Die NH4+-Fixierung im Boden ist ein physikalischer Prozess, der im Wesentlichen von der Art und Menge der im Boden vorhandenen Tonminerale abhängt.

Die Höhe der Ammonium-Fixierung hängt vom Tongehalt des Bodens ab


Tonminerale sind negativ geladen und können somit positiv geladene Teilchen binden (z. B. Kalium [K+] oder Ammonium [NH4+]).

Ammonium (NH4+)-Fixierung an Tonminerale im Boden


Ein Teil dieser Ionenbindungen ist reversibel, d. h. die gebundenen Ionen sind "austauschbar" und somit in der Regel kurzfristig wieder pflanzenverfügbar. Allerdings kann vor allem auf sehr tonhaltigen Böden auch eine längerfristige, stärkere Bindung von z. B. Ammonium (NH4+) auftreten, die dann die N-Verfügbarkeit für die Pflanzen einschränken kann. Bei K- Mangel wird NH4 zunehmend in den Zwischenschichten der Tonminerale fixiert Die NH4+-Fixierung erfolgt bereits kurz nach der N-Düngung.

Bis zu 50% des gedüngten Ammoniums sind noch nach mehreren Tagen fixiert

Eine NH4+-Fixierung kann auch nach Harnstoffdüngung auftreten.. Das aus dem Harnstoff gebildete Ammonium wird ebenfalls wie oben beschrieben fixiert.

Nitrat wird dagegen nicht fixiert und ist somit sofort pflanzenverfügbar. Dies erklärt, warum auch auf schweren, tonhaltigen Böden Nitratdünger häufig deutliche Ertragsvorteile haben können.

Nitrat wird nicht an Tonminerale im Boden fixiert und ist pflanzenverfügbar:
Nitratdünger (KAS) mit Vorteilen auf tonhaltigen Böden

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