Sonderkulturen

Äpfel

Kern- und Steinobst

Stickstoff-Düngung:
  • Kernobst: Empfehlungen liegen zwischen ca. 20-100 kg N/ha
    • Vorblüte: 10-45 kg N/ha
    • Nachernte: 15-45 kg N/ha
  • Steinobst: Empfehlungen liegen zwischen ca. 60-140 kg N/ha (Kirschen) und 20-140 kg N/ha (Pflaumen)
    • Vorblüte: 30-55 kg N/ha
    • Nachernte: 20-30 kg N/ha
  • Ziel:
    • angepasstes Pflanzenwachstum und verbesserte Fruchtgrößen
    • Fördert Ca-, Mg- und K-Aufnahme
  • Düngemittel: Kalksalpeter (hoher Nitratanteil → Schnelle und gezielte Stickstoff-Wirkung)
Düngung mit Phosphor, Kalium, Magnesium:
  • Die Grund- und Nebennährstoffdüngung sollte nach Bodenanalyse und Entzug erfolgen
  • Ziele:
    • P: fördert Wurzelwachstum, Jugendentwicklung, stimuliert Zellwachstum und Zellteilung
    • K: fördert Fruchtreife und Ausfärbung, steigert Geschmack und Vitamin C-Gehalt, erhöht Frost- und Trockenresistenz
    • Mg: fördert Photosyntheseleistung, verbessert die Haltbarkeit der Früchte
    • Ca: fördert Zellaufbau, verbessert Lagerverhalten (Stippigkeit) und Bodenstruktur
  • Düngeempfehlungen Kernobst:
    • Magnesium: ca. 25-70 kg/ha MgO zur Vorblüte
    • Calcium: ca. 75-200 kg/ha CaO in (insgesamt Blüte bis Ernte)
    • Kalium: bis ca. 150 kg/ha K2O (ab Walnussgröße bis Ernte)
    • Phosphat: bis ca. 50 kg/ha P2O5 (Nachblüte)
  • Düngeempfehlungen Steinobst:
    • Magnesium: 25-70 kg/ha MgO (Vorblüte)
    • Calcium: 15-25 kg/ha CaO (insgesamt Vorblüte bis zur Nachblüte)
    • Kalium: 35-50 kg/ha K2O (Nachblüte)
    • Phosphat: 20-50 kg/ha P2O5 (Nachblüte)
  • Düngemittel:
    Wichtig: Einsatz von speziell auf die Bedürfnisse der Kultur abgestimmten Mehrnährstoffdüngern, wie z.B. YaraMila Complex 12+11+18, YaraRega 13+4+25, Unika Calcium 14+24+12, Krista K Plus sowie YaraLiva Calcinit und YaraLiva Nitrabor
Mikronährstoffe:

Mikronährstoffe erfüllen wichtige Funktionen im pflanzlichen Organismus und tragen darüber hinaus zur Ertragssicherung und Qualitätsverbesserung bei. Die Pflanzenanalyse (Blattanalyse) gibt für die Bemessung der Mikronährstoff-Düngung wichtige Hinweise.

  • Ziele:
    • Bor (B): verbessert das Blühverhalten (Pollenfertilität), fördert den Zellaufbau und das Dickenwachstum, verbessert Lagerfähigkeit
    • Kupfer (Cu): verbessert die Photosyntheseleistung, fördert Lignin-Synthese und die Zellwandstabilität
    • Eisen (Fe): entscheidend für den Eiweißstoffwechsel, wichtig für die Chlorophyll-Synthese
    • Mangan (Mn): ist an Photosynthese-Reaktion und am Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel beteiligt
    • Molybdän (Mo): wichtig für viele enzymatische Prozesse (Nitratreduktase), steigert die N-Verwertung der Pflanze
    • Zink (Zn): am Eiweißstoffwechsel beteiligt, fördert die Zellteilung
  • Düngeempfehlungen:
    • Die wichtigsten Mikronährstoffe für den Anbau von Kern –und Steinobst sind Bor und Mangan
    • Bor:
      • Kernobst: 0,3-0,5 kg/ha (Blattdüngung) oder 1-3 kg/ha (Bodendüngung)
      • Steinobst:  0,2-0,3 kg/ha (Blattdüngung) oder 1-3 kg/ha (Bodendüngung)
    • Mangan:
      • Kernobst: 0,5-1,0 kg/ha (Blattdüngung) oder 2-10 kg/ha (Bodendüngung)
      • Steinobst: 0,5-1,0 kg/ha (Blattdüngung) oder 2-10 kg/ha (Bodendüngung)
  • Düngemittel: möglichst formulierte Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen
pH-Wert:
  • optimal: 5,0-7,5

