Den Stickstoff-Düngerbedarf berechnen

Welche Düngermenge brauche ich für die kommende Saison?

Welche Düngermenge brauche ich für die kommende Saison?

Eine der wichtigsten neuen Regeln der neuen Düngeverordnung (DÜV) ist die Vorgabe von Stickstoff-Bedarfswerten für jede Kultur und jede Art von Grünlandnutzung. Dies wirkt sich auch auf die Einkaufsplanung von Stickstoffdüngern aus. Daher macht es Sinn, den Stickstoffdünger-Bedarf für die kommende Saison für den Betrieb zu berechnen - egal ob Sie bereits einen Teil der Stickstoffdünger eingekauft haben oder der Düngereinkauf noch ansteht.

So funktioniert´s

Die Selenversorgung der Herde sichern

Im ersten Schritt gilt es, für jede Kultur den Stickstoffbedarf je Hektar zu ermitteln. Die entsprechenden Richtwerte finden Sie in der Düngeverordnung Tabellen 1 bis 7 (http://www.gesetze-im-internet.de/d_v_2017/index.html). Je nachdem, was für einen Ertrag Sie erzielt haben, müssen Sie noch Zu- und Abschläge berücksichtigen. Außerdem müssen Sie noch folgende Werte abziehen:

  • Nmin-Wert
  • Stickstoffnachlieferung der Vorfrucht
  • Stickstoffnachlieferung aus dem Bodenvorrat
  • Stickstoff aus der organischen Düngung des Vorjahres

Für Vorfrüchte, wie Raps, Zuckerrüben (Blatt) und Körnerleguminosen werden zum Beispiel zehn Kilogramm Stickstoff je Hektar abgezogen.

Im Grünlandbetrieb muss man bei der Berechnung des Stickstoffbedarfswertes noch die Intensität der Grünlandnutzung berücksichtigen. Auch hierzu finden sich Informationen in der neuen Düngeverordnung in den Tabellen 8 bis 12.

Welchen Vorteil hat die Berechnung des Stickstoff-Budgets?
Kennt man sein „Stickstoff-Budget“ nach neuer Düngeverordnung, kann man davon die eingekaufte Menge an Stickstoffdünger abziehen und sieht auf einem Blick, ob ein Düngereinkauf noch notwendig ist. Außerdem sind Sie damit auf der sicheren Seite, wenn Sie im Frühjahr schnelle Entscheidungen über mögliche weitere Stickstoffgaben  fällen müssen.

Was sollten Sie beim Düngerkauf noch beachten?
Planen Sie einen ausreichenden Anteil an schwefelhaltigen Produkten ein. Vor allem Grünland und Raps sollten mit allen Stickstoff-Gaben eine zum Stickstoff passende Schwefelmenge erhalten. Dafür reicht ein Stickstoff-Schwefel-Verhältnis von 4:1 aus. Im Getreide ist die schwefelhaltige Stickstoffgabe in der ersten Gabe entscheidend. Wird ein hoher Proteinwert angestrebt, empfiehlt sich auch über eine Schwefeldüngung in der letzten Gabe nachzudenken.

Fazit
Berechnen Sie Ihr Stickstoff-Budget nach neuer Düngeverordnung. So sehen Sie direkt, wieviel Stickstoff Sie noch düngen können beziehungsweise welche Düngermengen Sie noch benötigen. So können Sie jetzt planen und im Frühjahr schneller reagieren.

 

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