Nach § 5 der Düngeverordnung ist jeder Landwirt verpflichtet für die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor jährlich einen betrieblichen Nährstoffvergleich zu erstellen. Dies kann entweder in Form einer Flächenbilanz oder aggregierten Schlagbilanz erfolgen. Die so ermittelten Nährstoffsalden sind zu mehrjährigen Mittelwerten zusammenzufassen.
Für Phosphor ist der Gehalt im Boden durch Untersuchung für jeden Schlag ab 1 ha mindestens alle 6 Jahre zu ermitteln.
Der Nährstoffvergleich für Phosphor sollte im Mittel von 6 Düngejahren die Menge von 20 kg/ha Phosphat (8 kg P) nicht überschreiten.
Dieser mehrjährige Saldenmittelwert ist bei Stickstoff erstmals für den 3-Jahreszeitraum 2006 bis 2008 und bei Phosphat für den 6-Jahreszeitraum 2006 bis 2001 zu erstellen. In der Zwischenzeit bis zum Jahr 2011 reicht es aus, die mehrjährigen Mittelwerte aus den jeweils schon vorliegenden Jahreswerten zu bilden.

Dieser Phosphatüberschuss kann überschritten werden, wenn sich im Durchschnitt aller Schläge des Betriebes über 1 ha (gewogenes Mittel) aus den Bodenuntersuchungsergebnissen weniger als

  • 20 mg P2O5/100 g Boden Cal-Methode oder
  • 25 mg P2O5/100 g Boden DL-Methode oder
  • 3,6 mg P/100 g Boden EUF-Methode ergibt.
Damit ist gewährleistet, dass Böden mit geringem Phosphatgehalt (Unterversorgung) entsprechend aufgedüngt werden können, mit dem Ziel der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.

Werden die Stickstoff- und Phosphatsalden eingehalten, so gilt die Vermutung, dass die Anforderungen an die gute fachliche Praxis der Düngebedarfsermittlung und der Düngemittelanwendung erfüllt wurden.

Bei der Erzeugung bestimmter Qualitäten, bei witterungsbedingten Missernten oder anderen besonderen Verhältnissen können dadurch bedingte, unvermeidliche N-Saldenüberschüsse nur nach Vorgabe und in Abstimmung mit der Landwirtschaftsverwaltung als tolerabel angesehen werden.
Die Ausgangsdaten und die ein- und mehrjährigen Vergleichsrechnungen sowie die Berechnung des Einsatzes tierischer Wirtschaftsdünger sind 7 Jahre lang aufzubewahren. Eine Planung der Düngung hilft die Salden einzuhalten und zu verbessern. Entsprechende Kalkulationsprogramme werden angeboten (Yaraplan).

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