Rasen (Sport- und Golfplätze)

Rasen (Sport- und Golfplätze)

Stickstoff-Düngung:
  • Der Stickstoffbedarf liegt bei ca. 20 bis 30 g N/m² und Jahr
Düngung mit Phosphat, Kalium, Magnesium:
  • Frühjahr/Sommer wird ein N:K Verhältnis von ca. 2:1 gedüngt (z.B. Düngung von NPK 20-5-8 und 14-0-7)
  • Herbst: das Verhältnis wird zur Verbesserung der Frostempfindlichkeit zugunsten des Kaliums umgedreht, z.B: Verhältnis von etwa 1:1 – 0:1 N:K, z.B. NPK 15-0-20 oder NPK 0-0-24
Düngemittel:
  • Zur Vermeidung von Stickstoffverlagerungen sollten Methylenharnstoffhaltige, streufähige Dünger verwendet werden, die den Harnstoffanteil langsam freisetzen
  • Es können auch voll wasserlösliche Dünger eingesetzt werden, z.B. in geringer Konzentration über Fertigation
  • Bei Spritzbehandlungen sollte die Konzentration in der Spritze nicht höher als ein Prozent liegen, d.h. 10 kg Dünger /1000 l Wasser
pH-Wert:
  • optimal ist ein pH-Wert von ca. 5,5 – 6,5

Erdbeeren Düngung

Erdbeeren

Stickstoff-Düngung:

Normalkultur:

ca. 40 – 50 kg N im Pflanzjahr

ca. 60 – 70 kg N/ha im Erntejahr

Die Stickstoff-Düngung im Erntejahr wird am besten gesplittet. 40 kg N/ha zu Vegetationsbeginn im Frühjahr und ca. 20 kg nach der ersten Ernte.

Ziel: angepasstes Pflanzenwachstum, gesunder Blattapparat, optimale Fruchtgröße, nicht zu weiche Früchte.

Stickstoffform: Nitrat, da Ammonium-haltige Dünger zu weichen Früchten führen können. Weitere Vorteile von Nitrat sind eine schnelle und gezielte N-Wirkung, z. B. mit YaraLiva Tropicote und Unika Calcium.
Mit Unika Calcium (14+24+12) werden frühzeitig Kalium und Calcium ausgebracht. Somit wird der Zuckergehalt und die Fruchtfestigkeit von Erdbeeren optimiert.

Nährstoffaufnahme von Erdbeeren (kg/ha)

NP2O5K2OMgO
Spross + Wurzel63108010
Früchte6291104
Gesamt1251919014
Düngung mit Phosphat, Kalium, Magnesium:
  • Grund- und Nebennährstoff -Düngung:
    • Die Düngung mit Haupt- und Spurennährstoffen sollte nach Bodenanalyse und Entzug erfolgen
    • Ziele:
      • P: fördert Wurzelwachstum, Jugendentwicklung, stimuliert Zellwachstum und Zellteilung
      • K: fördert Fruchtreife und Ausfärbung, steigert Geschmack und Vitamin C-Gehalt, erhöht Frost- und Trockenresistenz
      • Mg: fördert Photosyntheseleistung, verbessert die Haltbarkeit der Früchte
      • Ca: fördert Zellaufbau, verbessert Lagerverhalten, Fruchtfestigkeit und Bodenstruktur
    • Düngeempfehlungen:
    • Pflanzjahr
      • Magnesium:  ca. 10 – 15 kg MgO/ha
      • Kalium: bis ca. 50- 60 kg/ha K2O
      • Phosphor: bis ca. 30 – 40 kg/ha P2O5
    • Erntejahr
      • Magnesium: 10 – 15 kg/ha MgO (Vorblüte)
      • Calcium:60 – 100 kg/ha CaO
      • Kalium: 100 – 120 kg/ha K2O
      • Phosphor: 30 – 40 kg/ha P2O5
Düngemittel:
Mikronährstoff-Düngung:

Mikronährstoffe erfüllen ebenfalls wichtige Funktionen im pflanzlichen Organismus und tragen darüber hinaus zur Ertragssicherung und Qualitätsverbesserung bei. Die Pflanzenanalyse (Blattanalyse) gibt für die Bemessung der Mikronährstoff-Düngung wichtige Hinweise.

