Kalium ist für die Regulierung des Wasserhaushaltes in der Pflanze verantwortlich. Über die Konzentration von Kalium in der Blattzelle wird das Öffnen und Schließen der Stomata (Spaltöffnungen) gesteuert. Es wird nicht in die organische Substanz eingebaut, sondern ist ein freies Ion in der Vakuole der Zellen. Kalium wird daher schon vor der Ernte aus abgestorbenen Blättern ausgespült.

Aufgaben in der Pflanze:
  • Steuerung des Wasserhaushaltes -> durch Kalium wird der osmotische Druck in den Zellen reguliert
  • Verbesserung der Frostresistenz -> durch hohe Salzkonzentrationen in der Pflanze wird eine Winterfestigkeit gefördert
  • Festigung der Zellwände -> Kalium fördert die Photosyntheseaktivität und den Assimilattransport (Transport von Zucker, Stärke, Zellulose)
  • Erhöhung der Krankheitsresistenz -> gut versorgte und standfeste Pflanzen bieten weniger Nährboden für Krankheiten und Pilze
  • Verbesserung der Qualitätseigenschaften durch optimalen Assimilattransport

Kaliummangel:

  • "Welketracht" -> gestörte Wasserversorgung
  • Blattrandnekrosen bei älteren Blättern -> verringerter Assimilattransport
  • Lagerneigung bei Getreide -> verringerter Assimilattransport
  • Erhöhte Krankheitsanfälligkeit -> verringerter Assimilattransport
 
 
                                               Kalium-Mangel im Mais, Quelle: Yara

Kalium im Boden:

Der Gehalt an Kalium im Boden ist in erster Linie abhängig von der Bodenart. Da Kalium an Tonminerale gebunden wird, kann die Verfügbarkeit von Kalium auf schweren Standorten in Folge einer Fixierung eingeschränkt sein. Im Gegensatz dazu stellt auf leichten Böden die erhöhte Verlagerung in tiefere Bodenschichten von Kalium ein Problem dar. (siehe: Angewandte Düngung > Volldünger; und: Angewandte Düngung > P und K)


Kaliumdüngung:

Entsprechend der Bodenart, der Kultur und der Ertragserwartung sollte der Bedarf an Kalium ermittelt werden. Hilfestellung geben Kalkulationsprogramme zur Düngeplanung. Die Kaliumentzüge ausgewählter Kulturpflanzen sind nachfolgend aufgeführt:



Die Tabelle zeigt einen Ausschnitt.

Nach den Nährstoffgehalten einer dreigliedrigen Fruchtfolge von Winterweizen, Wintergerste und Winterraps ergeben sich folgende Nährstoffentzüge für Kali, die dem Boden wieder zugeführt werden müssen, um seine Fruchtbarkeit zu erhalten (das Stroh verbleibt auf dem Feld):
               • Winterweizen (80 dt) = 48 kg K 2O
               • Wintergerste (70 dt) = 42 kg K 2O
               • Winterraps (35 dt) =    35 kg K 2O
Über die beispielhafte Fruchtfolge werden 125 kg K 2O entzogen, die über die Erhaltungsdüngung wieder zugeführt werden müssen.

Wichtige Kali-Dünger

In den meisten Ackerkulturen (Getreide, Mais, Raps, ZR) und im Grünland finden kaliumchloridhaltige Dünger Verwendung. Einige Kulturen, wie z.B. die Kartoffel, reagieren empfindlich auf Chlorid. Daher werden dort vorwiegend Kaliumsulfate eingesetzt.

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