In der Öffentlichkeit werden verstärkt Fragen zum Einfluss der Landwirtschaft auf die Umwelt gestellt und diskutiert. Auch der Einsatz von Mineraldünger wird darin einbezogen.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Bedeutung die Nachhaltigkeit für die Landwirtschaft hat. Landwirtschaftliche Produktion hat in erster Linie die Aufgabe, ausreichend Nahrungsmittel in guter Qualität zu erzeugen (sozialer Aspekt). Dabei sollen die Landwirte ein ausreichendes Einkommen für sich und ihre Familien erwirtschaften und erschwingliche Preise für die Verbraucher gewährleisten (ökonomischer Aspekt). Im Hinblick auf die Umwelt soll landwirtschaftliche Produktion möglichst minimale negative Auswirkungen haben (Umweltaspekt).
Zur Bewertung der Auswirkungen der Düngung auf die Umwelt dienen Ökobilanzen. Sie erfassen die Summe aller Emissionen (NO3, NH3, N2O, CO2 etc.) sowie die für die Produktion notwendigen Ressourcen (Öl, Erdgas, Fläche etc.) und stellen diese ins Verhältnis zur erzeugten Biomasse (z.B. pro t Korn). So werden Einzelwirkungen zu übergeordneten Umwelteffekten zusammengefasst. Die folgende Abbildung zeigt, dass am Beispiel Treibhauseffekt neben CO2-Emissionen auch N2O und CH4 beteiligt sind.


In der Öffentlichkeit wird intensive Landwirtschaft oft gleich gesetzt mit hoher Umweltbelastung. Es wird nach Alternativen gesucht, die unsere Umwelt weniger belasten sollen. Ist es der Ökolandbau, der ohne mineralischen Stickstoff und ohne Pflanzenschutzmittel arbeitet und nur mäßig hohe Erträge erzielt? Oder ist die konservierende Bodenbearbeitung gegenüber der wendenden Bodenbearbeitung günstiger, weil Dieselkraftstoff eingespart werden kann, im Gegenzug aber mehr Herbizide notwendig sind, um die Unkräuter zu beherrschen?
Am Beispiel Weizenanbau soll die Frage diskutiert werden, welche Düngungsintensität aus Umweltsicht am günstigsten ist.



Studien haben gezeigt, dass intensive Landwirtschaft trotz hoher Kosten und hohen Energieaufwandes hinsichtlich der CO2-Bilanz günstiger ist als alternative Produktionssysteme. Hohe Erträge auf minimaler Fläche stellen einen höheren Energiegewinn in Form von produzierter Biomasse dar:
Fazit:
  • Ökonomisch optimale N-Düngung ist auch aus Umweltsicht sinnvoll, da durch sie die knappen Flächen am effizientesten genutzt werden.
  • Hohe Umweltbelastungen treten besonders bei unterlassener oder bei einer den Pflanzenbedarf überschreitenden N-Düngung auf.
  • Die Energiebilanz der Pflanzenproduktion ist stark positiv und wird durch eine optimale Pflanzenernährung zusätzlich verbessert.
  • Die produzierte Biomasse kann nicht nur als Nahrungsmittel sondern auch als Energieträger ökonomisch und ökologisch sinnvoll genutzt werden.

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