| Mischdünger und ihre Tücken | |
In der Praxis werden häufig mechanisch gemischte Volldünger, so genannte "Bulk blends" angeboten. Vorteile, wie individuelle Nährstoffzusammensetzungen und günstigere Nährstoffpreise gegenüber industriell gefertigten Volldüngern werden dabei meist herausgestellt.
Nachteile, wie schlechtere Streueigenschaften und fehlende Transparenz bzgl. der eingesetzten Komponenten werden kaum beleuchtet. Denn die Qualität und Streufähigkeit der Mischdünger ist stark von den Ausgangsprodukten und deren Ähnlichkeit in ihren physikalischen Eigenschaften abhängig.
Ein Produkt wie in Abbildung 3 links unterliegt bei jedem Umschlag einer starken Entmischung. Selbst wenn das Produkt direkt in den Düngerstreuer abgefüllt würde, ergibt sich durch die Trichterform und die Bewegung der gesamten Maschine ein Entmischungseffekt, der mit bloßem Auge erkennbar ist: Geht das Produkt im Düngerstreuer zur Neige, so bleibt das Granulat mit der höchsten Korngröße vermehrt übrig. Dies ist ein Hinweis darauf, dass sich im Verlauf der Düngerapplikation die Zusammensetzung der Düngermischung verändern wird.
Folgende Abbildungen zeigen sehr deutlich, wie sich die Düngerzusammensetzung durch die Bewegung des gesamten Düngerstocks im Düngerstreuer verändert.
Auch beim Umschlag und der Einlagerung von blend-Ware findet eine Entmischung statt, die durch eine Probenahme an verschiedenen Stellen des Düngerstocks dokumentiert werden kann. Die nachfolgenden Abbildungen zeigen dies schematisch.
Schlechtere Nährstoffverteilung
Schauen Sie sich einen industriell gefertigten Volldünger im Vergleich zu einem Mischdünger an. Der Mischdünger enthält verschiedene Komponenten, die im ungünstigsten Fall je nur einen Nährstoff enthalten. Ein NPK Fertigdünger enthält in jedem Korn alle deklarierten Nährstoffe. Das ist für die Wirksamkeit und die Nährstoffverteilung entscheidend. Somit werden alle Nährstoffe gleichmäßig über die Fläche verteilt. Die Nährstoffe werden nahe an die Wurzel appliziert. Bei Mischdüngern werden im Gegensatz dazu die Einzelkomponenten in weitem Abstand voneinander verteilt.
Gerade Phosphat hat nur eine geringe Mobilität im Boden und muss daher nah an die Pflanzenwurzel gebracht werden. Dies kann nur durch einen fertig formulierten Volldünger erreicht werden. Bei einem Mischdünger würde Die Korndichte je nach Anteil der P-haltigen Komponenten wesentlich geringer ausfallen und eine unzureichende Bodenbedeckung bedeuten.
Wirksamkeit der Komponenten
Wie auch bei einem industriell gefertigten NPK-Volldünger ist der Hersteller eines Mischdüngers verpflichtet, eine Deklaration des Mischdüngers vorzunehmen und dem Landwirt auszuhändigen. Die relevanten Informationen sind
Nachteile, wie schlechtere Streueigenschaften und fehlende Transparenz bzgl. der eingesetzten Komponenten werden kaum beleuchtet. Denn die Qualität und Streufähigkeit der Mischdünger ist stark von den Ausgangsprodukten und deren Ähnlichkeit in ihren physikalischen Eigenschaften abhängig.
Abbildung 1: Drei Qualitäten von Mischdüngern, allein die rechte Variante wäre bzgl.
der Streufähigkeit vertretbar

Quelle: BASF
der Streufähigkeit vertretbar

Quelle: BASF
Folgende Gefahren bergen mechanisch gemischte Dünger:
- Unverträglichkeit der Komponenten
- Entmischung bei Umschlag, Transport, Lagerung und Ausbringung
- Schlechtere Nährstoffverteilung
- Ungewisse Wirksamkeit, bei unzureichend deklarierten Mischungen
Ein Produkt wie in Abbildung 3 links unterliegt bei jedem Umschlag einer starken Entmischung. Selbst wenn das Produkt direkt in den Düngerstreuer abgefüllt würde, ergibt sich durch die Trichterform und die Bewegung der gesamten Maschine ein Entmischungseffekt, der mit bloßem Auge erkennbar ist: Geht das Produkt im Düngerstreuer zur Neige, so bleibt das Granulat mit der höchsten Korngröße vermehrt übrig. Dies ist ein Hinweis darauf, dass sich im Verlauf der Düngerapplikation die Zusammensetzung der Düngermischung verändern wird.
Folgende Abbildungen zeigen sehr deutlich, wie sich die Düngerzusammensetzung durch die Bewegung des gesamten Düngerstocks im Düngerstreuer verändert.
Abbildung 2: Entmischung der blend-Ware im Düngerstreuer

Quelle: BASF Quelle: BASF

Quelle: BASF Quelle: BASF
Auch beim Umschlag und der Einlagerung von blend-Ware findet eine Entmischung statt, die durch eine Probenahme an verschiedenen Stellen des Düngerstocks dokumentiert werden kann. Die nachfolgenden Abbildungen zeigen dies schematisch.
Abbildung 3: Entmischung bei der Einlagerung von bulk-blends (schematisch)

Quelle: BASF
Die Einstellung der Maschine wird zusätzlich erschwert, da keine Streutabelle für ein individuell gemischtes Produkt existiert.
Quelle: BASF
Schlechtere Nährstoffverteilung
Schauen Sie sich einen industriell gefertigten Volldünger im Vergleich zu einem Mischdünger an. Der Mischdünger enthält verschiedene Komponenten, die im ungünstigsten Fall je nur einen Nährstoff enthalten. Ein NPK Fertigdünger enthält in jedem Korn alle deklarierten Nährstoffe. Das ist für die Wirksamkeit und die Nährstoffverteilung entscheidend. Somit werden alle Nährstoffe gleichmäßig über die Fläche verteilt. Die Nährstoffe werden nahe an die Wurzel appliziert. Bei Mischdüngern werden im Gegensatz dazu die Einzelkomponenten in weitem Abstand voneinander verteilt.
Gerade Phosphat hat nur eine geringe Mobilität im Boden und muss daher nah an die Pflanzenwurzel gebracht werden. Dies kann nur durch einen fertig formulierten Volldünger erreicht werden. Bei einem Mischdünger würde Die Korndichte je nach Anteil der P-haltigen Komponenten wesentlich geringer ausfallen und eine unzureichende Bodenbedeckung bedeuten.
Abbildung 4: P-Auswanderung aus einem NPK-Düngerkorn

Quelle: BASF

Quelle: BASF
Wirksamkeit der Komponenten
Wie auch bei einem industriell gefertigten NPK-Volldünger ist der Hersteller eines Mischdüngers verpflichtet, eine Deklaration des Mischdüngers vorzunehmen und dem Landwirt auszuhändigen. Die relevanten Informationen sind
- Der Düngemitteltyp
- Der Nährstoffgehalt
- Die Nährstoffformen
- Der Inverkehrbringer
- Hinweise zur Lagerung und Anwendung





