Der Magnesiumgehalt der Böden hängt sehr stark vom Ausgangsgestein ab, aus dem sich dieser entwickelt hat. Daher gibt es viele Böden, die von Natur aus magnesiumarm oder magnesiumreich sind. Insbesondere auf leichten und sauren Böden reicht oft das pflanzenverfügbare Magnesium im Boden nicht aus, um den Bedarf vieler landwirtschaftlicher Kulturarten zu decken.
Magnesium spielt eine zentrale Rolle in der Pflanze, da es das Zentralatom des Chlorophylls ist. Fehlt Magnesium, so ist der Energiehaushalt der Pflanzen empfindlich gestört.

Aufgaben in der Pflanze:
  • zentraler Baustein des Chlorophylls -> 10-30% des Magnesiums in der Pflanze sind im Chlorophyll gebunden. Mg ist somit unentbehrlich für die Fotosynthese
  • trägt zur Bildung von Eiweiß-, Kohlenhydraten und Vitaminen bei -> wichtiger Baustein bei Stoffwechselvorgängen

Magnesiummangel:

  • vermindert im Getreide die Kornzahl pro Ähre -> gestörte Stoffwechseltätigkeit
  • verringert die Kohlenhydratproduktion -> gestörte Stoffwechseltätigkeit
  • Streifenchlorosen / perlschnurartige Aufhellungen auf den Blättern -> gestörte Photosyntheseleistung


                     Magnesium-Mangel im Winterweizen, Quelle: Yara                                                                                                

Magnesium im Boden:


Tonreiche Standorte wie z.B. Marschböden haben generell einen höheren Magnesiumanteil als leichte Sandböden. Sandböden sind stärker von Magnesiumverlagerung betroffen als schwere Standorte. Die Pflanze nimmt Magnesium überwiegen passiv als Mg++ unter Abgabe von 2 H+ auf, daher wirkt Magnesium neutralisierend (1,4-fach als CaO).



Magnesium-Düngung:

Magnesiumsulfat ist wasserlöslich und damit für die Pflanze schnell verfügbar. Andere Mg-Formen wie Carbonat-, Oxid-, und Silikate können erst nach einer Umwandlung im Boden von der Pflanze direkt aufgenommen werden. Sie dienen sowohl der Boden-, als auch der Pflanzendüngung. (siehe: Angewandte Düngung > Kalk ; und: Angewandte Düngung > Geteilte N-Gaben)

Magnesium kann sehr gut in Form von Mg-haltigen Kalken mit der Kalkung ausgebracht werden. Auf stark magnesiumbedürftigen Böden sollte möglichst Magnesiumsulfat zur schnellen Versorgung eingesetzt werden. Eine Frühjahrsdüngung ist dann zu bevorzugen. Hierzu bietet sich ein N-Mg-S-Dünger an (z.B. Yara Optimag).



Die Tabelle zeigt einen Ausschnitt.

Nach den Nährstoffgehalten einer dreigliedrigen Fruchtfolge von Winterweizen, Wintergerste und Winterraps ergeben sich folgende Nährstoffentzüge für Magnesium, die dem Boden wieder zugeführt werden müssen, um seine Fruchtbarkeit zu erhalten (das Stroh verbleibt auf dem Feld):
               • Winterweizen (80 dt) = 16 kg MgO
               • Wintergerste (70 dt) = 14 kg MgO
               • Winterraps (35 dt) =    17,5 kg MgO
Über die beispielhafte Fruchtfolge werden 47,5 kg MgO entzogen, die über die Erhaltungsdüngung wieder zugeführt werden müssen.
                   

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