| CULTAN | |
Die Düngung im CULTAN-Verfahren bedeutet grundsätzlich die ammoniumbetonte N-Versorgung der Kulturpflanzen durch platzierte Anlage eines konzentrierten Düngerdepots im Boden mit ausschließlich ammoniumhaltigen Düngern. Der Begriff beruht auf der Zusammenfassung der Anfangsbuchstaben der umfassenderen Bezeichnung controlled uptake long term ammonium nutrition. Die Düngung erfolgt bei Getreide nur einmal zu Beginn des Streckungswachstums. Weil man eine große Menge Ammonium als Depot injiziert, geht man davon aus, dass dieses Depot kaum nitrifiziert und die Pflanzen in erster Linie Ammonium aufnehmen. Ein häufig verwendeter Dünger für dieses Verfahren ist die Ammonsulfat-Harnstoff- Lösung (HAS). Sie enthält 6 % Ammonium - N und 14 % Amid - N.
In letzter Zeit werden die verschiedensten flüssigen Dünger für Cultan angeboten. Sie werden in den Boden injiziert oder auf dem Boden als Düngerband abgelegt. Diese Entwicklung ist hinsichtlich der Wirkung sehr kritisch zu sehen und sollte vor Einsatz bezüglich der enthaltenen Nährstoffformen und der Nährstoffkonzentration entsprechend beurteilt werden.
Neuerdings verwendete stark wässrige Lösungen wie bspw. ASL (Ammonsulfat- Lösung) sind ungeeignet, da sehr viel Flüssigkeit ausgebracht werden muss, um den Stickstoffbedarf zu sichern. Dabei besteht die Gefahr, dass das Düngerdepot auseinander fließt. Auch die Schwefelmengen sind viel zu hoch, z.B. bei Getreide 160 kg N = 180 kg S.
Bei Cultan wird die gesamte N- Menge nur einmal gedüngt. Es ist nicht möglich die Stickstoffmengen hinsichtlich des aktuellen Bedarfes zu steuern ( siehe: Angewandte Düngung>>geteilte Gaben ). Zum Zeitpunkt der Applikation ist nicht bekannt, wie sich der Witterungsverlauf und damit das N-Nachlieferungsvermögen der Böden gestalten werden und wie hoch der N-Bedarf der Kultur bis zur Ernte tatsächlich ist. Dadurch kann es zu Fehlplanungen kommen, die entweder eine zusätzliche Düngung notwendig machen, wenn zu wenig gedüngt wurde, oder aber bei zu hoher N-Gabe einen Bilanzüberschuss nach der Ernte nach sich ziehen. Eine einmalige N-Gabe schließt auch die Nutzung solch wertvoller Hilfsmittel wie Nmin Methode, Nitrat- Schnelltest, N-Tester oder N-Sensor z.B. im Getreidebau aus. Cultan ist für den intensiven Ackerbau nicht geeignet, sondern sollte wegen der Gefahr der Überdüngung nur im suboptimalen Bereich (extensive Bewirtschaftung) Anwendung finden.
In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Versuche in verschiedenen Kulturen mit dem Cultan-Verfahren durchgeführt worden. Die Ergebnisse sind jedoch nicht überzeugend und recht schwankend. Bei Versuchen der LWK Niedersachsen lagen die Erträge sowohl bei Wintergerste als auch bei Winterweizen deutlich unter den praxisüblichen Vergleichsvarianten. ( siehe: Grundlagen>>Mineraldünger>>KAS )
Das Hauptproblem ist, dass zur Ausbringung spezielle Technik notwendig ist, die bisher noch störanfällig und zudem sehr teuer ist.
Beispielhaft ein 3-jähriger Winterweizenversuch aus Süddeutschland von Hege und Raschbacher (2001), der bestätigt, dass höhere Erträge und Erlöse mit geteilter N-Düngung als mit 1x Düngungsverfahren erzielt wurden:

In letzter Zeit werden die verschiedensten flüssigen Dünger für Cultan angeboten. Sie werden in den Boden injiziert oder auf dem Boden als Düngerband abgelegt. Diese Entwicklung ist hinsichtlich der Wirkung sehr kritisch zu sehen und sollte vor Einsatz bezüglich der enthaltenen Nährstoffformen und der Nährstoffkonzentration entsprechend beurteilt werden.
Neuerdings verwendete stark wässrige Lösungen wie bspw. ASL (Ammonsulfat- Lösung) sind ungeeignet, da sehr viel Flüssigkeit ausgebracht werden muss, um den Stickstoffbedarf zu sichern. Dabei besteht die Gefahr, dass das Düngerdepot auseinander fließt. Auch die Schwefelmengen sind viel zu hoch, z.B. bei Getreide 160 kg N = 180 kg S.
Bei Cultan wird die gesamte N- Menge nur einmal gedüngt. Es ist nicht möglich die Stickstoffmengen hinsichtlich des aktuellen Bedarfes zu steuern ( siehe: Angewandte Düngung>>geteilte Gaben ). Zum Zeitpunkt der Applikation ist nicht bekannt, wie sich der Witterungsverlauf und damit das N-Nachlieferungsvermögen der Böden gestalten werden und wie hoch der N-Bedarf der Kultur bis zur Ernte tatsächlich ist. Dadurch kann es zu Fehlplanungen kommen, die entweder eine zusätzliche Düngung notwendig machen, wenn zu wenig gedüngt wurde, oder aber bei zu hoher N-Gabe einen Bilanzüberschuss nach der Ernte nach sich ziehen. Eine einmalige N-Gabe schließt auch die Nutzung solch wertvoller Hilfsmittel wie Nmin Methode, Nitrat- Schnelltest, N-Tester oder N-Sensor z.B. im Getreidebau aus. Cultan ist für den intensiven Ackerbau nicht geeignet, sondern sollte wegen der Gefahr der Überdüngung nur im suboptimalen Bereich (extensive Bewirtschaftung) Anwendung finden.
In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Versuche in verschiedenen Kulturen mit dem Cultan-Verfahren durchgeführt worden. Die Ergebnisse sind jedoch nicht überzeugend und recht schwankend. Bei Versuchen der LWK Niedersachsen lagen die Erträge sowohl bei Wintergerste als auch bei Winterweizen deutlich unter den praxisüblichen Vergleichsvarianten. ( siehe: Grundlagen>>Mineraldünger>>KAS )
Das Hauptproblem ist, dass zur Ausbringung spezielle Technik notwendig ist, die bisher noch störanfällig und zudem sehr teuer ist.
Beispielhaft ein 3-jähriger Winterweizenversuch aus Süddeutschland von Hege und Raschbacher (2001), der bestätigt, dass höhere Erträge und Erlöse mit geteilter N-Düngung als mit 1x Düngungsverfahren erzielt wurden:






