Ammoniumsulfat oder ssA ist ein reiner Ammoniumdünger; mit einem N-Gehalt von 21% und einem Schwefelgehalt von 24%. Bedingt durch den hohen Schwefelgehalt liegt der Einsatzschwerpunkt auf der ersten Gabe, um die Schwefelversorgung der Kulturen sicher zu stellen. Es sind verschiedene Granulierungen, von sehr feiner bis großkörniger Ware, erhältlich.

Die Verwendung von ssA als alleiniger Dünger zur ersten Gabe ist kritisch zu sehen. Wird mit dem schwefelsauren Ammoniak die erste N- Gabe im Wintergetreide gefahren, so werden mit 50 bis 70 kg N auch 57 bis 80 kg S ausgebracht. Im Winterraps wird mit einer Andüngung von 100 kg N 114 kg Schwefel ausgebracht. Damit wird ersichtlich, dass auf den meisten Standorten die Schwefelversorgung überzogen wird. Deshalb sollte ssA nur in kleinen Mengen ausgebracht werden, um die Schwefelversorgung der Kulturen sicher zu stellen. Das ssA muss dann in einer extra Überfahrt (1b-Gabe) oder in Mischungen (siehe: Lagerung und Technik > Streutechnik Grundlagen > Mischdünger und ihre Tücken) die Schwefelversorgung der Pflanzen sichern.
Um eine ausreichende Startwirkung im Frühjahr zu erreichen, bietet sich KAS als Mischpartner an. (siehe: Grundlagen > N-Effizienz > Umsetzungs-Geschwindigkeit)
Als weiterer Effekt kann so der hohen kalkzehrenden Wirkung des Ammoniumsulfates - 100 kg N über ssA ausgebracht zehren 300 kg CaO - entgegengewirkt und die hohe Schwefelmenge reduziert werden. (siehe: Grundlagen > Mineraldünger > Kalkzehrung)

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