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Ein optimaler pH-Wert ist für eine hohe Nährstoffverfügbarkeit im Boden und damit eine effiziente Wirkung der angewendeten Düngemittel essentiell. Bodengare und biologische Aktivität werden positiv gefördert. Neben Kalk tragen alle basisch wirkenden Ionen zur pH- Wert Verbesserung bei, dies sind im Wesentlichen: Kalzium- und Magnesium- oxide, -hydroxide und -karbonate( siehe: Grundlagen der Düngung > Hauptnährstoffe > Calzium ).

Informationen über den Kalkbedarf geben die Bodenuntersuchung mit nachfolgender Kalkbedarfsbestimmung.
Je nach Kalkbedürftigkeit der Böden sollte der Kalk nach seinem Reaktionsvermögen gewählt werden. Langsam wirkende Kalke sollten zur Erhaltungskalkung eingesetzt werden. Schnell wirkende Kalke können den pH-Wert entsprechend schnell anheben.



Je nach Fruchtfolge erfolgt die Kalkung im Sommer auf die Stoppel oder im Frühjahr vor der Saat der angebauten Kultur. Die Kalkung sollte zu den kalkbedürftigsten Früchten in der Fruchtfolge erfolgen.
Futter- und Zuckerrüben, Mais, Raps, Winter- und Sommergerste haben hohe Ansprüche an die Kalkversorgung. Hafer, Weizen, Roggen, Triticale und Kartoffeln haben weniger hohe Ansprüche an die Kalkversorgung.
Eine anschließende Einarbeitung sollte erfolgen, damit der Kalk schnell mit dem Bodenwasser reagieren kann.
Nicht nur pH- Wertverbesserung sollten betrachtet werden, sondern auch mit der Kalkung einhergehende Effekte. So bringt die Kalkung zu Winterraps eine Verbesserung der Krümelstruktur und damit günstigere Saatbedingungen von z.B. Winterraps. Auf Flächen, auf denen Kohlhernie beobachtet wurde, kann der Kalk diese Krankheit eindämmen.
Besonders in Maisfruchtfolgen ist auf eine gute Kalkversorgung Wert zu legen. Bei niedrigen pH-Werten können Wachstumsstörungen auftreten. Zuckerrüben haben hohe Ansprüche an eine gute Bodenstruktur. Ein schlechter Feldaufgang durch Verschlämmung ist fast nicht mehr zu korrigieren.

Kalkmengenermittlung
Anhand der Bodenuntersuchungsergebnisse, die den Kalkbedarf i.d.R in CaO ausweisen, kann die benötigte Menge des vorliegenden Düngekalkes ermittelt werden.
In dem Beispiel würde sich bei einem Bedarf zur Erhaltungskalkung von 1,5t CaO/ha ein Düngebedarf von 2,8t/ha kohlensaurer Magnesiumkalk 90 (1,5:0,537=2,78) ergeben.


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