  • Ziele:
    • Bor (B): verbessert das Blühverhalten (Pollenfertilität), fördert den Zellaufbau und das Dickenwachstum, verbessert die Lagerfähigkeit
    • Kupfer (Cu): verbessert die Photosyntheseleistung, fördert Lignin-Synthese und die Zellwandstabilität
    • Eisen (Fe): entscheidend für den Eiweißstoffwechsel, wichtig für die Chlorophyll-Synthese
    • Mangan (Mn): ist an Photosynthese-Reaktion und am Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel beteiligt
    • Molybdän (Mo): wichtig für viele enzymatische Prozesse, steigert die Stickstoff-Verwertung der Pflanze
    • Zink (Zn): am Eiweißstoffwechsel beteiligt, fördert die Zellteilung
  • Düngeempfehlungen:
    • Die wichtigsten Mikronährstoffe für den Anbau von Erdbeeren sind Bor und Eisen
    • Bor:
      • 0,2 – 0,3 kg/ha (Blattdüngung) oder 1-3 kg/ha (Bodendüngung) zur Blüte
    • Eisen:
      • 0,5-1,0 kg/ha (Blattdüngung) oder 2-10 kg/ha (Bodendüngung) über die Kulturzeit verteilt
  • Düngemittel: möglichst formulierte Blattdünger mit mehreren Nährstoffen einsetzen
pH-Wert:
  • optimal: 5,0-6,0

Zwiebeln

Zwiebeln

Stickstoff-Düngung:

Der Anteil der Düngerkosten im Zwiebelanbau an den Gesamtproduktionskosten ist sehr gering. Fehler bei der Düngung haben aber große Auswirkungen. Durch zu geringe Düngung wird das Ertragspotential nicht ausgeschöpft und die Qualität leidet. Aber auch eine überhöhte Zufuhr von Nährstoffen hat negative Effekte. Zuviel Stickstoff führt nicht immer einer Ertragserhöhung kann aber zu Qualitätsverlusten führen. Zuwenig Kalium hat ebenfalls eine Ertragsverminderung zur Folge.
Die Zufuhr der Nährstoffe hinsichtlich Menge und Zeitpunkt sind entscheidend für Ertrag und Qualität.

  • Beeinflussung der Qualität
    • Stickstoffmangel führt zu:
      • Kleinen Pflanzen und Zwiebeln → Zwiebelschuppen sind Blattbasen → Anzahl der Blattanlagen bestimmt die Zwiebelgröße
      • Vorzeitiger Abreife
      • Höherer Anzahl von Vegetationskegeln
    • Stickstoffüberschuß führt zu
      • Weichen Zwiebeln
      • Empfindlichkeit gegenüber Lagerkrankheiten
      • Verzögerter Abreife
      • Geringerer Anzahl von Vegetetionskegeln

Die Stickstoffdüngung sollte auf jeden Fall gesplittet werden um die Effizienz zu erhöhen. Die Zwiebel hat nur ein schwach ausgebildetes Wurzelsystem und somit nur eine geringe Aneignungsfähigkeit der Nährstoffe. Zuviel Stickstoff in einer Gabe führt zu Auswaschungsverlusten und Salzstress.

Der gesamte Stickstoff-Bedarf von Zwiebeln liegt bei ca. 160 – 200 kg N je ha.

Davon sollte ca. 1/3 der Menge als Grunddüngung vor dem Säen gegeben werden. Ein weiteres Drittel, wenn ca. 2 – 3 echte Blätter gebildet sind. Und das letzte Drittel noch einmal ca. 3 – 4 Wochen später.

