Homepage
Das Verfahren YARA-N-Tester (siehe: YARA-N-Tester) wurde Anfang der 90er Jahre für den Getreidebau entwickelt. Es ist ein optisches Verfahren. Das leicht zu bedienende Gerät misst die Schwächung eines Lichtimpulses bei verschiedenen Wellenlängen nach der Durchstrahlung von Blättern. Für eine Düngungsempfehlung ist repräsentativ über den Schlag oder Schlagteil verteilt an 30 Pflanzen das jeweils jüngste voll entwickelte Blatt zu messen. Der gemittelte Messwert korreliert mit der Grünfärbung bzw. dem Chlorophyllgehalt der Blätter und diese mit dem N-Ernährungszustand. Die unterschiedliche natürliche Färbung der Sorten wird durch einen Korrekturwert berücksichtigt. Voraussetzung für die Anwendung zur Präzisierung der N-Düngung zum Schossen und Ährenschieben ist, dass die natürliche Färbung der Blätter nicht durch andere Mangelsymptome (z.B. Schwefel- oder Magnesiummangel) oder Krankheiten beeinträchtigt ist.
Für die teilflächenspezifische Stickstoffdüngung hat sich in der Praxis der YARA N-Sensor® (siehe: YARA-N-Sensor) bewährt. Der Ernährungszustand eines Bestandes hinsichtlich Stickstoffs ist nicht an jeder Stelle des Schlages gleich. Dies bedeutet, dass der zu ergänzende N-Düngebedarf auf einem Schlag erheblich schwanken kann. Ursache hierfür sind kleinräumig wechselnde Bodenverhältnisse und Bewirtschaftungseinflüsse. Der N-Sensor ermittelt über Chlorophyll- und Biomassemessungen den aktuellen Ernährungszustand der Pflanzen teilflächenspezifisch und zeigt gut und schlecht versorgte Teilbereiche auf. Speziell auf unterversorgten Teilflächen besteht zum Zeitpunkt der 2. N-Gabe durch N-Mangel die Gefahr, dass zu viele Triebe reduziert werden und zu wenige Ährchen angelegt werden. Das Ertragspotenzial in diesen Bereichen kann dann nicht mehr ausgeschöpft werden.

Der Nitratschnelltest und der Nitracheck wurden zur exakten Bestimmung der Nitratgehalte im Pflanzensaft in den 80er Jahren in die Praxis eingeführt. Diese Tests können mit den entsprechenden Hilfsmitteln direkt auf dem Feld durchgeführt werden. Aus mehreren repräsentativ über den Schlag oder Schlagteil entnommenen Halmen ist am Halmgrund Pflanzensaft auszupressen, mit Nitrat-Indikatorpapier (Merckoquant-Nitratteststäbchen) zu testen und die eintretende Violettfärbung anhand der auf der Packung aufgedruckten Farbskala einem Farbwert zuzuordnen. Dieser korreliert mit dem Nitratgehalt im Pflanzensaft und dieser wiederum mit dem N-Ernährungszustand des Bestandes.

>> zurück