Bei Komposten können Bioabfallkomposte aus der Getrenntsammlung des Hausmülls, Grünschnittkompost und Betriebskompost aus Gartenbaubetrieben unterschieden werden. Das Ausgangsmaterial wird vorsortiert, zerkleinert und intensiv verrottet. Thermophile Mikroorganismen zersetzen nach 2 Wochen bei einer Rottetemperatur von >60°C einen Frischkompost, der den Rottegrad 2 erhält. Nach weiteren 3 - 4 Monaten Nachrotte in belüfteten Mieten entsteht Reifekompost (Rottegrad 4 - 5).



Die Nährstoffgehalte, der pH-Wert und der Salzgehalt der Komposte schwanken je nach Ausgangsmaterial erheblich. Der pH-Wert liegt oft oberhalb 7, der Salzgehalt über 4,5g/l KCl. Bei der Anwendung ist dies zu beachten (P- und Mikronährstoffverfügbarkeit, Auflaufschäden, etc.).
Im Mittel sind die Nährstoffgehalte in Komposten geringer als in Wirtschaftsdüngern. Die P und K-Gehalte betragen häufig ein Vielfaches des Gehaltes an löslichem Stickstoff.
Der Gesamt-N ist zu 98% organisch gebunden, das C/N-Verhältnis liegt bei 15 - 25/1. Das im Kompost enthaltene Phosphat ist zu 50 - 80% organisch gebunden und trägt daher mehr zur Vorratsdüngung denn zur Startdüngung bei. Aus diesen Gründen hat Kompost vor allem eine Boden verbessernde Wirkung. Die organische Substanz führt bei langjähriger Anwendung zur Anreicherung von Humus im Boden und erhöht das Potenzial der N-Nachlieferung. Ausbringungsgrenzen sind zu beachten!

>> zum Seitenanfang