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Die Qualität der Streutechnik hat mittlerweile einen hohen Standard erreicht.
Im Gegensatz zu den früher üblichen Standard-Streuweiten von 12 -15 m geht der Trend heute zu 24 bis 36 m.

  Quelle: Amazone
Damit steigen die Anforderungen an die Technik des Streuers und die Düngerqualität.

Beste Voraussetzungen für gute Streuarbeit bieten Dünger mit
hohem spezifischem Gewicht: Denn nur mit Produkten die eine ausreichende Dichte aufweisen lassen sich die gewünschten Wurfweiten erreichen.

Ausgewogener Korngrößenverteilung: Diese sollte in einer Bandbreite von 2,0 bis 5,0 mm Durchmesser liegen. Unterschiedlich große Körner werden unterschiedlich weit hinter dem Streuer abgelegt. Somit wirkt sich das Korngrößenspektrum positiv auf die Querverteilung aus.

Nitrathaltige Düngemittel wie Kalkammonsalpeter, NPK- Volldünger oder Ammonnitrate mit Schwefel ( z.B. Yara Sulfan) haben diese Voraussetzungen und sind problemlos bis über 36 m streufähig. Spezifisch leichte Dünger wie beispielsweise Harnstoff sind weniger gut streufähig Hinzu kommt eine feine einheitliche Körnung, die je nach Produktionsstandort schwankt. Die Arbeitsbreite ist eingeschränkt, die Seitenwindempfindlichkeit steigt. Die Folge sind häufig Streufehler in der Praxis („technische Streifenkrankheit“, Abbildung 1).

Streufehler kosten Geld
Streufehler bei der Düngerausbringung führen zu Ertragseinbußen, die immense Ausmaße annehmen können, je größer die Ungenauigkeit ist. Die Ursachen für Streufehler, die so genannte „technische Streifenkrankheit“, sind in der Regel auf eine falsche Maschineneinstellung oder schlechte Düngerqualitäten zurückzuführen. Wenn ein Streufehler sichtbar wird, dann hat dieser bereits eine Größenordnung von ca. 30%, was zu mehr als 2% Ertragseinbuße führt. Tritt Lager auf, sind auch weitaus höhere Verluste von bis zu 22% möglich. Konkret gerechnet würde das bei einem erwarteten Weizenertrag von 90 dt/ha ein Verlust von ca. 300 €/ha bei einem angenommenen Weizenpreis von 15 €/dt bedeuten. Hierbei ist der negative Einfluss auf die Qualitätseigenschaften bei Winterweizen noch nicht berücksichtigt!



Die Düngerverteilung muss aus diesem Grunde sorgfältig geschehen, damit der durch die geplante Düngermenge erreichbare Ertrag auch erzielt wird. Um dies zu ermöglichen, stehen dem Praktiker zahlreiche Möglichkeiten der Maschineneinstellung seitens der Düngerstreuerhersteller zur Verfügung. Damit reagiert der Landwirt auf die vorgegebenen Eigenschaften der Produkte wie beispielsweise Kornhärte, Kornform, Korngrößenverteilung, Reibverhalten und nicht zuletzt das spezifische Gewicht. In den Einstellhilfen der Hersteller (Streutabellen, Internetangaben) sind diese Parameter bereits berücksichtigt.

Abbildung 1: „technische Streifenkrankheit“ aufgrund falscher Maschineneinstellung, Foto: effizient düngen



Gute Streubilder zeichnen sich durch flache Streukurven mit großen Überlappungszonen aus. Damit ist eine Mehrfachüberlappung möglich und Fehler bei der Verteilung werden weitgehend vermieden.

Abbildung 2: dreieckiges Streubild sorgt für doppelte Überlappung über die gesamte Arbeitsbreite

Quelle: BASF                                                                                                                                                                  

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