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Sekundärrohstoffdünger werden hauptsächlich im außerlandwirtschaftlichen Bereich erzeugt. Für den gezielten Einsatz sollte eine Nährstoffanalyse erfolgen. Hohe Transport- und Ausbringkosten schränken den Einsatz von SEROs ein. Die Eigenschaften und Nährstoffgehalt sind hier ( siehe: Grundlagen der Düngung>>Organische Dünger ) beschrieben.

Wie der Düngerbedarf für P und K ermittelt wird, ist hier nachzulesen. ( siehe: Angewandte Düngung>>Grunddüngung>> Bedarfsermittlung/Planung ) Der Einsatz von SEROs wird durch Ausbringverbote, Abstandsauflagen, Sperrfristen, Nährstoffuntersuchungen und -vergleiche durch die Düngeverordnung beschränkt.
Klärschlämme, Komposte und Fleischknochenmehle stellen die größte Gruppe der SEROs, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Sie unterliegen sowohl abfallrechtlichen als auch düngemittelrechtlichen Bestimmungen. Hauptsächlich werden die Dünger zur Verbesserung der Grundnährstoffversorgung eingesetzt. Je nach Herkunft und Behandlung schwanken die Nährstoffgehalte. Eine homogene Durchmischung der SERO's erhöht die Düngewirkung. Die enthaltenen Nährstoffe sind je nach Herkunft nicht direkt pflanzenverfügbar. Genaueres finden Sie unter Grundlagen der Düngung>>Organische Dünger. An die Ausbringtechnik werden hohe Ansprüche gestellt, um eine exakte Querverteilung zu erzielen.



Bei der Anwendung von Klärschlamm ist neben der Düngeverordnung auch auf die Klärschlammverordnung zu achten.

Komposte können vor allem dort eingesetzt werden, wo die Bodenfruchtbarkeit und ein guter Humusgehalt über die Fruchtfolge nicht aufrecht erhalten werden können. Auf solchen Standorten liegt die Wirkung von Komposten weniger auf der Düngerwirkung der enthaltenen Nährstoffe, als viel mehr auf einer Anhebung des Humusgehaltes. Dadurch können die Böden in ihrer Aktivität, vor allem aber im Wasserspeichervermögen befristet aufgewertet werden.

Fleischknochenmehle (FKM) enthalten wesentlich Stickstoff und Phosphat. Nur das Phosphat aus den Fleischresten relativ rasch verfügbar. Das Phosphat aus den Knochen, der überwiegende Anteil im FKM, ist erst verfügbar, wenn die Knochensplitter zersetzt sind. Darin begründet liegt die Ursache für die geringe Phosphatnachlieferung aus FKM, die bei gut eingestellten pH-Werten häufig nicht ausreicht. Die Knochensplitter und das Phosphat aus diesen werden bei niedrigen pH-Werten besser zersetzt. In Gefäßversuchen wurde eine Phosphatwirkung von 20 bis 60% im Vergleich zu Phosphaten aus Mineraldüngern festgestellt.
Die Stickstoffausnutzung liegt bei 60 bis 90% im Vergleich zur Düngerwirkung von Mineraldüngern. Im Gegensatz zu Phosphat sind hohe Stickstoffgehalte in dem Fleischanteil des FKM zu finden. FKM sollte flach eingearbeitet werden, bevor die Saat erfolgt.

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