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       fotografiert von Dr. R.-R. Schulz


Die Sonnenblume ist durch eine hohe Nährstoffnachlieferung aus ihren Ernte-Wurzel-Rückständen (EWR) sowie durch ihre sehr gute Bodenerschliessung eine optimale Vorfrucht. Die hohe Grunddüngung zu Sonnenblumen ist eine gute Investition für die gesamte Fruchtfolge.

N-Düngung

Die  Gesamtstickstoffaufnahme liegt bei 130 bis 200 kg N/ha, je nach Ertragsniveau. Dabei reagieren Sonnenblumen sehr empfindlich auf ein zu hohes N-Angebot mit erhöhtem Infektionsdruck, Lagerneigung und niedrigem Ölgehalt. Deswegen kommt der Anrechnung von Nmin und der genauen Abschätzung der Stickstoff-Nachlieferung bis zur Blüte eine große Bedeutung zu.

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Düngung mit P, K

- P-Düngung (Versorgungsstufe C):       50-80 kg P2O5/ha vor der Aussaat
- K-Düngung (Versorgungsstufe C):       150-200 kg K2O/ha

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S- und Mg-Düngung

Während des Schossens eines Sonnenblumenbestandes werden in kurzer Zeit sehr hohe Magnesiummengen für die Chlorophyll- und Kohlenhydratbildung benötigt. Auch zur Ölbildung während der Assimilatverlagerung in die Achänen ist eine ausreichende Magnesiumaufnahme notwendig

 

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Mikronährstoffe:

Bor

  • Sonnenblumen haben einen höheren optimalen Borgehalt als Raps: auf ausreichende Borzufuhr achten!
  • Empfohlene Blattdüngung: 200-400 g Bor/ha
  • Borgaben auf alle Pflanzenschutzmaßnahmen aufsplitten, da Bor in der Pflanze nur über das Xylem,  also mit dem Transpirationsstrom  transportiert wird. Damit  ist eine Umverteilung aus behandelten Blättern in neu zuwachsende Blatt- und Verzweigungsetagen nicht möglich.
  • Ideal ist eine 3-malige Spritzung mit jeweils 100-150 g Bor/ha

Tab. Mikronährstoffentzug von Sonnenblumen  bei 40 dt/ha Samenertrag (g/ha Gesamtpflanze, angepasst n. Finck 1998)

Zink, Kupfer

  •  bei Zink und Kupfer liegen die Pflanzengehalte höher als bei Raps und Getreide
  • aufgrund der sehr intensiven Durchwurzelung können Mikronährstoffe bei ausreichender Verfügbarkeit (Versorgungsstufe E) gut erschlossen werden. Bei Versorgungsstufe A/C wird eine ergänzende Blattdüngung empfohlen.
  • Empfohlene Blattdüngung:
    Kupfer: 100-150 g Cu/ha
    Zink: 150-250 g Zn/ha
Mangan
  • eine ausreichende Manganversorgung wird für hohe Leistungen aus der Photosynthese und besseren Bewältigung von Trockenstress benötigt
  • Empfohlene Blattdüngung: 150-250 g Mn/ha

Mangan, Kupfer und Zink können nach Pflanzenanalyse gezielt gespritzt oder mit kombinierten Produkten vorsorglich ergänzt werden (z. B. 2 l/ha YaraVita Getreide)
Unter folgenden Bedingungen ist neben Bor auf eine ergänzende Mikronährstoffversorgung über Blattdüngung  zu achten:

  • auf leichten und mittleren Standorten
  • pH-Werte > 6,2 (B, Mn, Zn, Cu)
  • Trockenheit  bzw. Wechselfeuchte
  • Mulchsaaten und sehr lockere  Standorte

 


pH-Wert:

  • optimaler Bereich pH 6-7 je nach Standort

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