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NP- und NPK-Dünger enthalten mehrere Nährstoffe in verschiedenen Konzentrationen. Im Gegensatz zu Bulk-Blends - mechanisch gemischten Mehrnährstoffdüngern - liegen alle Nährstoffe bei industriell gefertigten Produkten in einem Düngerkorn vor. Somit ist eine gleichmäßige Verteilung aller Nährstoffe über die gesamte Fläche gegeben. (siehe: Lagerung und Technik > Streutechnik Grundlagen > Mischdünger und ihre Tücken)
Ein "klassischer" Volldünger ist z.B. ein 15/15/15. Jedoch ist das Spektrum an Formeln vielseitig, so dass für jede Bewirtschaftungsform ein geeigneter Dünger angeboten wird. Die meisten Volldünger sind um die Nährstoffe Schwefel und Magnesium ergänzt erhältlich. Einige Sorten sind um Spurennährstoffe erweitert. Die Nährstoffe in den NPK-Düngern liegen in hoch wasserlöslichen Formen vor. Hierdurch wird eine hohe und schnelle Pflanzenverfügbarkeit gesichert.

Im Frühjahr kann die Nährstoffverfügbarkeit aus dem Boden durch ungünstige Bedingung wie Kälte und Nässe stark eingeschränkt sein. Vorübergehend können den Pflanzen dann nicht alle Nährstoffe zur Verfügung stehen. Dieser Effekt wird durch die zu Vegetationsbeginn geringe Wurzelmasse der Pflanzen verstärkt. Die Pflanzen haben dann wenig Boden erschlossen und können demzufolge nur über ein geringes Nährstoffangebot im Boden verfügen. Solche vorübergehenden Mangelsituationen können mit schnell wirkenden Volldüngern abgestellt werden und den Pflanzen kann ein Wachstumsvorsprung durch eine ausreichende Nährstoffversorgung ermöglicht werden.


Quelle: fertiva                                                                                                                                                                                   


So sind beispielsweise bei der Sommergerste erhebliche Ertragseffekte durch eine NPK-Düngung zur Saat, auch bei Versorgungsstufe C für Phosphat und Kali, bekannt. Dies ist auch auf die kurze Wachstumszeit der Sommergerste zurück zu führen. Zeitweise eingeschränkte Nährstoffverfügbarkeit wird hier besonders deutlich.

Arbeitswirtschaftliche Entlastung:
Mit NPK-Volldüngern kann bei Verwendung von P- und K-reichen Sorten die gesamte Grunddüngung über die NPK-Anwendung abgedeckt werden. Dies gilt insbesondere bei Verwendung anderer P- und K-Quellen wie Wirtschaftsdüngern und Klärschlamm, wenn nur Teilmengen des P- und K- Entzugs durch Mineraldünger ergänzt werden müssen. Beim Einsatz von N-reichen NPK's (mit geringeren P- und K-Gehalten) sollte der P- und K- Bedarf über entsprechende Einzeldünger während der Fruchtfolge ergänzt werden. Das Ausmaß der arbeitswirtschafltichen Entlastung durch Einsparung von Überfahrten hängt also vom Betriebstyp und der Auswahl der verwendeten NPK-Dünger ab.

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