Die N-Immobilisierung findet kurz nach der Düngerausbringung statt



Der größte Teil des Stickstoffs im Boden ist in der organischen Komponente gebunden. Bei der Zersetzung von Stroh oder anderen Ernteresten binden Mikroorganismen Stickstoff. Bevorzugt wird Ammonium gegenüber dem Nitrat von den Mikroben verarbeitet. Dieser immobilisierte Stickstoff geht im Boden nicht verloren, wird aber meist zu spät in der Vegetation wieder mobilisiert (freigesetzt), um den Pflanzen noch zur Ertragsbildung zur Verfügung zu stehen. Ein Teil des immobilisierten Stickstoffs steht den Pflanzen erst ca. 60-80 Tage nach der Düngung zur Verfügung (Abbildung). Deshalb ist es ratsam, mit nitrathaltigen Düngern die Pflanzen zu versorgen, um die Immobilisierung so gering wie möglich zu halten.
Die Immobilisierung ist von weitaus größerer Bedeutung in der Düngungspraxis als die NH4-Fixierung.

>> zum Seitenanfang