Der Wissenschaftler Sluijsmans entwickelte ein Verfahren, die so genannte Sluijsmans-Formel, mit der der Einfluss von Düngemitteln auf den Verbrauch von Kalk im Boden nach Düngungsmaßnahmen errechnet werden kann.
Diesem Verfahren liegen zwar theoretische Überlegungen zu Grunde, aber an Hand entsprechender Modell- und Feldversuche konnte gezeigt werden, dass die nach der Formel errechneten Werte, den im Versuch festgestellten sehr nahe kommen.
Grundsätzlich gilt für diese Berechnungsmethode, dass der kalk-beeinflussende Effekt eines Düngemittels gleich der Summe der Wirkungen der Einzelelemente dieses Düngemittels ist.

Um den Einfluss von 100 kg eines Düngemittels auf den Kalkzustand eines Bodens zu berechnen, wird von folgender Wirkung der Einzelkomponenten ausgegangen:


(negative Werte bedeuten einen Kalkverbrauch)


Der im Falle für Stickstoff für Acker- und Grünland angegebene Unterschied im Kalkwert beruht auf der Tatsache, dass auf dem Grünland ein höherer N-Entzug durch die Ernte erreicht wird als auf dem Ackerland, so dass auf dem letzteren mehr versauernd wirkender N im Boden verbleibt. Für die genaue Kalkulation eines Düngemittels muss die exakte Zusammensetzung inklusive aller Begleitionen bekannt sein.
Stickstoffdünger wirken aufgrund ihrer Zusammensetzung meist bodenversauernd. Diese Versauerung muss durch Kalkung ausgeglichen werden. Die in der Landwirtschaft gebräuchlichen N- Dünger unterscheiden sich deutlich hinsichtlich ihrer Kalkzehrung.
Dementsprechend sind bei der Beurteilung der verschiedenen N- Dünger die Kosten für den Kalkausgleich zu berücksichtigen.(siehe: Angewandte Düngung > Grunddüngung > Kalk)



Oben stehende Abbildung zeigt, welche Kosten neben der N-Düngung für den Kalkausgleich auf zu bringen sind.

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