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N-Düngung:

  • N-Sollwert liegt bei 210 kg N/ha beim Futterweizen und bei 230 kg N/ha beim Backweizen (LWK Niedersachsen)
  • Je nach Standort und Ertragserwartung ergeben sich noch Zu- und Abschläge

N-Herbstgabe:

  • Eine N-Gabe im Herbst ist bei Winterweizen in der Regel nicht notwendig
  • Auf sehr leichten, extrem schweren, untätigen Böden, auf Standorten mit hohem N-Entzug durch die Vorfrucht, nach der Einarbeitung hoher Strohmengen kann in Einzelfällen eine Herbstdüngung notwendig sein (ca. 30 kg N/ha)

Andüngung:

  • Abhängig vom Bestand im Frühjahr (siehe Newsletter 33)
  • Beeinflusst: Tausendkornmasse (TKM), Kornzahl pro Ähre, Anzahl ährentragender Halme
  • Ziel: ausreichend kräftige Triebe erzeugen
  • Andüngung mit 60 kg N/ha (LWK Niedersachsen)
  • Düngemittel: N-Dünger mit Nitratanteil bieten den Vorteil, dass das Nitrat unabhängig von der Witterung und den Bodentemperaturen direkt von den Pflanzen aufgenommen wird, daher ist eine schnelle Wirkung gewährleistet
  • Wichtig: Gerade bei milden Wintern wird häufig eine reduzierte Startgabe ausgebracht, wenn die Bestände sich zu Vegetationsbeginn gut präsentieren: Häufig haben die Kulturen die Böden im Winter auch stark an verfügbarem N entleert, die N-Nachlieferung kann also stark eingeschränkt sein, was bei einer verminderten Andüngung zu N-Mangel und einer unerwünschten Triebreduktion führen kann!
  • Tipp: Direkt mit der Startgabe den Schwefelbedarf abdecken (ca. 10-20 kg S/ha)

Schossergabe:

  • Beeinflusst: Anzahl ährentragender Halme, Kornzahl pro Ähre (siehe Newsletter 34)
  • Ziel: Förderung der Triebe erster und zweiter Ordnung, Absicherung der Kornzahl pro Ähre
  • Frühjahrsbetonte N-Düngung (60-80 kg N/ha zur Andüngung): 30-50 kg N/ha zur Schossergabe
  • Reduzierte Düngung zur ersten Gabe (30-50 kg N/): 60-80 kg N/ha zur Schossergabe
  • Empfehlung (LWK Niedersachsen): 90 kg N/ha – Nmin zum Schossen
  • Wichtig: Wurde Schwefel noch nicht zur ersten N-Gabe ausgebracht, sollte nun eine S-Düngung erfolgen (10-20 kg S/ha)
  • Tipp: Nutzen Sie Hilfsmittel  wie den Yara N-Tester: Hiermit kann direkt im Bestand der Bedarf der Pflanzen an N gemessen werden

Spätgabe:

  • Beeinflusst: TKM, Qualitätseigenschaften (siehe Newsletter 37)
  • Ziel: hoher Ertrag und/oder  hohe Proteinwerte
  • Höhe der Düngung, je nach Standort und Ertragserwartung sowie Sorte  ca. 60 - 80 kg N/ha (LWK Niedersachsen)
  • Frühe Gabe (BBCH 39/49) fördert Kornfüllung
  • Späte Gabe (BBCH 51/61) verbessert die Qualität
  • Qualitätsweizen (intensiv): Aufteilung der Spätgabe auf  z.B.: 50 kg N/ha in BBCH 49/51, 30 kg N/ha in BBCH 55/59, eine Schwefelgabe von ca. 10 -15  kg S/ha unterstützt die Proteinbildung!
  • Tipp: auch zur Spätgabe kann wie bei der Schossergabe der N-Tester als Hilfsmittel zur Ermittlung des N-Bedarfes eingesetzt werden
  • Wichtig: bei hohen Temperaturen und Trockenheit kann bei harnstoffhaltigen N-Düngern mehr als 20% des gedüngten N als Ammoniak entgasen. Daher ist es sinnvoll,  verlustarme Mineraldünger wie z.B. Kalkammonsalpeter zur Spätgabe einzusetzen

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Weizen

S-Düngung:

  • Der S-Bedarf liegt beim Winterweizen bei 10-20 kg S/ha
  • S-Aufnahme läuft parallel zur N-Aufnahme ab, daher sollte die S-Gabe möglichst mit der ersten oder zweiten N-Gabe erfolgen
  • Zur Verbesserung des Proteingehaltes beim Qualitätsweizenanbau sollte ein zusätzliche S-Düngung von 10-15 kg S/ha zur Spätgabe erfolgen (siehe Sondernewsletter 1/2010)
  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da direkt pflanzenverfügbar

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Düngung mit P, K, Mg:

  • Ziel: Optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgte Winterweizenbestände sind z.B. bei extremen Witterungsbedingungen (Trockenheit) robuster als unterversorgte Bestände
  • Düngemittel:
    • Einsatz von z.B. NPK Dünger im Frühjahr: Nährstoffe werden wurzelnah zur Verfügung gestellt, alle Nährstoffe in einem Düngerkorn (bessere Verteilung als Einzelkomponenten),
    • generell gilt, dass Nährstoffe am besten bei einer Ausbringung im Frühjahr von den Pflanzen ausgenutzt werden
    • in Kalkammonsalpeter von einigen Herstellern ist bis zu 4% MgO enthalten
  • Entzüge: siehe Entzugsrechner
  • Wichtig: unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (z.B: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 - 2000 kg/ha Phosphat oder Kali benötigt
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen

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Mikronährstoffe:

  • Ziel: Ertragsabsicherung, Vorbeugen von Stresssituationen (Siehe hierzu: NL 5/2010)
  • Düngemittel: Kombinationsprodukte wie z.B. 2-3 l/ha YaraVita Getreide einsetzen
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 g/ha
    • Kupfer: 90 g/ha
    • Zink: 600 g/ha
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Früh gesäter Winterweizen kann auch im Herbst ab BBCH 12 gedüngt werden
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehren Nährstoffen einsetzen:
  • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
  • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

pH-Wert:

  • pH-Wert von 6,0 bis 7,5 ist optimal

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