Eine hohe N-Effizienz bedeutet, dass ein hoher Anteil des gedüngten Stickstoffs von den Pflanzen aufgenommen wird. Sie ermöglicht die Erzielung des ökonomisch optimalen Ertrags und optimaler Qualitäten mit minimalem N-Aufwand.
Eine Düngung über das ökonomische Optimum hinaus verursacht höhere Kosten und hat negative Auswirkungen auf die Umwelt. (siehe: Umwelt > Bilanzen)
Häufig werden die verschiedenen N-Formen, bzw. verschiedene N-Dünger wie Kalkammonsalpeter, Harnstoff oder AHL, als wirkungsgleich betrachtet.
Feldversuche zeigen, dass zwar mit allen N-Düngern Höchsterträge erzielt werden können. Der hierfür nötige N-Aufwand ist aber bei Einsatz nitrathaltiger Dünger wie Kalkammonsalpeter meist niedriger. N-Formenvergleiche sollten daher generell mit Stickstoff-Steigerungsversuchen verknüpft sein.

Höhere N Effizienz und agronomische Leistung



Dies wird in oben stehender Abbildung deutlich. Häufig muss bei einer Harnstoff Düngung deutlich mehr N eingesetzt werden, um ähnliche Erträge wie bei einer Düngung mit Kalkammonsalpeter zu erzielen. Der Versuch (Abb. Oben) zeigt, dass die Dünger Effizienz bei Einsatz von Harnstoff deutlich geringer als bei der Düngung mit Kalkammonsalpeter ist. Bei der Harnstoff-Variante wurden 40 kg N mehr als bei den mit Kalkammonsalpeter gedüngten Parzellen benötigt um vergleichbare Erträge zu erzielen.
Leider wird in vielen N-Formen-Vergleichen aus Kostengründen auf eine N-Steigerung verzichtet. Somit sind Fehlinterpretationen häufig vorprogrammiert.

N-Steigerungsversuche zeigen, dass KAS den Höchstertrag bereits bei
geringerer Aufwandmenge erzielt als Harnstoff



Diese höhere Düngeeffizienz nitrathaltiger Dünger wird in zahlreichen Versuchen bestätigt.
Verdeutlicht wird dies bei Betrachtung von Ertragskurven, die aus N-Steigerungsversuchen für die verschiedenen N-Formen abgeleitet werden können. Das Beispiel zeigt die mittleren Ertragskurven von Kalkammonsalpeter und Harnstoff von 12 Standorten mit Winterweizen. Bei Auswertung der Ertragskurven wird auch hier deutlich, dass mit dem nitrathaltigen KAS das Düngeoptimum bereits mit 40 kg N/ha weniger erreicht wurde!

Wo aber liegen die Ursachen für die unterschiedliche N-Effizienz der verschiedenen N-Formen bzw. N-Düngemittel?
Die Gründe für die Wirkungsunterschiede von Nitraten und Ammonium oder Harnstoff (Amid) sind vielfältig und häufig nicht mit einer einzigen einfachen Erklärung zu begründen.
Vielmehr ist es oft eine von der Witterung und Bodenbedingungen abhängige Kombination verschiedener Ursachen, die für die unterschiedliche N-Effizienz verantwortlich ist. Die wichtigsten Prozesse, die Wirkungsunterschiede zwischen den N-Formen in Düngemitteln verursachen, sind:
Unterschiedlich schnelle Umsetzung im Boden und Aufnahme durch die Pflanzen.

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