Düngungsempfehlungen Zwiebeln

NährstoffNP2O5K2OMgOCaS
Düngungsempfehlung kg/ha 160-200
100-120150-20030-40100-12030-40
Düngung mit Phosphat, Kalium, Magnesium:
  • Die Düngung mit Haupt- und Spurennährstoffen sollte nach Bodenanalyse und Entzug erfolgen
  • Ziele:
    • P:
      • fördert Wurzelwachstum, Jugendentwicklung
      • stimuliert Zellwachstum und Zellteilung
    • K:
      • fördert Ausreife
      • steigert den Zuckergehalt und die Trockenmasse
      • erhöht die Lagerfähigkeit
    • Mg:
      • fördert Photosyntheseleistung
      • verbessert die Haltbarkeit der Zwiebeln
    • Ca:
      • fördert Zellaufbau
      • verbessert Lagerverhalten und Bodenstruktur
    • S:
      • verbessert die N-Effizienz
      • fördert die Schalenfestigkeit
      • verbessert die Farbe der Zwiebelhaut
      • erhöht die Schärfe (Pyruvatgehalt)
Düngmittel:
  • Kaliumsulfat (MSOP 150 kg/ha) spätestens vier Wochen vor dem Drillen, abhängig  von der Bodenanalyse
  • 400 kg/ha YaraMila Complex (12-11-18 +Mg+ S + Spurenelemente) direkt vor dem Drillen.
  • Wenn notwendig Phosphor
  • Kopfdüngung:  2 x 300 kg/ha YaraLiva Tropicote (Kalksalpeter), wenn sich zwei bis drei echte Blätter gebildet haben und drei bis vier Wochen später.
Mikronährstoff-Düngung:

Mikronährstoffe erfüllen ebenfalls wichtige Funktionen im pflanzlichen Organismus und tragen darüber hinaus zur Ertragssicherung und Qualitätsverbesserung bei. Die Pflanzenanalyse (Blattanalyse) gibt für die Bemessung der Mikronährstoff-Düngung wichtige Hinweise.

Empfindlichkeit von Zwiebeln gegenüber Spurenelementmangel

SpurenelementEmpfindlichkeit gegenüber Mangel
BGering
CuHoch
Fe
MnHoch
MoHoch
ZnHoch

Spargel

Spargel

Bedeutung der Düngung im Spargelanbau:

Insgesamt macht der Anteil der Düngerkosten im Spargelanbau nur einen ganz kleinen Teil der Gesamtproduktionskosten aus (1-2 %). Fehler bei der Düngung haben aber extreme Auswirkung auf Ihren Gewinn. Durch zu geringe Düngung wird das Ertragspotential nicht ausgeschöpft und die Qualität leidet. Aber auch eine überhöhte Zufuhr von Nährstoffen hat negative Effekte. Zuviel Stickstoff führt nicht immer zu einer Ertragserhöhung, kann aber zu Qualitätsverlusten führen. Zu wenig Kalium hat ebenfalls eine Ertragsverminderung zur Folge.

Die Zufuhr der Nährstoffe hinsichtlich Menge und Zeitpunkt sind entscheidend für Ertrag und Qualität. Allerdings müssen auch alle anderen Wachstumsfaktoren und vor allem die Wasserversorgung optimal sein. Eine gute Wasserversorgung vor allem nach der Stechperiode ist sehr wichtig für den Ertrag und die Qualität im folgenden Frühjahr.

Nährstoffaufnahme von Spargel:

In den nachfolgenden Tabellen ist die durchschnittliche Nährstoffaufnahme von Spargel aufgeführt. Quelle: Neustädter Hefte Nr. 101, 1999.

N-Düngetermine, N- Sollwerte und Bodenanalytik im Spargelanbau

BodenprobenN-Sollwert Kg/haN-Mindestvorrat Kg/haN-Mindestvorrat Sept.Messtiefe in cm
PflanzjahrAnfang Mai
Anfang Juni
85
55
603030
60
Zweites StandjahrEnde April/Mitte Mai
Anfang Juli
145
115
503090
Ab drittem Standjahr1-3 Wo.vor Stechende
100603090
N- Bedarf in Spargel-Anlagern
-bei 13000 Pft./ha-
NährstoffBedarf / Kg ha
N im Pflanzjahr 40
N im 2. Standjahr180
N in Ertragsanlage 100
Grunddüngung in Spargel-Ertragsanlagen
-Bodengehaltsklasse C-
NährstoffBedarf / Kg ha
P2O550
K2O150
MgO60

