der Pflanzenzellen aufrecht.Bor reduziert Spitzenbrand bei Blumenkohl

Dadurch gibt die Pflanze zum Beispiel weniger Zucker ab, was sonst Schädlinge und Pilze anlocken würde. Bor fördert das Wurzel- und Sprosswachstum durch die Dehnung der Meristemgewebe. Ein Mangel an Bor lässt sich deshalb durch Hohlherzigkeit oder Spitzenbrand erkennen (Abb. 1). Da die Boraufnahme maßgeblich mit der Transpiration und der Wasseraufnahme zusammenhängt, können Mängel besonders bei Trockenheit vorkommen. Eine Blattdüngung schafft in diesem Fall Abhilfe.

Mangan erhöht die Vitamingehalte

Mangan sorgt fuer einen hoeheren Vitamin-C-Gehalt bie BlumenkohlMangan (Mn) ist ein Mikronährstoff, der wichtig für die Chlorophyll- und Aminosäurebildung ist. Ein Manganmangel behindert massiv die Eiweißsynthese. Der Nährstoff wird von der Pflanze vornehmlich in die Blätter eingelagert, um dort die Photosynthese-Prozesse anzuschieben. Die Pflanze braucht Mangan vor allem zu Wachstumsbeginn und im Rosettenstadium. Bei Blumenkohl steigert Mangan den Vitamin-C-Gehalt und sorgt so für eine bessere Qualität und einen besseren Geschmack (Abb. 2). Da Mangan insbesondere in Böden mit einem höheren pH-Wert schnell festgelegt wird, sollten Sie auf eine ausreichende Manganversorgung über das Blatt achten. Einen Manganmangel erkennen Sie zum Beispiel anhand von Chlorosen. Sie zeigen sich als Verfärbungen auf den mittleren und älteren Blättern.

Molybdän ist essentiell für eine gute Entwicklung des Kohls

Molybdaen verbessert die Haltbarkeit von BlumenkohlWenn Kohlpflanzen schlecht mit Molybdän (Mo) versorgt sind, steigt die Stickstoff-Konzentration in den Blättern, weil die Nitrat-Reduktase den aufgenommenen Stickstoff nicht umsetzen kann. Dieser Umstand führt unmittelbar zu einem Ertrags- und Qualitätsverlust. Besonders bei Brokkoli und Blumenkohl ist dieser Faktor entscheidend. In Versuchen ließ sich auch ein Einfluss auf die Haltbarkeit und Lagerfähigkeit feststellen (Abb. 3).

Mangelsymptome zeigen sich durch die „Whip Tail“-Krankheit oder auch „Peitschenstiel“-Krankheit. Dabei sind die Blattspreiten reduziert.

Hier finden Sie weitere Informationen und Bilder zu Nährstoffmängeln bei Kohl finden Sie auf der Yara Website

Fazit zu diese Mikronährstoffe braucht Kohl

Die Verfügbarkeit von Mikronnährstoffen im Boden ist abhängig von Feuchtigkeit, Temperatur, Boden-pH und –struktur. Meistens liegen aber nur suboptimale Verhältnisse für die Nährstoffaufnahme vor. Außerdem lassen sich Mangan und Bor innerhalb der Pflanze schlecht verlagern. Dann kann es schnell zu einer Unterversorgung mit diesen Mikronährstoffen kommen. Um die Mikronährstoffversorgung abzusichern und Mängeln vorzubeugen, sollte je nach Standort eine angepasste Blattdüngung erfolgen. Sie sorgt für vitalere Pflanzen und fördert die Assimilation. Außerdem verbessert eine Blattdüngung mit Mikronährstoffen die Erntequalität und macht den Kohl widerstandsfähiger, haltbarer und lagerfähiger.

Mikronährstoffentzüge von Weißkohl

Dünge-Tipp Mikronährstoffe für Kohl

Wir empfehlen eine Blattdüngung mit YaraVita Raps Pro mit 3 l/ha im Rosettenstadium. Das Produkt enthält die wichtigsten Mikronährstoffe für den Kohl: Bor, Mangan und Molybdän sowie zusätzlich Magnesium und Calcium. Magnesium sorgt für gesundes Blattgrün, während Calcium das Gemüse fester und widerstandsfähiger macht.

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