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N-Düngung:

  • N-Sollwert liegt bei 140 kg N/ha bei Futtergerste und 120 kg N/ha bei Braugerste (LWK Niedersachsen)

Andüngung:

  • Beeinflusst: Tausendkornmasse (TKM), Kornzahl pro Ähre, Anzahl ährentragender Halme
  • Ziel: ausreichend kräftige Triebe erzeugen
  • Futtergerste: 140 kg N/ha – N-min (LWK Niedersachsen), hohe N-Mengen können in 1a (zur Saat) und 1b (3-Blattstadium) aufgeteilt werden
  • Braugerste: 120 kg N/ha – N-min (LWK Niedersachsen), Startgabe möglichst zur oder kurz nach der Saat ausbringen (bis 3-Blatt-Stadium)
  • Düngemittel: N-Dünger mit Nitratanteil bieten den Vorteil, dass das Nitrat unabhängig von der Witterung und den Bodentemperaturen direkt von den Pflanzen aufgenommen wird, daher ist eine schnelle Wirkung gewährleistet
  • Tipp: Zur Andüngung NPK+S einsetzen, Dünger kann direkt zur Saat oder kurz danach ausgebracht werden
  • Zuschläge: schlechte Bodenstruktur, schwere Böden
  • Abschläge: regelmäßige org. Düngung
  • Auf den Einsatz organischer Düngemittel sollte beim Anbau von Braugerste verzichtet werden, da die N-Nachlieferung schnell zu hoch sein kann

Schossergabe:

  • Beeinflusst: Anzahl ährentragender Halme, Kornzahl pro Ähre
  • Ziel: Förderung der Triebe erster und zweiter Ordnung, Absicherung der Kornzahl pro Ähre
  • Aufgrund der Lagerneigung und der Gefahr der Verzögerten Abreife der Sommergerste (grünes Stroh) wird häufig mit der Andüngung die gesamte Nährstoffmenge ausgebracht
  • Braugerste: späte N-Gaben können zu hohen Proteingehalten führen, die beim Braugerstenanbau nicht erwünscht sind, daher sollte ein 2. N-Gabe nur auf leichten Standorten erfolgen
  • Falls eine Schossergabe ausgebracht wird, sollte diese bis BBCH 29/30 ausgebracht werden

Spätgabe:

  • Nicht notwendig

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Gerste

S-Düngung:

  • Der S-Bedarf liegt beim Sommergerste bei 10-20 kg S/ha
  • S-Aufnahme läuft parallel zur N-Aufnahme ab, daher sollte die S-Gabe möglichst mit der ersten oder zweiten N-Gabe erfolgen
  • Düngemittel mit Schwefel in Sulfatform einsetzen, da direkt pflanzenverfügbar

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Düngung mit P, K, Mg:

  • Aufgrund des gering ausgeprägten Wurzelsystems sollten die Grundnährstoffe direkt mit der Startgabe ausgebracht werden (z.B. NPK+Mg+S) (siehe Abb.)
  • Sommerbraugerste: Entzüge: siehe Entzugsrechner
  • Sommerfuttergerste: Entzüge: siehe Entzugsrechner
  • Wichtig: unterlassene Grunddüngung spart nur vordergründig Geld, denn: das Problem wird in die Zukunft verlagert: für die Anhebung des Nährstoffgehaltes des Bodens (z.B: von Gehaltsklasse B nach C) werden 1000 – 2000 kg/ha Phosphat oder Kali benötigt
  • Tipp: Grundnährstoffe in Höhe des Entzugs düngen

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Mikronährstoffe:

  • Ziel: Ertragsabsicherung, Vorbeugen von Stresssituationen (siehe auch NL 5/2010)
  • Düngemittel: Kombinationsprodukte wie z.B. YaraVita Getreide einsetzen
  • Entzüge:
    • Mangan: 800 g/ha
    • Kupfer: 90 g/ha
    • Zink: 600 g/ha
  • Düngung: im Frühjahr zum BBCH 25-37
  • Tipp: kulturspezifische Blattdünger mit mehren Nährstoffen einsetzen:
    • Keine Überversorgung mit Einzelnährstoffen
    • Versteckter/latenter Mangel der wichtigsten Mikronährstoffe wird behoben

pH-Wert:

  • 5,5 – 6,0 (leichte Böden) und 6,5 – 7,0 (bessere Standorte)  optimal

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