Versorgung mit Grundnährstoffen-Düngungszeitpunkt Ertragsanlagen

NährstoffDüngungszeitpunkt
Stickstoffnach Steckende
Phosphatkein bestimmter Düngetermin
Kalium1. nach der Ernte
2. ca.5 Wochen nach nach 1.Termin

MagnesiumZu Vegetatsionsbeginn ca. 40-50 %: nicht an Physiol.Stadien gebunden
CalciumMelioration, wenn nötig vor Pflanzung

Spargel-Düngung
-Verhältnis der Hauptnährstoffe-

NährstoffNP2O5K2OMgO
Entzug kg/ha1005015060
Verhältnis10,51,50,6
Düngungsempfehlung:

Aus den vorstehenden Tabellen ergibt sich folgendes Düngungskonzept. Eine Woche vor Stechende mit 300 kg /ha YaraMila 14-7-18 chlorarm düngen. 4 Wochen später eine Kopfdüngung mit nochmals 300 kg YaraMila 14-7-18 chlorarm durchführen.

Mikronährstoff-Düngung:

Mikronährstoffe erfüllen ebenfalls wichtige Funktionen im pflanzlichen Organismus und tragen darüber hinaus zur Ertragssicherung und Qualitätsverbesserung bei. Die Pflanzenanalyse (Blattanalyse) gibt für die Bemessung der Mikronährstoff-Düngung wichtige Hinweise.

  • Ziele:
    • Bor (B): verbessert das Blühverhalten (Pollenfertilität), fördert den Zellaufbau und das Dickenwachstum, verbessert Lagerfähigkeit
    • Kupfer (Cu): verbessert die Photosyntheseleistung, fördert Lignin-Synthese und die Zellwandstabilität
    • Eisen (Fe): entscheidend für den Eiweißstoffwechsel, wichtig für die Chlorophyll-Synthese
    • Mangan (Mn): ist an Photosynthese-Reaktion und am Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel beteiligt
    • Molybdän (Mo): wichtig für viele enzymatische Prozesse steigert die N-Verwertung der Pflanze
    • Zink (Zn): am Eiweißstoffwechsel beteiligt, fördert die Zellteilung

Zusätzliche Blattdüngungen bis Ende September mit Beginn des Austriebs können mit nachfolgenden Produkten durchgeführt werden:

YaraVita Tracer Mikronährstoffcocktail1 ltr/ha (2mal)
YaraVita Hydromag 2,5 ltr/ha (4mal)
YaraVita Bortrac1,5 ltr/ha (4mal)
YaraVita Actisil1 ltr/ha (2mal)

weihnachtsbaeume

Weihnachtsbäume

Düngung

1. Gabe:

  • Düngebedarf richtet sich nach dem Alter der Bäume und nach den verfügbaren Nährstoffen im Boden
  • Grunddüngung mit einem chloridarmen Volldünger (z.B.YaraMila Complex). Damit werden ca. 2/3 der N-Menge ausgebracht
  • Düngung im Zeitraum April bis Mai

2. Gabe:

  • Anfang Juli bis Ende Juli nach Triebabschluss
  • bei gut versorgten Böden reicht eine Stickstoffgabe, bei schlechter versorgten Böden kann z.B. ein NPK-Dünger sinnvoll sein
  • zur späten Ausfärbung kann bis Mitte August noch einmal eine N-Gabe (z.B. mit Kalksalpeter) gedüngt werden.

Wichtig:

  • Die Pflanzen benötigen die Nährstoffe zur Zeit des Austriebs und zum Triebwachstum. Daher sollten ca. 2/3 der Düngermenge bis kurz vor dem Austrieb ausgebracht werden. Die restliche Menge wird in der Zeit des Triebwachstums ausgebracht.
  • Blattdünger zur Verbesserung der Qualität können auch bis in den Spätsommer ausgebracht werden um z.B. eine bessere Nadelfärbung zu erzielen.
  • Da Nadelbäume chloridempfindlich sind, sollte nur chloridarme Dünger wie z.B. Kaliumsulfat eingesetzt werden
Düngerbedarf:

Bodendünger:

Düngerbedarf Bodendünger

AlterN-BedarfZeitraumDüngertypDüngermenge
1.-4. Standjahr30-40 kg N/ha
Mitte April bis Anfang MaiYaraMila COMPLEX Chloridarm 12-11-18(+2+8)
150-200 kg/ha
 
