Ammoniumnitrathaltige Stickstoffdünger mit Schwefel ( siehe: Grundlagen >> Hauptnährstoffe >> Schwefel ) finden breite Anwendung bei allen landwirtschaftlichen Kulturen und auf schwefelbedürftigen Standorten. Besonders ist auf die Schwefeldüngung bei den Kulturen Raps, Wintergerste, Winterweizen und Grünland zu achten. Schwefel sollte bevorzugt im Frühjahr angewendet werden, wenn der Boden aufgrund niedriger Temperaturen noch keinen Schwefel nachliefert. Durch eine ausgewogene Schwefelversorgung wird die Effizienz der Stickstoffaufnahme gesteigert. Handelsübliche Dünger sind in verschiedenen Zusammensetzungen erhältlich, so z.B. YARA Sulfan mit 24% Gesamt-N 6% Schwefel. Der Vorteil dieser Dünger liegt in ihrer schnellen S-Wirkung wegen der Sulfatform (siehe: Grundlagen >> Hauptnährstoffe >> Schwefel ) und der sofortigen Verfügbarkeit des Stickstoffs aufgrund des Nitratanteils. Der Schwefeldüngebedarf bei einzelnen Kulturen beträgt bei Getreide und Mais 10-20 kg S/ha und bei Raps und Grünland 20-40 kg S/ha.
Generell ist darauf zu achten, dass das Schwefelangebot dem Schwefelbedarf der Kultur entspricht. Eine Überdüngung mit Schwefel ist zu vermeiden, weil Schwefel eine versauernde Wirkung im Boden nach sich zieht (siehe: Kalkzehrung). Der N-Bedarf der Kulturen sollte nach Erreichen der gewünschten Schwefelmenge mit KAS ergänzt werden.




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