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Diese Dünger werden, wie auch Mist und Jauche, hauptsächlich in landwirtschaftlichen Betrieben erzeugt. Für den gezielten Einsatz sollte eine Nährstoffanalyse erfolgen. Hohe Transport- und Ausbringkosten schränken den Einsatz von Wirtschaftsdüngern ein. Gleiches trifft auf Gärsubstrate zu. Die Eigenschaften und Nährstoffgehalte sind hier
( siehe: Grundlagen der Düngung>>Organische Dünger ) beschrieben.

Dadurch, dass Gülle und Co. anfallen und nicht wie mineralische Dünger oder SEROs zugekauft werden, werden sie auch nach anderen Kriterien eingesetzt. Allein aus NL werden derzeit pro Jahr 800.000t Gülle importiert und teilweise bezahlt Je nach Mengenanfall werden Gülle und Gärsubstrate in der Fruchtfolge wiederkehrend ausgebracht und erhöhen oder erhalten so die organische Masse, den Bodenhumusgehalt und liefern wertvolle Nährstoffe.
Wie der Düngerbedarf für P und K ermittelt wird, ist hier nachzulesen. ( siehe: Angewandte Düngung>>Grunddüngung>> Bedarfsermittlung/Planung )
Der Einsatz von Gülle und Gärsubstraten wird durch Ausbringverbote, Abstandsauflagen, Sperrfristen, Nährstoffuntersuchungen und -vergleiche durch die Düngeverordnung beschränkt.

Der Termin für die Ausbringung von Gülle und Gärsubstraten orientiert sich an dem von mineralischen Stickstoffdüngern (näheres regelt die Düngeverordnung). Gasförmige Ammoniakverluste erhöhen sich bei ansteigender Temperatur bei der offenen Ausbringung. Diese Verluste können durch Injektion oder eine rasch folgende Einarbeitung in den Boden erheblich reduziert werden. Bei der Ausbringung im Pflanzenbestand bietet sich daher der Herbst oder das Frühjahr bei niedrigen Temperaturen an. Im Herbst können aufgrund der folgenden Vegetationsruhe im Winter weniger Nährstoffe aufgenommen werden als dies im Frühjahr der Fall ist. Bei zeitiger Ausbringung im Frühjahr ist die Nährstoffaufnahme bis zur Abreife der Kulturen entsprechend höher. Demnach kann beispielsweise Winterweizen mehr Nährstoffe aufnehmen als Wintergerste.



Gülle oder Gärsubstrate können zur ersten Gabe mit stickstoffhaltigen Schwefeldüngern ergänzt werden. So wird eine ausreichende Schwefelversorgung der Bestände gesichert. Die langsamere Wirkungsgeschwindigkeit des Gülle- oder Substratstickstoffs kann durch den hohen Nitratgehalt eines ammonnitrathaltigen N+S-Düngers in Teilen ausgeglichen werden.
Hinsichtlich der Stickstoffform, die auf Betrieben mit Wirtschaftsdüngern oder Gärsubstraten eingesetzt werden können, gibt es unterschiedliche Vorzüglichkeiten der Stickstoffform. Je höher der Nitratanteil, desto höher ist die Effizienz des Düngesystems.
Die Tabelle zeigt, dass durch die Kombination von organischen und mineralischen bei gleichem Stickstoffeinsatz höhere Erträge erzielt werden können, als in einem Düngersystem ohne organische Dünger. Zudem wird ersichtlich, dass ein hoher Ammoniumgehalt in den organischen Düngern für eine "schnelle" Wirkung steht.


Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft 2005                                                                                                             

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