 
 
1.-4. Standjahr
 
 
 
30-40 kg N/ha
 
 
 
Juli bis Anfang August
YaraMila COMPLEX Chloridarm 12-11-18(+2+8)

Alternativ

YaraBela OPTIMAG Chloridarm 24,5% N, 8 % MgO, 6 % S

100-150 kg/ha
 
 
 
 
 50-70 kg/ha
Ab 5. Standjahr50-70 kg N/ha
Mitte April bis Anfang MaiYaraMila COMPLEX chloridarm 12-11-18(+2+8)150-200 kg/ha
 
 
 
Ab 5. Standjahr
 
 
 
50-70 kg N/ha
 
 
 
Juli bis Anfang August
YaraMila COMPLEX Chloridarm 12-11-18(+2+8)

Alternativ

YaraBela OPTIMAG Chloridarm 24,5% N, 8 % MgO, 6 % S

100-200 kg/ha
 
 
 
 
70-100 kg/ha
Ab 5. Standjahr50-70 kg N/haAnfang bis Mitte September zur AusfärbungYaraLiva TROPICOTE chloridarm 15,5% N, 26 % CaO35-60 kg/ha
Blattdünger/Spezialdünger:
  • Zur Verbesserung der Magnesiumversorgung und Ausfärbung kann von Ende April bis Mitte September ein Blattdünger mit Magnesium (z.B.YaraVita® Hydromag (33% MgO) stickstofffrei) eingesetzt werden
  • verbesserte Qualität kann bei Weihnachtsbäumen über eine optimierte Phosphor,- Kalium- und Magnesiumversorgung erfolgen, hierfür gibt es Spezialdünger
  • Eine Düngung ist über die gesamte Kulturperiode (Mai-Mitte September) möglich
  • die Aufnahme der Nährstoffe über die Nadel nimmt im zum Ende der Kulturperiode ab. Ab dem Zeitpunkt wo eine Glyphosat Behandlung „über Kopf“ möglich ist, wird kein Nährstoff über die Nadel aufgenommen.

Kopfsalat

Kopfsalat

Stickstoff-Düngung:
  • Empfehlungen anhand des Sollwerts bei 150 kg N/ha. Nmin-Werte sind vom Sollwert abzuziehen
    • In einer Gabe vor dem Pflanzen als NPK-Grunddüngung
    • Bei guter bis sehr guter P- und K-Versorgungsstufe des Bodens N-Bedarf in 2/3 als NPK-Grunddüngung und 1/3 des N-Bedarfs als Kopfdüngung aufteilen
  • Ziele:
    • Angepasste Nährstoffversorgung in den Wachstumsstadien von Kopfsalat
    • Gleichmäßiger, einheitlicher Aufwuchs und hohe Schnittquoten
    • Förderung der Ca-, Mg- und K-Aufnahme
  • Düngemittel: YaraMila Complex oder YaraMila 14-7-18 chlorarm, YaraLiva Calcinit bzw. YaraLiva  Tropicote als Nitrat-basierte Kopfdüngung
Düngung mit Phosphat, Kalium, Magnesium und Calcium:
  • Die Grund- und Nebennährstoffdüngung sollte nach Bodenanalyse und Entzugswerten erfolgen
  • Ziele:
    • P: fördert Wurzelwachstum, Zellwachstum und Zellteilung sowie die Jugendentwicklung
    • K: erhöht die Frost- und Trockenresistenz, steigert den Vitamin-Gehalt und Geschmack
    • Mg: fördert Photosyntheseleistung und Ausfärbung
    • Ca: fördert die Zellstabilität, den Zellaufbau und reduziert die Innenbrandanfälligkeit
  • Düngeempfehlungen Kopfsalat

Versuchsergebnisse zur Kopfsalat NPK-Düngung im Sommeranbau

Kontrolle ohne DüngungVergleichsproduktYaraMila GROWER 16-6-21(+2 +8)
Sollwert (kg/ha)150150
Kopfgewicht (gr.)363463512
Schnittquote (%)608095

Bei guten bis sehr guten Bodengehalten an Phosphor und Kalium empfiehlt sich der Einsatz von YaraLiva Calcinit als schnell und gezielt wirkende N-Quelle. Der Stickstoff liegt als Nitrat-N vor und ist sofort für die Kultur verfügbar. Außerdem wird die Kultur noch mit voll wasserlöslichem Calcium versorgt. Calcium reduziert Innenbrand und trägt ebenfalls zu einem verbesserten Shelf Life bei. YaraLiva Calcinit ist voll wasserlöslich und kann über die Beregnungsanlage oder mittels Fertigation ausgebracht werden. Bei der Ausbringung über die Beregnung muss folgendes beachtet werden:

  • Vorregnen, d.h. den Bestand anfeuchten
  • Einregnen, d.h. YaraLiva Calcinit ausbringen
  • Nachregnen, d.h. ca. 15 mm Wasser ausbringen

Versuchsergebisse YaraLiva CALCINIT im Sommersalat-Anbau
(Nmin-Werte vor der Pflanzung 50 kg/ha, Aufdüngung mit 100 kg N/ha als mineralischer Dünger)

Kontrolle ohne NYaraLiva CALCINIT1 Applikation YaraLiva CALCINIT
2 Applikationen
(je 50Kg N/ha)
Sollwert (kg N/ha)150150
Kopfgewicht (gr.)363397527
Schnittquote (%)608595

Als weiterer Vorteil erweist sich, dass auch kleinere Mengen Stickstoff mit YaraLiva Calcinit gezielt über die Beregnung ausgebracht werden können. Durch die sofortige Wirkung kann noch kürzere Zeit vor der Ernte das Wachstum oder auch die Grünfärbung verbessert werden. Somit wird auch der ökonomische Erfolg weiter verbessert.

N-Gehalt und N-Menge von YaraLiva CALCINIT im Beregnungsmanagement

Produkt% Ngr. N/lr. für 1%- Lösungkg N/ha je mm Beregnung
YaraLiva CALCINIT 15,51,5515,5

Kopfkohl

Kopfkohl

Stickstoff-Düngung:
  • Empfehlungen je nach Kohlart anhand des Sollwertes zwischen 250 bis 350 kg N/ha. Nmin-Werte sind vom Sollwert abzuziehen
    • In drei Gaben beginnend vor der Pflanzung und 2 Kopfgaben
  • Ziele:
    • Angepasste Nährstoffversorgung während der Vegetationsperiode
    • Förderung der K-, Mg- und Ca-Aufnahme
  • Düngemittel: YaraMila Complex und YaraLiva Tropicote bzw. YaraLiva Nitrabor als nitrat-basierte Kopfdüngung zur letzten Gabe. Nitrat-Stickstoff steht der Kultur sofort zur Verfügung.
Düngung mit Phosphat, Kalium, Magnesium und Calcium:
  • Die Grund- und Mikronährstoffdüngung sollte nach Bodenanalyse und den jeweiligen Entzugswerten erfolgen
  • Ziele:
    • P: fördert Jugendentwicklung, Wurzelwachstum und stimuliert die Zellteilung und das Zellwachstum
    • K: fördert den Vitamin C-Gehalt und verbessert die Trockenresistenz
    • Mg: fördert die Photosynthese-Leistung
    • Ca: fördert die Zellstabilität und verringert die Lagerverluste
    • Mikronährstoffe: z.B. Bor und Molybdän fördern die Zellstabilität (Bor) und den Einweißstoffwechsel und die N-Effizienz in der Pflanze
  • Düngeempfehlung Kohl:

Einige Anwendungsbeispiele für Yara Mila® Supra 8+10+20 (+2 +12)

KulturN-Sollwert in kg/ha*Grunddüngung dt/ha1. Kopfgabe dt/ha2. Kopfgabe dt/ha
Blumenkohl (Sommer)3006,506,504,00
Kopfkohl (früh)2505,505,503,00
Kopfkohl (spät, Industrie)3508,008,005,00
Nmin-Wert (Analyse vor Kulturbeginn) ist vom N-Sollwert der jeweiligen Kultur abzuziehen

Bei sehr guter Phosphat- und Kaliversorgung des Bodens, z.B. Gehaltsstufen D und E, kann die 2. Kopfgabe durch die Anwendung von YaraLiva® Nitrabor ersetzt werden. Die mit 1,5 dt/ha bis 3,00 dt/ha ausgebrachten Nährstoffe in YaraLiva® Nitrabor sind in der Tabelle 2 zu entnehmen.

Ausgerbrachte Nährstoffmenge mit YaraLiva NITRABOR

YaraLiva NITRABORkg NO3-N/hakg CaO/hagr. Bor/ha
1,52340450
2,03152600
2,53865750
3,04678900

Die Vorteile einer zweiten Kopfgabe mit YaraLiva Nitrabor sind zum einen die Versorgung der Kultur mit sofort verfügbarem Nitratstickstoff, voll-wasserlöslichem Calcium zur Verbesserung der Gewebestruktur und der Lagerfähigkeit, die durch den im Nitrabor enthaltenen Boranteil noch unterstützt wird. Abgerundet wird die Nährstoffversorgung der Kohlgewächse durch eine Anwendung von bis zu 4 l/ha YaraVita Raps FL, die unter anderem zur Versorgung mit essentiellem Mangan (70 g/l) und Molybdän (4 g/l) beitragen.

Weinbau

Weinbau

Stickstoff-Düngung:

Die Empfehlungen im Weinbau liegen zwischen 70 – 90 kg N/ha. Begrünung der Rebzeilen ist noch entsprechend zu berücksichtigen.

Ziel:

Angepasstes Pflanzenwachstum, geringere Stressanfälligkeit und verbesserte Traubenqualität durch höheren Anteil an hefeverwertbaren Aminosäuren. Verbesserter Gärverlauf und reduzierte UTA-Anfälligkeit.

Düngemittel:

YaraLiva Nitrabor oder YaraLiva Tropicote. Der hohe Nitrat-Anteil sorgt für eine schnelle und gezielte Stickstoff-Wirkung nach der Blüte auch bei Trockenbedingungen.

Düngung mit Phosphat, Kalium, Magnesium und Calcium:

Die Bemessung der Grundnährstoffdüngung sollte anhand von Boden- als auch von Blattanalysen und dem Entzug bemessen werden.

Empfehlungen:
P2O5:   15 – 25 kg/ha
K2O:     75 – 100 kg/ha
MgO:    15 – 20 kg/ha

Ziele:
P:      fördert das Wurzelwachstum, die Jugendentwicklung sowie das Zellwachstum und die Zellteilung
K:      fördert die Traubenreife, erhöht die Frost- und Trockenresistenz
Mg:   fördert die Photosyntheseleistung, geringere Anfälligkeit gegenüber Stiellähme

Düngemittel:

Es empfiehlt sich der Einsatz von auf den Weinbau abgestimmten Mehrnährstoffdüngern, wie z.B.
YaraMila Complex 12+11+18 (+2+8) oder YaraRega 13+4+25 zu Vegetationsbeginn.
Der Kaliumbedarf kann darüber hinaus mit Unika Kali gezielt ergänzt werden.
Magnesium kann durch geeignete Blattdüngungsmaßnahmen mit YaraVita Hydromag (500 g/ltr. MgO) appliziert werden.

Eisen und Mikronährstoffe:

In Chlorose-empfindlichen Lagen empfiehlt sich eine vorbeugende (prophylaktische) Behandlung mit Fe-haltigen Blattdüngern. YaraVita Weinbau Eisen F kann ab dem 4 – 5 Blattstadium eingesetzt werden. Nicht in die Blüte applizieren.

Der Bedarf an weiteren essentiellen Mikronährstoffen wie z.B. Bor, Mangan oder Kupfer kann mit den jeweiligen Blattdüngern der YaraVita Serie (YaraVita Bortrac, Mantrac pro oder Coptrac) abgedeckt werden.

Zur Vorbeugung und Abmilderung von Stresssituationen sollte YaraVita Vino Komplett anhand der Empfehlungen eingesetzt werden.

Ziele:

Durch den Einsatz von Eisen über das Blatt soll der Blattapparat in Chlorose-empfindlichen Lagen schon vor der Blüte leistungsfähig erhalten werden. Bor fördert das Pollenschlauchwachstum und somit das Blühverhalten. Mangan verbessert als zentraler Bestandteil des Chlorophyll-Moleküls die Photosynthese-Leistung und Kupfer fördert u.a. die Stickstoff-Aufnahme.